Mercedes E-Klasse: Kaufberatung
Gesucht: die beste Mercedes E-Klasse

Die Mercedes E-Klasse wird von Fans als automobiles Multitool gerühmt. Wie viele Kreuzchen im Konfigurator braucht es zum Glück? Eine Kaufberatung.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Inhaltsverzeichnis
Was nixx koschd, isch nix, sagen die Schwaben. Wer eine E-Klasse kauft, erfährt das am eigenen Leib: Luxus und Durchdachtheit des großen Sterns lässt sich Mercedes ganz hervorragend vergüten.
Selbst ein Einstiegs-E rangiert preislich schon um die 60.000 Euro, wenn einer der Basismotoren unter der Haube schlummert – Geld genug. Und bringen Ausstattungen wie eine "Fahrerbeobachtungskamera" und im Takt zur Musik vibrierende Sitze tatsächlich einen Mehrwert?
Die E-Klasse ist ein Auto wie ein Schweizer Taschenmesser: kann viel, kostet aber auch ordentlich.
Bevor man sich durch die Aufpreisliste klickt, lohnt ein Blick auf die Grundordnung. Drei "Styles" – Avantgarde, Exclusive und AMG Line – prägen das Erscheinungsbild. Dazu kommen je nach Wunsch Plus-, Premium- und Premium-Plus-Pakete, die in fein abgestuften Kombinationen mehr Komfort, Technik oder Zierwerk bringen. Klingt kompliziert – und ist es auch. Tatsächlich muss aus unserer Sicht aber keines dieser Pakete unbedingt an Bord sein.

Alle Ausstattungen und Motorisierungen sind auch beim Kombi verfügbar. Für das T-Modell verlangt Mercedes 2500 Euro Aufschlag.
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Wer auf Preis-Leistung setzt, belässt es beim Avantgarde Advanced (die Basisversion) und ergänzt das sehr empfehlenswerte Matrix-Licht (1606 Euro), Alufelgen (18 Zoll für 833 Euro) und das Kunstleder Artico für 535 Euro. Ärmlich wirkt dann schon gar nichts mehr. Der Luxus beginnt bei Schmankerln wie dem Wärmekomfort-Paket inklusive beheizter Mittelarmlehne und Türtafeln (511 Euro). Mehr bräuchten wir prinzipiell nicht, um zufrieden zu sein.
Allradlenkung sollte man sich gönnen
Weil die Stuttgarter natürlich noch mit ganz anderen Dingen locken, hier eine Auflistung unserer Erkenntnisse, was die wichtigsten Positionen angeht. Allradlenkung: teuer, aber gut. 3320 Euro werden fällig, zwangsgekoppelt an die Luftfederung. Dafür legt die E-Klasse dann eine erstaunliche Agilität an den Tag, gleitet souverän über grobe Frostaufbrüche und parkt wendig wie eine A-Klasse. Dazu kann das 360-Grad-Kamerasystem für faire 547 Euro nicht schaden.

Dynamisch: Die an die Luftfederung gekoppelte Allradlenkung kostet 3320 Euro extra. Mit ihr wird die E-Klasse erstaunlich agil.
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Der Superscreen hingegen: verzichtbar. Das hochglanzschwarze Panel mit drei Bildschirmen mag technologisch beeindruckend sein, tut seinen Job einwandfrei und blendet Filme auf dem enthaltenen Beifahrer-Screen für den Fahrer aus – doch die Sinnfrage bleibt: Wer nutzt das, und wie oft? Die Gefahr ist groß, am Ende 1773 Euro spazieren zu fahren, die man auch anders hätte investieren können. Wer hier verzichtet, hat auch einen Bogen um die optionale Selfie-Kamera gemacht. Der mittlere Bildschirm fällt dann etwas kleiner aus, bleibt mit 14,4 Zoll aber immer noch mehr als ausreichend groß.
