Mercedes und Land Rover: Vorschau
Neue SUVs mit Offroad-Optik

Der Mercedes GLG ist ein neues Modell im Kompaktformat, der Land Rover Defender die Evolution des Originals. Erste Bilder!
- Georg Kacher
Zurück in die Zukunft. Dieses Motto gilt für die Mercedes A-Klasse im nostalgischen G-Modell-Outfit ebenso wie für den Nachfolger des Land Rover Defender. Doch während Mercedes sich bereits für die neue A-Klasse als Partner des kompakten GLG entschieden hat, stecken die Engländer noch mitten in der Konzeptphase. Das Problem: Ein Freizeit-Landy nach Art der enthusiastisch aufgenommenen DC100-Designstudie kann sich eigentlich nicht mit einem unverwüstlichen Arbeitstier nach Art des betagten Defender die Plattform teilen. Teilen ist auch ein Thema bei den Schwaben, die für Infiniti (den Luxus- Ableger von Nissan, der mit dem Mercedes-Partner Renault liiert ist) ein Derivat des GLA-Crossover bauen sollen. Der GLA ist eine von zunächst fünf Versionen, die von der modularen Frontantriebs- Architektur MFA abgeleitet werden. Der GLG wäre die Nummer sechs – aber noch ist nicht sicher, ob der urige Viertürer im lässigen Déjà-vu-Design tatsächlich an die aktuelle Fahrzeuggeneration andocken darf. Sollten der Einmalaufwand zu hoch und die Restlaufzeit zu kurz sein, müsste uns Mercedes auf die 2018 anlaufende Nachfolgeserie vertrösten. Doch weil das vor Kurzem eröffnete Daimler-Werk in Ungarn noch ausbaufähig ist, stehen die Chancen für eine zeitnahe Einführung Anfang 2015 angeblich nicht schlecht.
Allrad-Pick-ups im Vergleichstest: Schwere Laster

Einen Quantensprung macht der neue Defender in Sachen passive und aktive Sicherheit.
Bild: Larson
Trotz der Offroad-Optik: Basis nur mit 4x2-Antrieb

Land Rover/Range Rover will künftig drei verschiedene Segmente bedienen: Luxus, Freizeit und Offroad.
Bild: Larson
Fahrzeuge der Spezialeinheiten: Neues Gerät für die Navy Seals
Range Rover stellt 2015 auch den RR Sport auf die neue Alu-Architektur (PLA), die rund 400 Kilo leichter baut. Der Evoque bleibt der Stahlbauweise treu (LR-MS), die aber nur mit hohem Aufwand für den Nachfolger des Discovery (kommt 2016) adaptiert werden kann. Der für 2015 avisierte Freelander 3 soll sich dagegen die Gene mit dem Evoque teilen. Der neue Defender wird aus heutiger Sicht in zwei verschiedenen Ausführungen auf den Markt kommen: als robuster, langlebiger und wartungsarmer Geländewagen sowie als kultig-cooles Freizeitfahrzeug mit deutlich besserem Komfort und durchaus sportlichem Handling. Beide Spielarten besitzen sechs oder acht Airbags, Servolenkung, ABS und ESP, wahlweise Schaltgetriebe oder Automatik, Vierzylinder-Diesel oder -Benziner sowie das volle Programm an Assistenzsystemen, Infotainment- Optionen und Ausstattungspaketen. Während im Lifestyle-Modell eine einfache Ausführung des Terrain Response mit nur drei Fahrprogrammen zum Einsatz kommen soll, kann die Variante für Offroad-Profi s fast nach Belieben aufgerüstet werden. Mercedes arbeitet bereits an einem Plug-in-Hybrid für GLG und GLA mit elektrifizierter Hinterachse und kompakter Lithium-Ionen- Batterie. Land Rover will die neue Sauber-und-Spar-Technik dagegen zunächst im Range und im Range Rover Sport einführen. Erst danach sollen auch die kleineren Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ausgerüstet werden – hier wie dort frei nach dem Motto: moderner Inhalt in klassischer Verpackung.
Service-Links