Opel Astra OPC X-Treme (2001): Prototyp, Einzelstück, DTM, V8
Das ist der extremste Astra, den Opel jemals gebaut hat!
Opel Astra OPC X-Treme
So extrem kann Opel: Der Astra X-Treme ist nur unwesentlich softer als ein DTM-Renner und sollte 2001 zeigen, was OPC kann. Für AUTO BILD wird er aus der Garage geholt!
Selten passt ein Name so perfekt zum Fahrzeug, wie es beim Astra X-Treme der Fall ist. 2001 zeigte Opel OPC die Studie auf dem Genfer Autosalon und wollte damit demonstrieren, wozu die Marke fähig ist, wenn sie wirklich will. Mindestens zehn Vorbestellungen soll es gegeben haben, eine Kleinstserie zum Preis siebenstelliger DM-Beträge war geplant – pro Stück. Am Ende blieb es bei diesem einen Prototypen. Der war bis vor Kurzem Teil einer Rennwagensammlung, bis Opel Klassik ihn schließlich zurückkaufte. Für AUTO BILD wird der extreme Astra heute aus der Garage gerollt!Obwohl der Astra G durchschimmert, basiert der Renner nicht auf dem Serien-Coupé. Basis ist vielmehr der DTM-Rennwagen aus der Saison 2000, inklusive Chassis und Antriebsstrang. Vorne lauert ein Vierliter-V8, der seine Ursprünge in der Northstar-Familie von Cadillac hat.
Vierliter-V8 mit 444 PS
Der Astra X-Treme ist aus jeder Perspektive schlicht überirdisch. Die Flügeltüren machen den Auftritt perfekt.
Bild: AUTO BILD / Christian Bittmann
Das Verdichtungsverhältnis sank von 13 auf 12:1, statt 462 PS liegen im "Straßen"-Astra noch 444 PS an. Dafür fallen statt 510 ganze 530 Nm Drehmoment über die Hinterachse her. Dort sitzt das unsynchronisierte, sequenzielle Sechsganggetriebe. Die einzigen tiefgreifenden Änderungen betrafen die Auspuffanlage mit Schalldämpfern und die Carbon-Bremsanlage mit Sechskolbensätteln vorne, die hinter Zentralverschlussrädern stecken. Verpackt ist alles in einer Carbon-Karosserie, die der des DTM-Renners bis auf die kleinste Faser gleicht. Brutale Kotflügelverbreiterungen, Kunststoffscheiben, riesiger verstellbarer Heckflügel, Tankdeckel mit Rennverschluss – alles da. Die Fahrleistungen: ca. 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und etwa 330 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Der Motor sitzt mit im Cockpit
Ellenlanges Armaturenbrett: Auf der Beifahrerseite sitzt der Einfüllstutzen fürs Motoröl.
Bild: AUTO BILD / Christian Bittmann
Rennmäßig ist auch das Gefühl im Innenraum. Alcantara, gebürstetes Aluminium und der lackierte Überrollkäfig dominieren das Cockpit. Die Sitzposition ist wahnsinnig tief und enorm weit hinten, der Kopf befindet sich auf Höhe der B-Säule. Grund dafür ist der Motor, der zur Hälfte in den Innenraum ragt. Top für die Rennstrecke, für den Alltag ein echtes Killerkriterium. Engste Vollschalensitze mit Hosenträgergurten lassen den beiden Insassen nicht einen Hauch Bewegungsfreiheit. Das aufrecht stehende Lenkrad aus dem Opel Speedster und der Lenkstockhebel sind die einzigen Teile aus der Großserie, alles andere ist maßgeschneidert. Der Fahrer blickt auf einen Digitaltacho, in der Mittelkonsole sitzen Drehknöpfe, Schalter und Warnlampen. Mit im Cockpit befinden sich auch ein Feuerlöscher und der Einfüllstutzen fürs Motoröl – charmant! Fahrhilfen gibt es übrigens nicht.
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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Leider dürfen wir den Über-Astra heute nur im Stillstand bewundern. Fahren wäre prinzipiell zwar möglich, allerdings bräuchte es dafür erst mal einen Windows-95-Computer, um alle Systeme zu starten. Hinzu kommt, dass das Auto enorm lange gestanden hat. Der finanzielle Aufwand läge bei etwa 2000 Euro, bloß, um den Motor zum Laufen zu bringen. Schade. Immerhin: Vor 18 Jahren durfte AUTO BILD den Astra X-Treme tatsächlich fahren. Wie sich das angefühlt hat, lesen Sie hier!
Bildergalerie
Opel Astra OPC X-Treme
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Obwohl der Astra G durchschimmert, basiert der OPC X-Treme nicht auf dem Serien-Coupé. Basis ist vielmehr der DTM-Rennwagen aus der Saison 2000, inklusive Chassis ...
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... und Antriebsstrang. Vorne lauert ein Vierliter-V8, der seine Ursprünge in der Northstar-Familie von Cadillac hat. Das Verdichtungsverhältnis sank von 13 auf 12:1, statt 462 PS ...
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... sequenzielle Sechsganggetriebe. Die einzigen tiefgreifenden Änderungen betrafen die Auspuffanlage mit Schalldämpfern und die Carbon-Bremsanlage mit Sechskolbensätteln vorne, die hinter Zentralverschlussrädern stecken. Verpackt ist alles ...
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... in einer Carbon-Karosserie, die der des DTM-Renners bis auf die kleinste Faser gleicht. Brutale Kotflügelverbreiterungen, Kunststoffscheiben, riesiger verstellbarer Heckflügel, Tankdeckel mit Rennverschluss – alles da.
Bild: AUTO BILD / Christian Bittmann
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Die Fahrleistungen: ca. 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und etwa 330 km/h Höchstgeschwindigkeit. Rennmäßig ist auch das Gefühl im Innenraum. Alcantara, gebürstetes Aluminium und der lackierte Überrollkäfig dominieren das Cockpit. Die Sitzposition ist wahnsinnig tief ...
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... und enorm weit hinten, der Kopf befindet sich auf Höhe der B-Säule. Grund dafür ist der Motor, der zur Hälfte in den Innenraum ragt. Top für die Rennstrecke, für den Alltag wäre das ein echtes Killerkriterium. Engste Vollschalensitze ...
Bild: AUTO BILD / Christian Bittmann
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... mit Hosenträgergurten lassen den beiden Insassen nicht einen Hauch Bewegungsfreiheit. Das aufrecht stehende Lenkrad aus dem Opel Speedster und der Lenkstockhebel sind die einzigen Teile aus der Großserie, alles andere ...
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... ist maßgeschneidert. Der Fahrer blickt auf einen Digitaltacho, in der Mittelkonsole sitzen Drehknöpfe, Schalter und Warnlampen. Mit im Cockpit befinden sich auch ein Feuerlöscher und der Einfüllstutzen fürs Motoröl – charmant! Fahrhilfen ...
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... gibt es übrigens nicht. Leider dürfen wir den Über-Astra heute nur im Stillstand bewundern. Fahren wäre prinzipiell zwar möglich, allerdings bräuchte es dafür ...
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... zuerst mal einen Windows-95-Computer, um alle Systeme zu starten. Hinzu kommt, dass das Auto enorm lange gestanden hat. Der finanzielle Aufwand ...
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... läge bei etwa 2000 Euro, bloß, um den Motor zum Laufen zu bringen. Schade. Immerhin: Vor 18 Jahren durfte AUTO BILD den X-Treme tatsächlich fahren. Wie sich das angefühlt hat, lesen Sie hier!