Dort sein, wo der Trend hingeht. So formuliert Nissan sein eigenes Credo. Mit dem Leaf zeigten die Japaner – trotz einiger Schwächen – ihre innovative Kompetenz in Sachen Elektroauto. Jetzt soll der Nissan Pathfinder Hybrid Maßstäbe in Sachen gemischter Antrieb setzen. Auf der Messe in New York wurde das Familien-SUV mit Doppelherz präsentiert. Es vereint einen 2,5-Liter-Verbrennungsmotor mit einem 15 kW starken E-Antrieb über ein modernes CVT-Getriebe zu einer Einheit mit 253 PS Systemleistung. Der Verbrauch des modernen "Pfadfinders" soll dadurch auf etwas mehr als neun Liter kombiniert sinken – im Vergleich zu offiziell 11,2 Litern beim Bruder mit 3,5-Liter-V6-Verbrennungsmotor. Die Reichweite mit einer Tankfüllung wächst laut Nissan auf bis zu 850 Kilometer.
Nissan Pathfinder Hybrid 2014
Ein 75-Liter-Tank und das Lithium-Ionen-Batteriepaket sorgen beim Pathfinder Hybrid für eine Reichweite von fast 850 Kilometern.
Bild: Werk
Der Pathfinder der vierten Generation wurde erst vor gut einem Jahr auf der Detroit Auto Show 2012 vorgestellt. Kein Wunder also, dass sich das neue Design beim Pathfinder Hybrid nicht noch mal weiter entwickelt hat. Charakteristisch bleiben die für SUV-Verhältnisse aerodynamische Form und der kompakte Kühlergrill, einzig ausgeprägtere LED-Rückleuchten sind neu. Da der Lithium-Ionen-Akku beim Hybrid platzsparend unter der dritten Sitzreihe lagert, bleiben neben der Optik auch Funktionalität und Raumverhältnisse nahezu gleich. Auch der Preis für den Allradler unterscheidet sich unüblich wenig vom Normalo-Bruder (ab 28.650 Dollar/ca. 22.300 Euro). Nur 3000 Dollar mehr muss der amerikanische Kunde vermutlich investieren, wenn er ab Spätsommer die Spar-Variante erstehen will.
Ob und wann der Nissan Pathfinder Hybrid nach Deutschland kommt, ist noch unklar. Wer trotzdem ein Dickschiff mit grünem Mäntelchen braucht, kann auf Cayenne, Touareg oder Lexus RX 450h zurückgreifen. So ganz ist Nissan also doch nicht dem Trend voraus.