Kein Auto im Portfolio von Renault hat sich bis heute so gut verkauft wie der Clio. Seit seiner Markteinführung im Jahr 1990 sind weltweit 16 Millionen Fahrzeuge auf die Straßen gebracht worden. Die fünfte Auflage kam 2019 zu den Händlern und wurde jetzt einer Frischzellenkur unterzogen. Optisch gibt es da in der Front einen neuen Kühlergrill, ein Logo, das in der Front zu schweben scheint und eine neue Lichtgrafik, von der die Designchefin sagt, dass sie "den Clio etwas böser gucken lässt".

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Auch am Heck hat sich das Bild zum Vorgänger gewandelt. Die aerodynamischen Luftauslässe im Stoßfänger sind weit nach außen gerückt, und lassen den Franzosen breiter auf dem Asphalt stehen. Und selbstredend wurden auch am Hinterteil die Leuchten modifiziert.
Die qualitative Anmutung im Clio überrascht positiv. Wobei die Franzosen viele nachhaltige Materialien verarbeitet haben. 
Bild: Renault/Bertrand Bremont

Die Änderungen gelten für alle ab Mitte des Jahres in Deutschland verfügbaren Ausstattungslinien und Antriebsarten. In Summe gibt es vier. Zwei 1,0-Liter-Dreizylinder mit 67 und 91 PS, eine Autogasvariante (LPG) mit 100 PS und der von uns gefahrenen Vollhybridvariante in Form des E-Tech Full Hybrid 145. 

Vollhybrid für Clio neu

Zugegeben, der Clio ist nicht der Erste, der die Kombination aus einem 94 PS starken Benziner und einem 49 PS leistenden E-Motor unters Blech geheftet bekommt. Der aktuelle Nissan Juke, oder auch der Dacia Jogger Hybrid 140 Fahren bereits damit. Der Clou an dieser Kombination ist das kupplungslose Multi-Mode-Getriebe. Das stellt zwei Fahrstufen für den E-Motor und vier, einschließlich Leerlauf, für den Verbrenner zur Verfügung. 
Ein zweiter E-Motor sorgt für das Ein- und Ausschalten des Verbrenners. Der wird nämlich nur gefordert, wenn er wirklich gebraucht wird. Beide werden von einem 1,24 kWh leistenden Akku mit Strom versorgt, der wiederum vom Verbrenner, sowie der Brems- und Rollenergie gespeist wird.
Mit kleinen Kniffen im Design wirkt das Heck des Clio jetzt noch breiter.
Bild: Renault/Bertrand Bremont


Diese Arbeitsteilung und die oben beschriebene Gangverteilung hat natürlich einen ganz entscheidenden Vorteil: Der Verbrauch sinkt signifikant. Auf einer knapp 130 Kilometer langen ersten Runde mit Stadtverkehr, Autobahn und Landstraße liefen lediglich 5,1 Liter Super durch die Schläuche. Nach WLTP-Messung der Franzosen sollen es nur knapp vier Liter sein und damit 40 Prozent weniger als bei einem gleich stark motorisierten Verbrenner. 

Leistungsabruf mag er nicht

Was das Antriebssystem aber gar nicht mag, ist eine stringenter Leistungsabruf. Wer den Pin nachhaltig ins Blech bügelt, spürt die Wechsel der Antriebsarten jeweils durch ein Ruckeln. Hinzu kommt ein stetes Pfeifen des E-Motors und ein recht vernehmlicher Verbrenner, dessen Aufgabe es ist permanent im optimalen Drehzahlbereich zu arbeitet, um keine Energie zu verschwenden. Immerhin wird der Franzose so befeuert 174 km/h schnell und beschleunigt sich in 9,3 Sekunden aus dem Stand auf Landstraßentempo. 
Herkömmliche USB-Anschlüsse versorgen die Smartphones mit Strom, ein neuer 10-Zoll-Display bildet die Schaltzentrale des Infotainments. Ist der Gangwahlhebel auf B gestellt wird ordentlich rekuperiert. Die Musik kommt aus einem Bose-Soundsystem.
Bild: Renault/Bertrand Bremont


Im ersten Moment wirkt der Clio auch ausgesprochen sportlich abgestimmt. Die tief liegenden Gullydeckel und Querfugen auf den belgischen Straßen rund um Brüssel werden knochentrocken in den Innenraum durchgereicht. Dafür taucht der Franzose in schnell gefahrenen Kurven tief ein, was in der Gesamtabstimmung dann nicht ganz schlüssig wirkt und dem sportlichen Ersteindruck entgegensteht. 

Stark konturierte Sitze bieten den Passagieren vorn und hinten Platz.
Bild: Renault/Bertrand Bremont

Grundidee stammt aus der Formel 1

Tatsächlich stammt die Grundidee des Antriebs aus der Formel 1. Insofern verwundert es dann auch nicht, dass der von der AUTO BILD gefahrene Franzose in der neuen Ausstattungslinie Esprit Alpine vorfuhr. Dazu gehören äußere Modifikationen in Form von Luftleitblechen, die im Stil eines Rennwagen-Frontflügels gestaltet sind, ebenso wie die Innenraumgestaltung mit Lenkradziernähten in den Farben der Trikolore oder der Alpine-Schriftzug an entsprechenden Stellen. 
Der Kofferraum des Vollhybrid bietet 360 bis 1069 Liter Stauraum.
Bild: Renault/Bertrand Bremont
Mit 26.700 Euro dürfte der Leistungsträger dann auch der teuerste Clio werden. Zu den Preisen der anderen Motorisierungen hat Renault noch keine Angaben gemacht. Dafür gibt es für das Geld aber auch ein paar technische Beigaben, die neu sind. 
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So wächst das Zentraldisplay auf zehn Zoll, die Kopplung des Smartphones und damit die Nutzung von Apple CarPlay und Android Auto funktioniert kabellos, die adaptive Cruise Control fährt selbständig im fließenden Verkehr und managt auch die Staufahrt. Eine 360-Grad-Kamera hilft beim Einparken und der Notbremsassistent verhindert unschöne Beulen.
Ob der Renault Clio in vier Jahren eine sechste Auflage erfährt, dass wagen nicht einmal die Franzosen vorauszusagen. Bis dahin fährt man aber mit dem Clio als Vollhybrid gar nicht schlecht. Die Formel-1-Idee ist nach außen Attitüde, nach innen spart sie aber ordentlich Sprit. Und wer sich vor der Kurvenhatz und dem Vmax hütet der kann mit dem vier Meter langen Franzosen getrost auch auf die Reise gehen. Im Verbund mit E-Motoren und Verbrenner sind immerhin 900 Kilometer am Stück drin. Aber, auch das sei bedacht: Mit einem Preis von 26.700 Euro ist der Clio kein wirkliches Schnäppchen mehr.