1. Du weißt: AMG-Schriftzüge gehören nicht auf 180er.

Auch wenn immer wieder Leute auf die Idee kommen, das AMG-Logo auf alles mit Stern zu kleben – es ist dann trotzdem kein AMG.

2. Deine Handbremse betätigst du mit dem Fuß.

Bevor die elektronische Feststellbremse sich verbeitete, war Mercedes einer der wenigen Hersteller, der eine Fußfeststellbremse in seine Autos baute. Betätigt wird sie über ein zusätzliches Pedal, das ganz links im Fußraum zu finden ist (bei Linkslenkern). Die Mechanik entspricht der einer regulären Handbremse.

3. Dein Wahlhebel für die Automatik ist am Lenkrad.

Wie bei alten amerikanischen Autos hat Mercedes den Wahlhebel für die Automatik seit 2010 wieder ans Lenkrad gebaut. Allerdings zunächst nur bei den Limousinen.

4. ... und deinen Scheibenwischer schaltest du am Blinkerhebel ein.

Andernfalls darfst du dich nicht wundern, wenn du bei Regen auf einmal rückwärts fährst (siehe Punkt 3).

5. Sacco-Bretter bekommst du nicht beim Schneider.

Sacco-Bretter heißen die Schutzleisten, die im Design der Stoßstangen um die Karosserie herumgeführt werden. Bei Mercedes-Modellen aus den 1980er und 1990er Jahren sind sie ein wichtiges Stilelement. Namensgeber ist der Designer Bruno Sacco.

6. Jeder hat es auf deinen Stern abgesehen.

Mercedes-Fahrer mit einem dreizackigen Stern auf der Motorhaube kennen die Angst, dass jemand auf die Idee kommt, ihn abzubrechen. Er symbolisiert übrigens drei Elemente: Wasser, Erde und Luft. Gottlieb Daimler wollte Motoren für Autos, Schiffe und Flugzeuge bauen.

7. Wenn du "Elch" hörst, lässt du die A-Klasse lieber stehen.

Der Elchtest, bei dem das Ausweichen vor einem plötzlich auftauchenden Hindernis simuliert wird, ist eng mit der Geschichte der A-Klasse verbunden. Als eine schwedische Zeitschrift diesen Test 1997 mit der neuen A-Klasse durchführte, kippte das Auto um und blieb auf dem Dach liegen. Für Mercedes-Fahrer hatte der Elchtest eine gute Seite: Seitdem baut Mercedes serienmäßig ESP ein – das war bis dahin nur der Luxusklasse vorbehalten.

8. Nicht jede E-Klasse ist beige.

Mercedes-Fahrer sind es gewohnt, dass Fans anderer Marken ihre Autos scherzhaft "Taxi" nennen, weil viele Taxen in Deutschland Daimler sind.

9. Deine Lieblingszahl ist 63.

Weil diese Bezeichnung die AMG-Modelle mit V8-Motor ziert. 63 steht nicht für 6,3 Liter Hubraum, denn ursprünglich steckte in den 63er-Modellen ein V8-Motor mit 6,208 Liter Hubraum. Inzwischen treibt die Autos ein Vierliter-V8 an – und sie heißen trotzdem weiter 63. Einzige Ausnahme ist der SLS AMG GT3, der tatsächlich von einem 6,3-Liter-Motor angetrieben wird.

10. Ein Evo ist nicht immer von Mitsubishi.

Dazu müssen wir ja wohl nichts weiter sagen. 190 E 2.5-16 Evolution – na, klingelt's?