Ausstattungen und Pakete
Ausstattung/Linie* | Avantgarde | Exclusive | AMG Line |
|---|---|---|---|
Komfort | |||
Luftfahrwerk Vorder- und Hinterachse, Hinterachslenkung | 3320 Euro | 3320 Euro | 3320 Euro |
Panorama-Schiebedach | 2106 Euro | 2106 Euro | 2106 Euro |
Sitzheizung vorn**/Lenkradheizung + Waschdüsen beheizt | •/428 Euro | •/428 Euro | •/428 Euro |
Servoschließen der Türen ("Soft-Close") | 655 Euro | 655 Euro | 655 Euro |
Sicherheit/Assistenz | |||
Fahrerassistenzpaket Plus (u. a. akt. Abstandsass. bis 210 km/h, Pre-Safe) | 2540 Euro | 2540 Euro | 2540 Euro |
Fahrzeugschutz Plus (inkl. Diebstahlwarnanlage, Abschleppwarnung) | 738 Euro | 738 Euro | 738 Euro |
LED-Scheinwerfer inkl. Fernlichtassistent/Matrix-LED-Scheinwerfer | •/1607 Euro | •/1607 Euro | •/1607 Euro |
Knieairbag + Mittenairbag/Seitenairbags hinten | •/428 Euro | •/428 Euro | •/428 Euro |
Parksystem 360 Grad inkl. aktivem Parkassistenten**/inkl. Remote-Parking | 547/1380 Euro | 547/1380 Euro | 547/1380 Euro |
Totwinkelassistent | • | • | • |
Infotainment | |||
Kombiinstrument 14,4 Zoll + Zentralbildschirm 12,3 Zoll/Superscreen | •/1773 Euro | •/1773 Euro | •/1773 Euro |
Kombiinstrument mit 3D-Darstellung und erw. Müdigkeitswarnung | 1178 Euro | 1178 Euro | 1178 Euro |
Head-up-Display** | 1297 Euro | 1297 Euro | 1297 Euro |
Navigation mit Augmented-Reality-Funktionen | 500 Euro | 500 Euro | 500 Euro |
Soundsystem Burmester mit 17 Lautsprechern, 730 Watt, 4D-Funktionen | 1374 Euro | 1374 Euro | 1374 Euro |
Optik | |||
Mercedes-Stern im Grill/Mercedes-Stern auf der Motorhaube | •/x | x/• | •/x |
Rad mit Radzierblende 17 Zoll/Leichtmetall 18/19/20/21 Zoll | •/833/1547/1428/2499 Euro | x/•/952/2618/3689 Euro | x/•/357/1428/2499 Euro |
Scheiben ab B-Säule dunkel getönt** | 464 Euro | • | • |
Ähnlich verhält es sich mit Remote-Parking oder dem Memory-Parkassistenten (833 Euro), die zwar faszinieren, im Alltag aber selten gebraucht werden. Das Head-up-Display (1297 Euro) liefert einen klaren Nutzen. Das 3D-Fahrerdisplay, welches mit schicken Animationen punktet, aber bei längerer Betrachtung eher Kopfschmerzen als Erkenntnisgewinn bringt, eher nicht. Ob das Burmester-4D-Soundsystem (17 Lautsprecher, 1375 Euro) Sinn ergibt, bleibt wohl Sache der eigenen Präferenz. Die Vibrationsmotoren in den Sitzen haben wir jedoch nach einer Testminute ganz schnell abgeschaltet.

Hochwertig und edel: An der Qualität der E-Klasse gibt es nichts auszusetzen. Viele verfügbare Extras müssen allerdings gar nicht sein.
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Zu guter Letzt: Die (andere) Kamera, die den Fahrer im Blick behält, zählt zum Serienumfang und kann tatsächlich Mehrwerte bieten. So wird anhand des Gesichts das passende Fahrerprofil ausgewählt, anschließend etwa Sitze und Infotainment auf die gespeicherten Werte einstellt. Dazu wird immer der Spiegel verstellt, zu dem man schaut – ohne dass er per Knopfdruck angewählt werden müsste.
Alle optionalen Fahrerassistenzsysteme hat Mercedes im "Fahrerassistenzpaket Plus" (2540 Euro) gebündelt, das teilautonomes Fahren ermöglicht, aktiv in der Mitte der Fahrspur hält und auch im Stop-and-Go-Verkehr alles regelt. Serienmäßig sind bereits Ausstattungen wie Totwinkelwarner, Ausweichunterstützung und ein normaler adaptiver Tempomat.
Alle Styles und Ausstattungspakete sind für fast alle Antriebe erhältlich. Lediglich der allmächtige AMG E 53 ist – logisch – einzig und allein im sportlichen Trimm zu haben. Für die E-Klasse sind zudem reichlich Benziner, Diesel und Plug-in-Hybride im Angebot. Benziner und Diesel haben stets Mildhybridunterstützung. Ebenfalls bemerkenswert: Allrad ist optional für jede Version zu haben.

