Neuer Mitsubishi Pajero
Der Pajero kehrt zurück – und bleibt ein echter Geländewagen!

Fünf Jahre nach dem Aus kehrt der Mitsubishi Pajero zurück. Leiterrahmen, Diesel und Allrad bleiben, Europa steht aber noch nicht auf dem Plan.
Bild: Mitsubishi Motors
Der Name Pajero genießt unter Offroad-Fans fast Kultstatus. Über vier Generationen verkaufte Mitsubishi weltweit mehr als 3,2 Millionen Exemplare, ehe die Baureihe 2021 endgültig auslief. Jetzt feiern die Japaner das Comeback ihres einstigen Flaggschiffs.
Und die gute Nachricht für Puristen: Der neue Pajero bleibt ein echter Geländewagen – mit Leiterrahmen, Diesel und Allrad. Allerdings gibt es für deutsche Fans zunächst einen Haken.
Während viele Hersteller klassische Geländewagen längst durch komfortorientierte SUV ersetzt haben, geht Mitsubishi einen anderen Weg. Der neue Pajero basiert auf einer robusten Leiterrahmen-Konstruktion und nutzt zahlreiche technische Komponenten des aktuellen Triton-Pick-ups (auch als L200 bekannt).

Am Heck zitiert der neue Pajero seine Vorgänger mit markanten Formen und klassischen Offroad-Proportionen.
Bild: Mitsubishi Motors
Das Fahrwerk kombiniert vorne Doppelquerlenker mit einer Einzelradaufhängung, hinten arbeitet eine neu entwickelte Starrachse. Zusammen mit dem bekannten Super-Select-Allradsystem inklusive Geländeuntersetzung soll der Pajero dort glänzen, wo viele moderne SUV kapitulieren.
Mit knapp 4,92 Metern Länge bewegt sich der Mitsubishi zudem in der Liga von Toyota Land Cruiser, Ford Everest oder Nissan Patrol. Die Bodenfreiheit von 230 Millimetern sowie großzügige Böschungswinkel unterstreichen den Offroad-Anspruch.
Diesel-Power für die große Reise
Unter der Haube arbeitet ein neu entwickelter 2,4-Liter-Turbodiesel. Mitsubishi nennt aktuell ein maximales Drehmoment von 480 Newtonmetern, kombiniert mit einer neuen Achtgang-Automatik. Die genaue Leistungsangabe hielten die Japaner bei der Vorstellung zunächst noch zurück.
Bereits im Vorfeld war spekuliert worden, dass der bekannte 2,4-Liter-Diesel aus dem Triton als Basis dienen könnte. Zudem wurden verschiedene Hybrid-Varianten diskutiert. Bislang hat Mitsubishi ausschließlich den neuen Dieselmotor bestätigt.

Genau hier fühlt sich der neue Pajero zu Hause: Mit Leiterrahmen, Untersetzung und Allrad soll er auch in der Neuauflage zu den echten Geländewagen zählen.
Bild: Mitsubishi Motors
Moderne Technik statt Abenteuer-Romantik
Auch wenn der neue Pajero äußerlich bewusst an seine Vorgänger erinnert, ist er technisch auf der Höhe der Zeit. Im Cockpit dominieren zwei jeweils 14,3 Zoll große Displays. Besonders interessant für Offroad-Fans: Das bekannte "Multi-Meter" früherer Pajero-Generationen kehrt in digitaler Form zurück und zeigt unter anderem Kompass, Höhe sowie Nick- und Wankwinkel an. Dazu kommen sieben Fahrprogramme für unterschiedliche Untergründe, ein Kamerasystem mit Blick unter die Fahrzeugfront sowie zahlreiche Assistenzsysteme. Selbst ein Yamaha-Soundsystem steht auf der Optionsliste.

Tradition trifft Moderne: Im Cockpit dominieren große Displays, während das digitale Multi-Meter an frühere Pajero-Generationen erinnert.
Bild: Mitsubishi Motors
Kommt der Pajero nach Deutschland?
Doch es gibt einen Haken: Mitsubishi startet die Auslieferung des Pajero zunächst in Thailand, anschließend sollen Japan und Australien folgen. Ab dem Geschäftsjahr 2027 ist die Einführung in rund 100 Ländern geplant. Europa wird in den offiziellen Ankündigungen bislang allerdings nicht erwähnt.
Der Grund dürfte vor allem in den strengen europäischen Emissionsvorschriften liegen. Ein großer Geländewagen mit klassischem Dieselmotor passt derzeit nur bedingt in die hiesige Regulierungslandschaft. Entsprechend hält sich Mitsubishi mit Aussagen zu einer Europa-Version noch zurück.
Service-Links












