Aus Daimler wird wieder Mercedes, zumindest bei den Pkw. Wie am 3. Februar 2021 bekanntgegeben wurde, teilen die Schwaben den Konzern in zwei Geschäftsbereiche auf und trennen die Pkw von der Lkw-Sparte. Die klare Abgrenzung soll den unterschiedlichen Bereichen mehr Flexibilität und Unabhängigkeit verleihen, gleichzeitig schickt Daimler den Lkw-Bereich in Zukunft an die Börse. Bereits 2021 soll die Transformation abgeschlossen sein. Dann werden aus dem Daimler-Konzern mit drei Geschäftsbereichen zwei eigenständige Unternehmen.

Klare Trennung zwischen Pkw und Lkw

Künftig wird es beim schwäbischen Autobauer eine strikte Trennung zwischen Lkw und Bussen sowie Pkw und Vans geben. Zeitgleich nennt sich der Konzern seine Pkw-Sparte um und wechselt den Namen zurück zur symbolträchtigen Mercedes-Benz AG. Bereits jetzt ist Daimler Trucks einer der größten Lastwagenbauer der Welt. 2019 wurden weltweit etwa eine halbe Million Lkw und Busse unter dem Dach der Schwaben verkauft. Sieben Marken hält der Konzern, darunter die Langhaubermarke Freightliner in den USA und die Reisebus-Firma Setra in Deutschland.

Auch VW hat die Lkw ausgegliedert

Auch andere Automobilhersteller trennten schon vor einiger Zeit von ihrem Lkw- vom Pkw-Geschäft ab. VW hält zwar beispielsweise noch einen beachtlichen Teil der Aktien an der Lkw-Sparte "Traton", zu der auch MAN und Scania gehören, deutlich abgekoppelt von Volkswagen ist der Bereich aber trotzdem. Auch in anderen Bereichen der deutschen Wirtschaft ist der Schritt nicht unüblich, gewisse Unternehmensteile deutlich zu trennen. So kapselte sich Siemens vom Energiebereich "Siemens Energy" ab, behielt aber einen Teil der Aktien. Ein Schritt, der sich also nicht nur im Bereich der Mobilität lohnen kann. Wie sich in Zukunft die Mercedes-Benz AG und die Daimler Truck AG entwickeln werden, bleibt allerdings abzuwarten. Die Daimler-Aktie schoss aber nach der Ankündigung bis zum Handelsschluss auf 64,56 Euro. Das ist ein Plus von rund neun Prozent.