Große Auswahl: Für die E-Klasse hält Mercedes neun Motorisierungen bereit. Alle Benziner und Diesel haben Mildhybrid-Technik.
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Der Basisdiesel E 200 d stellt zumindest preislich die interessanteste Art dar, E-Klasse zu fahren. Ihn hat Mercedes erst Ende Oktober 2024 nachgereicht – wir vermuten, um die ambitioniert gewählten Basispreise dann doch wieder etwas nach unten zu korrigieren. Tatsächlich ist er über 5000 Euro günstiger als der etwas stärkere E 220 d, kann ebenfalls – wie alle E-Klassen – bis zu 2,1 Tonnen ziehen. Wer hier zuschlägt und lieber noch Geld in Komfort-Features steckt, kann sich eine gemütliche und verhältnismäßig fair eingepreiste Komfort-E-Klasse bauen.
Motorisierungen und Preise
Modell | E 200 (4Matic) AUTO BILD-Tipp für Wenigfahrer | E 450 4Matic | E 200 d | E 220 d (4Matic) | E 450 d 4Matic AUTO BILD-Tipp für Vielfahrer | E 300 e (4Matic) | E 300 de (4Matic) | E 400 e 4Matic | AMG E 53 AUTO BILD-Tipp für Sportfahrer |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Motor/Hubraum | R4, Turbo + MH/1999 cm³ | R6, Turbo + MH/2999 cm³ | R4, Turbo + MH/1993 cm³ | R4, Turbo + MH/1993 cm³ | R6, Turbo + MH/2989 cm³ | R4, Turbo + E-M./1999 cm³ | R4, Turbo + MH/1993 cm³ | R4, Turbo + MH/1993 cm³ | R6, Turbo + MH/2999 cm³ |
Getriebe | 9-Stufen-Automatik | 9-Stufen-Automatik | 9-Stufen-Automatik | 9-Stufen-Automatik | 9-Stufen-Automatik | 9-Stufen-Automatik | 9-Stufen-Automatik | 9-Stufen-Automatik | Speedshift- 9-Stufen-Automatik |
Leistung kW/PS | 150/204 + 17/23 | 280/381 + 17/23 | 120/163 + 17/23 | 145/197 | 270/367 + 17/23 | 150/204 + 95/129 | 230/313 | 185/252 + 95/129 | 230 (585) |
Drehmoment bei 1/min | 320 Nm | 500 Nm | 380 Nm | 440 Nm | 750 Nm | 550 Nm | 700 Nm | 650 Nm | 750 Nm |
Vmax | 240 (236) km/h | 250 (250) km/h | 222 km/h | 238 (234) km/h | 250 km/h | 236 (234) km/h | 235 (233) km/h | 250 km/h | 250 km/h |
0–100 km/h | 7,5 (7,6) s | 4,5 s | 8,5 s | 7,6 (7,8) s | 4,8 s | 6,4 (6,5) s | 6,4 (6,6) s | 5,3 s | 3,8 s |
Zuglast gebremst/ungebremst | 2100/750 kg | 2100/750 kg | 2100/750 kg | 2100/750 kg | 2100/750 kg | 2100/750 kg | 2100/750 kg | 2100/750 kg | 2100/750 kg |
Normverbrauch (WLTP)/100 km | 6,3 (6,8) l S | 7,5 l S | 4,7 l D | 4,7 l D | 5,9 l D | 2,0 l S + 14,6 kWh (2,4 l S + 15,5 kWh) | 1,5 l D + 14,6 kWh (2,4 l D + 15,5 kWh) | 2,4 l SP + 15,6 kWh | 2,9 l SP + 17,5 kWh |
Testverbrauch/100 km | - | 9,1 l Super | - | - (6,3) l Diesel | - | – | 3,8 l D + 9,8 kWh | 4,9 l SP + 9,7 kWh | 6,2 l SP + 10,8 kWh |
Tankgröße/Akkukapazität | 66 l/k. A. | 66 l/k. A. | 66 l/k. A. | 66 l/k. A. | 66 l | 50 l/19,53 kWh | 50 l/19,53 kWh | 50 l/19,53 kWh | 50 l/21,22 kWh |
Preise | |||||||||
Avantgarde | 61.999 (64.736) Euro | 82.574 Euro | 58.905 Euro | 64.320 (67.057) Euro | 86.263 Euro | 70.091 (72.828) Euro | 71.995 (74.732) Euro | 80.646 Euro | - |
Exclusive | 64.474 (67.211) Euro | 84.216 Euro | 61.380 Euro | 66.795 (68.699) Euro | 87.905 Euro | 71.733 (74.470) Euro | 73.637 (76.374) Euro | 82.294 Euro | - |
AMG Line | 67.854 Euro | 87.953 Euro | 64.760 Euro | 70.174 (72.376) Euro | 91.582 Euro | 74.875 (77.612) Euro | 76.779 (79.516) Euro | 85.436 Euro | 109.242 Euro |
