Erschreckende Zahlen für die NASCAR: 2016 musste Amerikas populärste Rennserie große Zuschauerverluste verkraften. 22 der 29 Trockenrennen zeigten einen Zuschauerschwund im Fernsehen auf, 15 davon im zweistelligen Prozentbereich. Doch das Interesse an der NASCAR bleibt groß. David Higdon, NASCAR-Marketingdirektor, sagt: „Es gibt gesteigertes Interesse an der NASCAR. Wir setzen unsere Gespräche mit mehreren Automobilkonzernen fort.“
Einer der Interessenten – neben Chevrolet, Toyota und Ford – ist Dodge. 2012 traten die US-Amerikaner ab, mit Brad Keselowski und dem Penske-Team als Titelträger. Bei der Ferrari-Saisonabschlussfeier in Daytona machte Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne den NASCAR-Fans Hoffnung: „Ich habe erst vergangenen Abend mit dem NASCAR-Chef Jim France gesprochen.“
Autorennen
Sergio Marchionne macht Hoffnung
Marchionne geht ins Detail: „Wir waren 2009 in der Insolvenz. Während ich versuchte, die Rechnungen und Gehälter zu bezahlen, wäre es nicht angemessen gewesen, gleichzeitig in der NASCAR zu fahren. Aber jetzt ist die Situation anders. Ich denke, wir werden zurückkehren, wenn es möglich ist. Wir müssen den richtigen Weg für eine Rückkehr finden.“
Allerdings: Marchionne ist bekannt für große Worte, um für seine Marken an der Werbetrommel zu rühren. Zu Beginn der Saison stellte er eine große Rückkehr von Alfa Romeo im Rennsport in Aussicht, sogar die Formel 1 hielt er für denkbar. Allein: Passiert ist bisher nichts.
Andere Hersteller, die mit einem NASCAR-Einstieg in Verbindung gebracht werden, kommen aus Asien: Honda, Hyundai und Nissan werden Interesse an der Stockcar-Serie nachgesagt. Die erfolgreichsten NASCAR-Hersteller gemessen an Titeln sind Chevrolet (39), Ford (15) und Hudson (3).