Mit KI: neue Bremse von Brembo und Michelin
Ist das die Bremse der Zukunft?

Bild: Michelin
Mit KI und Livedaten
Das System von Brembo heißt "Sensify". Das Herzstück ist eine digitale Steuerungseinheit. Die soll auf Basis von Sensoren, künstlicher Intelligenz und Algorithmen die perfekte Verzögerung berechnen – für jedes einzelne Rad!
Und hier kommt Michelin ins Spiel. Der Reifenhersteller liefert verschiedene Echtzeitdaten. Verschleiß, Belastung, Temperatur und Haftung der Reifen werden gemessen und an das Bremssystem gemeldet. Das kann dann wiederum die Bremsleistung anpassen.
Bis zu vier Meter kürzerer Bremsweg
Noch ist das System in der Testphase, aber die ersten Ergebnisse klingen sehr vielversprechend. Bis zu vier Meter kürzer soll der Bremsweg mit ABS damit in den Versuchen ausgefallen sein.
Doch nicht nur bei Vollbremsungen gibt es Verbesserungen. Das intelligente Bremssystem soll zudem schneller reagieren, mehr Traktion und Seitenstabilität bieten – und auch noch nachhaltig sein: Weniger Reifenverschleiß und ein reduzierter Kraftstoffverbrauch, weil die Bremsbeläge nicht an der Scheibe anliegen müssen, zählten zu den Vorteilen. (Ratgeber: Bremsscheiben und -beläge wechseln)
Komplett ohne Hydraulik geht es aber bislang nur bei Kleinwagen. Dann sind die Bremszangen an allen vier Rädern elektrisch. Für schwerere Autos haben die Stellmotoren des Systems noch nicht genügend Kraft. Hier können nur die Hinterräder mit vollelektrischen Bremsen ausgestattet werden. Die vorderen Räder werden weiterhin herkömmlich hydraulisch gestoppt – aber das System wird elektrisch angesteuert.
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