Fazit | Schon die Basismotorisierung bringt wesentliche Fähigkeiten der größeren Aggregate mit: Volle 2,1 Tonnen Anhängelast sind möglich, eine 9-Stufen-Automatik verwaltet die Gänge, und eine Mildhybridunterstüt-zung hilft beim Sparen und in der Stadt. Allradantrieb ist optional für gut 2700 Euro Aufpreis zu haben. | Die sechs Zylinder in Reihe präsentieren sich kräftig genug für richtiges AMG-Feeling im Sport-Modus, das Fahrwerk punktet aber mit bedeutend besserem Komfort, wenn kein Radau gewünscht ist. Klar, dass für 381 PS ein Preis an der Zapfsäule fällig wird. Innerorts klettert der Verbrauch schnell über zehn Liter auf 100 Kilometer. | Die Basismotorisierung hat Mercedes erst Ende 2024 nachgereicht – wohl um die Preise etwas zu drücken. Wer sich auf einen kleinen Leistungsverlust einlässt, kann hier über 5000 Euro sparen. Gleicher Verbrauch wie beim E 220 d, der gleiche nagelige Sound. Auch hier gibt es schon die volle Anhängelast von 2,1 Tonnen. | Laut Mercedes der meistverkaufte Antrieb – 34 PS stärker als der E 200 d. Der Selbstzünder wirkt kräftig genug, aber schon recht nagelig. Der Allradler als All-Terrain verbrauchte im Test 6,3 Liter auf 100 Kilometer, lässt sich abseits der Autobahn aber durchaus auch sparsamer bewegen, wenn man es darauf ankommen lässt. | Konnten wir nicht fahren, dürfte aber der Traum eines jeden Außenhandelsvertreters sein. Die Zahlen sprechen jedenfalls für sich: 750 Newtonmeter Drehmoment, keine fünf Sekunden auf Tempo 100. Dass der Verbrauch sich laut WLTP unter sechs Litern bewegt, ist die Kirsche auf der Torte. Allrad ist hier serienmäßig. | Der kleinste Plug-in-Hybrid sollte leistungsmäßig bereits jeden zufriedenstellen. Nur wenn der Akku leer ist, wirkt der Benziner im Alleingang ein wenig angestrengt. Stark: Mercedes gibt eine elektrische Reichweite von bis zu 116 Kilometern an, 108 beim 4Matic. Wer will, steigt vom 11-kW-AC-Lader zu 55 kW auf, zahlt dafür 595 Euro und lädt denn Akku so in rund 30 Minuten wieder voll. | Für alle Langstreckenfahrer, die's auch elektrisch mögen. Beide Antriebe zusammen bieten satte 700 Newtonmeter. Klar, dass der Benz dadurch nicht leichter wird: 2245 kg wiegt der 4Matic, also noch mal 100 kg mehr als der 300 e mit Heckantrieb. | Im Grunde der überflüssigste Antrieb im Line-up, aber ohnehin nur für die Limousine bestellbar, nicht für den Kombi. Für die moderate Mehrleistung im Vergleich zum 300 e wird ein fetter Aufpreis fällig. Muss nicht sein. | Sauschnell, besonders wenn geladen, dazu mit allerlei Spielereien für die Rennstrecke. Schlussendlich wird dort aber kaum einer hinfahren. So bleibt der 2,4 Tonnen schwere Affalterbacher etwas für Fans. Erst mit optionalem "Dynamic Plus Paket" 612 PS. |
Die Lücke, die zu den potenten und wunderbar sonor säuselnden Sechsendern klafft, ist dann sowohl preislich als auch leistungsmäßig sehr groß. Besonders Interessenten mit eigener Wallbox zu Hause stoßen daher auf die breit aufgestellte Riege der Plug-in-Hybride. Alle kombinieren jeweils Vierzylinder-Motoren mit einem 19,53 Kilowattstunden großen Akku. So kommen ordentliche rein elektrische Reichweiten von bis zu 116 Kilometern zustande, sagt Mercedes. Bei vergangenen Tests herausgefahren haben wir um die 80 Kilometer.

