Opel: Restwertprognose
Wie entwickelt sich der Wert der einzelnen Opel-Modelle?

Je begehrter ein Auto, desto besser ist sein Werterhalt. Welche Modelle Verlust bringen, welche stabil sind, erklären einmal im Monat die Experten von Schwacke. Opel ringt um Identität, der Wertverlust ist beträchtlich.
Bild: Tomas Hirschberger / AUTO BILD
Wie viel Opel steckt in Opel? Nach Jahren unter General Motors, geprägt von fehlender Innovationskraft, folgte 2017 die Übernahme durch PSA. Die Integration in Stellantis brachte zwar Kostendisziplin, aber auch eine Abkehr von eigenständiger Entwicklung. Corsa, Astra und Co teilen sich Technik mit Peugeot und Citroën – für manche Kunden ein Identitätsverlust.
Das Traditionsunternehmen ringt um Relevanz. Von den einst 40.000 Opel-Beschäftigten am Stammsitz Rüsselsheim blieben weniger als 10.000 übrig. Die Umgestaltung der Firmenzentrale zum "Green Campus" soll Raum für Arbeit, Forschung und Innovationen schaffen und Opel den Weg in die Zukunft ebnen.
Hoffnungsvoll stimmt, dass es nach Jahren mit sinkenden Verkäufen 2024 ein leichtes Plus gab, der Marktanteil in Deutschland stieg auf 5,2 Prozent – was allerdings weit entfernt ist von den großen Erfolgen der 1980er, als Opel zeitweise Marktführer war.
Aktuell hat Opel seine ambitionierten Elektropläne gekippt und will Verbrenner nun deutlich länger bauen, statt wie angekündigt ab 2028 in Europa nur noch batterieelektrische Autos anzubieten. Die E-Versionen von Corsa und Astra verkaufen sich zwar solide, sind aber ohne echte Alleinstellungsmerkmale. Opel begründet die Rückkehr zur "Multi Energy"- Strategie mit der aktuellen Kundennachfrage und Marktlage.

Der Opel Frontera gilt nach Prognose mit 49,0 Prozent noch am wertstabilsten.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Die schwachen Jahre auf dem Neuwagenmarkt wirken bei der Restwertentwicklung nach. Einzig der originelle, aufs Wesentliche reduzierte Frontera (ab 24.190 Euro) erzielt mit 49 Prozent im Schnitt einen soliden Prognosewert nach drei Jahren – wobei die Verbrenner besser performen als die Elektroversionen. Ähnlich verhält es sich beim Combo und beim Zafira. Der Grandland hat starke Konkurrenz in seinem Segment und erzielt ernüchternde 42,7 Prozent. Die anderen Opel-Modelle liegen mit Werten um 40 Prozent deutlich schlechter als viele Mitbewerber.
Restwertprognose nach 36 Monaten (20.000 KM/Jahr)*
- Opel Frontera 49,0 Prozent
- Opel Combo 45,2 Prozent
- Opel Zafira 44,4 Prozent
- Opel Grandland 42,7 Prozent
- Opel Corsa 40,9 Prozent
- Opel Mokka 40,6 Prozent
- Opel Astra 39,6 Prozent
*Händlerverkaufspreis (Händler an privat, B2C)
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