RB26DETT: Reihensechser im Skyline GT-R R32, R33, R34
So funktioniert der GT-R-Motor R32, R33 und R34
Der Reihensechszylinder RB26DETT aus dem Skyline GT-R gilt unter Tuningfans als heiliger Gral des Motorenbaus. AUTO BILD erklärt die Technik des Twinturbos!
Wer Skyline sagt, muss auch RB26 sagen. Der Reihensechszylinder aus dem Nissan Skyline GT-R hat einen ebenso klangvollen Namen wie das Auto, in dem er zum Einsatz kommt. Seinen Nimbus erlangte er wegen seiner Standfestigkeit und den enormen Leistungsreserven.Das Aggregat ist Teil der RB-Reihe, einer Motorenfamilie aus Reihensechszylindern. Deren Hubraum reicht von zwei bis drei Litern, es gab Versionen mit einem oder zwei Turboladern.

Skylines wie der Calsonic-GT-R fuhren ihre Gegner in der JTCC und der ATCC in Grund und Boden.

Oft zitiert: Offiziell waren aber nur beim R34 GT-R Ventildeckel und Zahnriemenabdeckung rot lackiert.
Dass der Motor für weitaus mehr Leistung gut ist, versuchte Nissan gar nicht erst zu verheimlichen. Allein durch Anpassung des Benzin- und Ladedrucks sind ohne Probleme haltbare 500 PS möglich. Die Ladedruckbegrenzung auf 0,7 Bar geschieht durch einen elektronischen Widerstand. Den hat Nissan praktischerweise gleich gelb eingefärbt, wodurch er leicht zu finden und zu entfernen ist. Dann steigt der Ladedruck auf etwa 0,97 Bar.

Der R34 GT-R war kürzer und aggressiver designt als sein Vorgänger, der als zu gefällig und behäbig galt.
Für die Rennserien der Gruppe A und Gruppe N entwickelte Nissans Motorsportabteilung Nismo eine Hochleistungsversion des RB26 mit dem Namenszusatz N1. Er bekam eine feingewuchtete Kurbelwelle, überarbeitete Wasser- und Ölkanäle im Motorblock, größere Kolbenringe und andere Nockenwellen. Zudem erhielten die Turbolader Turbinenräder aus Stahl. Sie sind zwar etwas schwerer als die Keramikvarianten, aber vor allem bei hohen Drehzahlen stabiler und weniger anfällig. Der N1-Motor kam auch in einigen Straßenvarianten des Skyline GT-R zum Einsatz, etwa im R34 GT-R V-Spec II Nür und im R34 GT-R M-Spec Nür.
Wenn der RB26 der König ist, dann ist der RB28Z2 der Kaiser. Zum 20-jährigen Firmenjubiläum im Jahr 2005 baute Nismo 19 Exemplare des Skyline R34 GT-R Z-Tune. Dessen Reihensechszylinder wurde auf 2,8 Liter Hubraum aufgebohrt (daher der Name), der Block wurde verstärkt. Neben einer neuen Kurbelwelle, neuen Nockenwellen und Schmiedekolben spendierte Nismo dem Motor zwei IHI-Turbolader. Ergebnis: 507 PS, 540 Nm, 8000 U/min Maximaldrehzahl. Seine 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 327 km/h Höchstgeschwindigkeit beeindrucken auch heute noch. Der Z-Tune entstand übrigens drei Jahre nachdem der Skyline ausgelaufen war. Nismo kaufte einige GT-R von ihren Besitzern zurück und baute die Autos komplett neu auf. Eine andere Ausbaustufe des RB26 war der RBX-GT2 aus dem nur 44 Mal gebauten R33 Nismo 400R. Aus ebenfalls 2,8 Litern Hubraum schöpft er 400 PS und 478 Nm.

Die 600 PS im Zero-R von HKS markieren noch lange nicht das Ende der Leistungs-Fahnenstange des RB26.

Blick auf einen RB26 im R32 GT-R. Derart original dürften die wenigsten Skyline-Motorräume aussehen.
Hier gibt es die volle Ladung RB26-Sound:
Quellen: Nissan, Nismo
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