Rallye-Weltmeisterschaft 2009
Rallye-WM auf Sparflamme

Die FIA hat die Rallye Weltmeisterschaft auf Diät gesetzt, aber trotz des heftigen Tritts auf die Kostenbremse ist die WM-Saison 2009 nur eine Rallye-Spar-Version. Nur zwei Teams wollen den Hersteller-Titel.
- Sven-Jörg Buslau
Nur noch zwölf statt fünzehn WM-Läufe, nur noch zwei Bewerber um den Marken-Titel und nur neun (J-WRC) beziehungsweise 19 (P-WRC) Fahrer in den weiteren Klassen der Rallye-Weltmeisterschaft. Die Saison 2009 ist in jeder Hinsicht eine Kurzfassung. Der klassische Saison-Auftakt, die Rallye Monte Carlo, ist im Rennkalender 2009 ebenso auf der Verlustliste wie die Rallye Deutschland. Das Rotationsprinzip der FIA hat Opfer gefordert. Und in dem 90-seitigen Regelwerk für die Saison 2009 finden sich weitere erhebliche Zwangseinsparungen. Motoren, Chassis, Getriebe und wesentliche Ersatzteile müssen häufiger eingesetzt werden. Die Service-Teams dürfen nur noch aus vier, bisher sechs, Mann bestehen. Und sogar bei den Sicherheits-Teams, die die Strecken vor jeder Prüfung abfahren dürfen um eventuelle Gefahren an die Fahrer zu melden, wird gespart: jede Mannschaft darf nur noch ein ein Fahrzeug statt der bisher üblichen zwei vorab über die Piste schicken. Trotz aller Sparmaßnahmen haben sich mit Subaru und Suzuki zwei Hersteller aus der Rallye-WM verabschiedet.
Alle gegen Loeb

An WM-Titeln wird nicht gespart
Auch für den neu geschaffenen Titel eines Hersteller-Team-Meisters – wird in nur acht Saison-Läufen ausgetragen und unter den M2-Mannschaften ermittelt – sind bisher nur zwei Rivalen auf den Plan getreten. Hier treten ebenfalls Citroën, mit dem Citroën-Junior-Team, und Ford mit dem Team Stobbart in den Ring. Da die Meldefrist noch bis zum 1. März läuft, könnte sich in diesem Wettbewerb die Teilnehmerzahl noch "verdoppeln". Sowohl Munchi's Ford World Rally Team als auch das norwegische Adapta-Subaru-Team haben einen Einstieg in diese Wertung als Option in der Jahresplanung.
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