Der Prospekt zum Eclipse Cross verspricht gleich auf der ersten Seite Dynamik, Stil und Komfort. Diese Versprechungen löst der Mitsubishi nicht ganz, aber doch in großen Teilen ein. Zum Thema Dynamik: Die Japaner bieten den Eclipse Cross, der seit Anfang 2018 bei den Händlern steht, mit einem einzigen, dafür brandneuen, Benziner an; ein Diesel folgt im Lauf des Jahres. 163 PS und 250 Nm aus 1,5 Liter Hubraum treffen auf mindestens 1507 Kilo, das spricht auf dem Papier nicht eben für beeindruckende Dynamik, doch in der Praxis macht der Eclipse seine Sache gar nicht übel. Kurz nach dem Antritt schwächelt der Turbo-Vierzylinder ein wenig, danach drückt er aber ordentlich. Die Achtstufen-Automatik agiert bei entspannter Autobahnfahrt unauffällig, zwingt den Motor unter Volllast aber unnötig lange zu hohen Drehzahlen. Im Stadtverkehr gibt's dagegen nichts zu meckern. Keine Überraschung: Angegeben sind 6,6 Liter auf 100 Kilometern, der Bordcomputer weist aber fast durchweg zehn Liter aus.
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Mitsubishi Eclipse Cross Eclipse Cross Top LuxuryPaket 87kWh ACC/360/SHZG
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Mitsubishi Eclipse Cross EV Diamant Top 87kWh ACC PDC SHZ
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Mitsubishi Eclipse Cross Top, Luxury-Paket 87 kWh (22kW)''NEUES MODELL''
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Mitsubishi Eclipse Cross Diamant TOP 87 kWh
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Die Anlehnung an den Outlander schafft Wiedererkennungswert

Mitsubishi Eclipse Cross
Gefällt: Die Frontpartie des Eclipse Cross wirkt bullig, modern und zeigt Ähnlichkeiten zum Outlander.
Bild: Ronald Sassen
Zum Thema Stil: Die Japaner beweisen Mut mit dem Design des Eclipse Cross, schließlich soll er der Marke zu neuem Schwung verhelfen. SUV-Coupés sind derzeit eben angesagt ... Die ungewöhnliche Heckgestaltung des Mitsubishi zieht in jedem Fall die Blicke auf sich. Dazu ein netter Kniff: Den Scheibenwischer haben die Japaner unter dem Spoiler versteckt, das sorgt für eine saubere Optik. Die Front hingegen geht einen konventionelleren Weg. Die Anlehnung an den Outlander, der auch die Plattform spendet, ist eine gelungene Sache und schafft damit Wiedererkennungswert für die Marke. An dieser Stelle noch ein Wort zur Verarbeitung. Auf den ersten Blick macht der Eclipse Cross einen guten Eindruck. Die Materialauswahl wirkt gelungen, und auch die Verarbeitung ist ordentlich, wenngleich nicht perfekt. So knarzt es beim Kontakt mit Seitenverkleidung und Mittelkonsole schon mal deutlich, und das quietschende Leder im Fond, verursacht durch aneinander reibende Sitzflächen, kann durchaus nerven.
Überblick: Alles zum  Mitsubishi Eclipse Cross

Über Platzmangel kann sich niemand an Bord beschweren

Mitsubishi Eclipse Cross
Angenehmes Reisen: Bei geneigter Rückenlehne sitzen auch Passagiere über 1,95-Meter bequem.
Bild: Ronald Sassen
Keinen Anlass zur Kritik geben Ergonomie und Haptik. Die Anordnung aller Tasten und Schalter folgt einem logischen Prinzip, die Bedienung erschließt sich umgehend. Ein Extra, das wir schnell schätzen gelernt haben, ist die leider nur in den Linien Intro Edition (7000 Euro) und Top (9000 Euro) erhältliche 360-Grad-Kamera. Die Taste zur Aktivierung sitzt in der linken Lenkradspeiche und ermöglicht so flottes und sauberes Einparken, ohne die Alus zu ramponieren. Zum Thema Komfort: Über Platzmangel können sich weder die Vornsitzenden noch die Mitreisenden im Fond beschweren. Die Sitze in der ersten Reihe bieten ordentlichen Langstreckenkomfort, die Rücksitze lassen sich getrennt um gute 20 Zentimeter in der Länge verschieben, die Lehnen sind individuell einstellbar. Dank der relativ spät abfallenden Dachlinie genießen auch Passagiere über 1,95 Meter noch komfortabel viel Kopffreiheit, ohne sich dies mit einer unbequem niedrigen Sitzhöhe zu erkaufen.

Nur wenig Auswahl bei den Optionen

Mitsubishi Eclipse Cross
Die bequemen Ledersitze mit farblich abgesetzten Nähten gibt es nicht als Extra, sondern nur in der Linie Top.
Bild: Ronald Sassen
Um die optionalen Extras des Eclipse Cross aufzulisten, bedarf es nicht vieler Zeilen; Mitsubishi bietet lediglich vier Positionen an. Das sind eine Metalliclackierung für 590 Euro, eine Premium-Metalliclackierung für 890 Euro sowie ein Panorama-Glasschiebedach für 1000 Euro. Das gibt es aber nur in der höchsten Ausstattungslinie Top und erfüllt bei genauer Betrachtung nicht das "Panorama"-Kriterium, denn es ist durch einen breiten Steg unterteilt. Viertes und letztes Extra: das mit 400 Euro fair kalkulierte, aber optisch nicht mehr zeitgemäße und wenig intuitive Navigationssystem mit Sieben-Zoll-Touchscreen. Da stellt sich die Frage, warum das Navi nicht im deutlich moderneren und ab der Linie Plus serienmäßigen Display mit Touchscreen, ebenfalls mit sieben Zoll, untergebracht ist. Das hat zwar keine Navigation, kommt dafür aber mit Apple CarPlay sowie Android Auto, und heute kann fast jedes Smartphone durch Europa navigieren. Unsere Empfehlung: das serienmäßige Display. Sie bekommen die frischere Optik ins Cockpit und sparen 400 Euro.Bei den Assistenzsystemen und anderen Annehmlichkeiten bietet Mitsubishi keine Möglichkeit zur Auswahl. In der Basis finden Sie ein Auffahrwarnsystem mit Fußgängererkennung und Notbremsassistent, eine Berganfahrhilfe sowie einen Fernlicht- und Spurhalteassistenten. Das Head-up-Display, den Totwinkelassistent, die beheizbare Frontscheibe oder die 360-Grad-Kamera sind wieder nur für die Intro Edition und für Top erhältlich, wie auch die Einparkhilfe vorn und hinten. Wir raten zur Intro Edition. Sie verzichten dann zwar auf die Ledersitze, das optionale Navigationssystem (400 Euro) und das Schiebedach (1000 Euro) sowie auf das Soundsystem und den adaptiven Tempomaten, bekommen aber für knapp 29.000 Euro ein rundum gut ausgestattetes SUV-Coupé.

Fazit

von Christoph Richter
Der Eclipse Cross hat seine Qualitäten, keine Frage. Materialien und Verarbeitung sind deutlich besser als bei ASX oder Outlander, der Verbrauch liegt in Verbindung mit dem CVT-Getriebe aber eine Spur zu hoch. Dazu wäre mehr Freiheit bei der Auswahl von Extras wünschenswert. Nur vier Optionen, dazu zwei nur in der höchsten Linie, das ist zu wenig.