Mercedes GLA 250 e im ersten Test

Mercedes GLA 250 e im ersten Test

Mercedes GLA 250 e: Test, Motor, Preis

Der GLA Hybrid macht richtig Spaß!

Daimler hat ein neues kleines SUV mit Stecker. AUTO BILD hat den Mercedes GLA 250 e schon gecheckt – als handgefertigtes Vorserienmodell!
Die trauen sich was bei Mercedes! Stellen uns ihren Prototyp des GLA 250 e hin, und im Tank sind noch geschätzte sieben Liter Super. Wir wollen jetzt kein Fass aufmachen von wegen geizige Schwaben und so. Nee, wir applaudieren. Mercedes hat ein kleines SUV mit Verbrenner und E-Motor und Stecker, und wir sind nicht liegen geblieben, sondern hatten Spaß.

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Ja, Hybrid macht Spaß! Und das sind die Zutaten dafür: Wie bei A- und B-Klasse nimmt Mercedes den 1,33-Liter-Vierzylinder-Benziner, flanscht anstatt des Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes von Getrag das eigene Achtgang-DCT an, weil das auf mehr Drehzahl ausgelegt ist. Das Ganze kombiniert Mercedes mit einer 75 kW starken E-Maschine und packt 15,6-kWh-Akkus unter die hintere Sitzreihe, da, wo beim Verbrenner der Tank sitzt. Apropos Tank: Statt 43 Liter im Normalausbau oder 51 gegen Aufpreis hat der Hybrid 35 Liter. Und weil Mercedes den Auspuff bereits in der Mitte enden lässt und den Endschalldämpfer in den Mitteltunnel gepackt hat, ist vor der Hinterachse auch noch Platz dafür. Der Vorteil dieser Ingenieurstüftelei: Vom Kofferraum muss nur das Fach unterm doppelten Ladeboden weichen, es gibt keinen Batteriebauch wie bei anderen Hybriden, der Ladeboden bei umgeklappten Rücksitzen ist weiterhin topfeben.

Mit 450 Nm Drehmoment geht es richtig nach vorne

Reichlich Antriebsschmalz: Der GLA 250 e sprintet aus dem Stand in 7,1 Sekunden auf Tempo 100.

Mit 1,61 Metern ist der neue GLA zehn Zentimeter höher als der Vorgänger, mit 4,41 Metern einen Zentimeter kürzer. Hat aber trotzdem drei Zentimeter beim Radstand zugelegt. Mehr Höhe, mehr Radstand – Sie wissen ja: Endlich kann man auch hinten unter menschenwürdigen Bedingungen sitzen! Wir nehmen vorn Platz, drücken den Startknopf – und hören: nichts! Die Batterie ist zu 99 Prozent geladen, die Reichweite steht bei 54 Kilometern. "Das ist auch realistisch", sagt Jochen Eck, Testchef für die kompakten Modelle bei Mercedes. Und du rollst eben lautlos an, weil der Hybrid immer im Comfort-Modus startet, also erst mal elektrisch losfährt. Übrigens auch an der Ampel bei Start-Stopp. Die kompakten Hybride haben keinen 12-Volt-Starter, also keinen Anlasser, sie werden von der E-Maschine wachgeküsst. Und wie! Der 1,3er ist ja mit 230 Nm Drehmoment eher nicht so temperamentvoll, aber in Verbindung mit dem E-Motor leistet die Fuhre 218 PS und geht mit 450 Nm nach vorn wie der Schwabe bei Freibier.

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Und nun müssen wir über noch eine Ingenieursleistung sprechen. Du merkst von alldem: NICHTS! Ist das jetzt nur der E-Motor, oder hat sich schon der Verbrenner in die Diskussion mit eingeschaltet? Bei normaler Fahrt stellst du dir diese Frage wirklich, so fein haben sie diese beiden Kraftquellen miteinander verschliffen. Erst bei Kickdown, wenn das Benzinmotörchen aufgeregt hochdreht, dann schreit dich der Vierzylinder an wie der Wecker mitten in der Nacht vor der Frühschicht.

Der Hybridantrieb bietet verschiedene Fahrmodi

Sehr gut integriert: Von der Zusammenarbeit zwischen E-Motor und Verbrenner merkt man nichts.

Und so hast du im Stecker-GLA gleich mehrfach die Wahl: entweder im Hybrid-Modus effizient fahren, im Sport-Programm die 450 Nm ausreizen, rein elektrisch bis 130 km/h unterwegs sein oder die elektrische Reichweite einfrieren, um dann ohne Abgase durch die Stadt zu tingeln. Obwohl wir noch einen Prototyp fahren, Mercedes erst im Herbst ausliefert, fühlt sich das schon sehr geschliffen an. Nur dieses Kitzeln im Fuß beim Bremsen müssen Eck und Kollegen noch abschaffen, elektrische und hydraulische Bremse besser aufeinander abstimmen. Ach ja, was kostet der Spaß? In etwa so viel wie ein GLA 250, der reine Verbrenner mit 224 PS steht mit 42.167,65 Euro in der Liste. Aber beim Plug-in-Hybrid geht ja noch der Umweltbonus ab, derzeit sind das 4500 Euro. Wetten, das wird noch mehr? Dann ist auch wieder eine Tankfüllung drin.
Fazit: Über 50 Kilometer elektrische Reichweite und mit 450 Nm Drehmoment ordentlich Bums – der 250 e ist der beste Typ im GLA-Programm, zumal noch ordentlich Umweltbonus abgeht. Auf den würde ich bis Herbst warten! AUTO BILD-Testnote: 2+
Technische Daten Mercedes GLA 250 e: • Motor: Vierzylinder, Turbo + E-Motor • Hubraum: 1332 ccm • Batteriekapazität: 15,6 kWh • Systemleistung: 160 kW (218 PS) • max. Drehmoment: 450 Nm • Antrieb: Vorderrad, Achtgang-Doppelkupplung • Länge/Breite/Höhe: 4410/1613/1834 mm • Leergewicht: 1775 kg • Kofferraum: 385-1385 l • 0–100 km/h: 7,1 s • Vmax: 220 km/h • Verbrauch: 1,3-1,7 l Super • Abgas CO2: g/km • Preis: 42.200 Euro

Mercedes GLA 250 e im ersten Test



*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

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