Die Plug-in-Hybride haben einen 19,53-kWh-Akku. Der soll für bis zu 116 Kilometer Reichweite gut sein. Die schaffte er in Tests nicht ganz.
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Interessant: Der optionale DC-Ladeanschluss (595 Euro) ermöglicht auch Schnellladevorgänge mit bis zu 55 kW. Wer so lädt, braucht laut Hersteller keine 30 Minuten, bis der Akku voll ist. Mit den serienmäßigen 11 kW wären es wohl knapp zwei Stunden. Etwas unverständlich sind für uns die über 7000 Euro Aufpreis für den E 400 e 4Matic gegenüber dem nur geringfügig schwächeren und technisch ähnlichen E 300 e 4Matic. Den E 400 e gibt's nur als Limo.
AMG E 53 kann es auch elektrisch
Der AMG E 53 hat ebenfalls einen Stecker, sprengt auch beim Akku die Dimensionen der anderen. Mit rein elektrischen 101 Kilometern (Werksangabe) schafft er es aber trotzdem nicht ganz so weit. In dieser Leistungs- und Verbrauchsliga bekommt die Option, rein elektrisch zu fahren, dennoch einen neuen Wert. Wer vom Verbrenner mal in Ruhe gelassen werden möchte, schaltet ihn einfach ab.

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Gerade innerorts kann das auf die Dauer ein nicht zu unterschätzender Kostenvorteil werden. Grob überschlagen entsprechen 21 Kilowattstunden Strom auf 100 Kilometern (0,40 Euro/Kilowattstunde) 8,40 Euro, 12 Liter Super Plus (1,90 Euro/Liter) 22,80 Euro. Vielleicht isch, was nix koschd, ja manchmal doch was.
- Der Wenigfahrer gibt sich getrost mit einem E 200 zufrieden, der 204 PS leistet – plus Mildhybrid. Der Benziner zählt eher zur rauer laufenden Sorte, ist aber gut gedämmt. Extras wie Matrix-Licht, Lederpolster (oder Kunstleder) und Alufelgen lassen sich einzeln ordern. Allrad kostet knapp 2800 Euro, verbessert den Werterhalt leicht (1,57 Prozent). AUTO BILD-Empfehlung: E 200 4Matic (204 PS) ab 61.999 Euro.
- Der Vielfahrer hat die Qual der Wahl. Der kassenfreundliche E 200 d startet mit knapp 60.000 Euro sogar etwas günstiger als der kleine Benziner, der E 220 d bietet von allem etwas mehr. Dann wäre da ja auch noch der Diesel-Plug-in. Wer Laufkultur schätzt und ein ordentliches Budget hat, erfreut sich am bärigen E 450 d am meisten. AUTO BILD-Empfehlung: E 450 d 4Matic (367 PS) ab 86.263 Euro.
- Der sportliche Fahrer ist mit dem AMG natürlich grundsätzlich am besten beraten, wenn er einen ernsthaft dynamischen Anspruch hegt. Tut er das nicht, ist auch der 450er einen Blick wert. Auch er ist mit 381 PS kräftig genug, bietet den ansprechenderen Fahrwerkskomfort und einen zivileren Auftritt. AUTO BILD-Empfehlung: AMG E 53 4Matic (449 PS) ab 109.242 Euro.
Fazit
Ob als Limo oder T-Modell – der Stern wird seinem hohen technologischen Anspruch voll gerecht, fährt souverän und komfortabel. Investieren würden wir in alles, was die E-Klasse in den klassischen E-Klasse-Disziplinen noch besser macht. Bis auf den notorisch übermotorisierten AMG E 53 hat Mercedes auch die Antriebspalette ökologisch sinnvoll aufgestellt, für alle Fahrprofile ist was dabei. Gimmicks wie der optionale 3D-Tacho zeigen, was technisch möglich ist. Unbedingt notwendig sind sie nicht.
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