Vans und Kombis befinden sich auf der Skala der Käufergunst auf dem Weg nach unten. Hoch im Kurs stehen dafür SUV und Crossover. Das weiß auch Dacia, weshalb man die beiden Baureihen Lodgy und Logan MCV in einem Modell namens Jogger vereint hat. Der Dacia Jogger soll mit bis zu sieben Sitzen das Platzangebot eines Vans mit der Vielseitigkeit eines Kombis und der Schlechtwegetauglichkeit eines SUV verbinden.
Warum der Name "Jogger"? Er soll die Outdoor-Verbundenheit der Marke symbolisieren. Aufbauend auf der CMF-B-Plattform, auf der auch Renault Clio und Dacia Sandero stehen, übernimmt der Jogger viel von deren Technik. Ein für Dacia völlig neues Highlight war der markenerste Hybridantrieb, den Dacia 2023 nachschob.
Gemeinsames Facelift mit dem Sandero
Im Herbst 2025 erhielt der Jogger bereits sein zweites Facelift, das auf den ersten Blick jedoch recht minimalistisch ausfällt. Das Hauptaugenmerk galt vor allem dem überarbeiteten Infotainmentsystem.
Über den Preis lässt sich Erfreuliches berichten: Während Autos normalerweise nach der Überarbeitung teurer werden, geht Dacia einen anderen Weg. Der Jogger kostet in der Basis auch nach dem Facelift 17.990 Euro.
TOP-ANGEBOT
Dacia Jogger
24.480 EUR
Nach wie vor ist die LPG-Version der günstigste Einstieg in die Jogger-Welt. Wer den Benziner in der Grundausstattung "Essential" ordert, muss 18.390 Euro bereithalten. Der Motor wurde zuletzt nicht in der Basis angeboten.
Hybrid wird günstiger
Für den auf 155 PS erstarkten Hybridantrieb muss man zur nächsthöheren Version "Expression" greifen. Der elektrifizierte Jogger startet bei 23.990 Euro. Damit wird er sogar 500 Euro günstiger im Vergleich zum Vorfacelift. Wer den Dacia mit sieben Sitzen ordern möchte, muss jeweils 1000 Euro drauflegen.
Aktuelle Listenpreise
Auf einen Blick: Hier finden Sie die Preise für alle neu verfügbaren Fahrzeuge.
Das Frontdesign des Dacia Jogger bietet nach dem Facelift kaum Überraschungen. Der gesamte Vorderwagen ist weiterhin vom Sandero bekannt. Verändert haben sich lediglich die Leuchtengrafik und die Schürzen vorne. Während die Schürzen am Heck unangetastet bleiben, findet sich die neue Leuchtengrafik auch in den Rückleuchten des Jogger wieder.
Auf dem Dach sitzt je nach Ausstattung eine variable Dachreling mit 80 Kilo Traglast. Die Streben sind herausnehmbar und können als Dachträger quer montiert werden. Das kastige Heck erinnert mit seinen vertikalen Leuchten an eine Mischung aus Volvo und VW Caddy.
Bildergalerie
Dacia Jogger
Die Ladekante des Kofferraums ist mit 66,1 Zentimeter angenehm niedrig. Im Stauraum gibt es Haken, Verzurrösen und -gurte, um die Ladung zu sichern.
Für den Dacia Jogger sind weiterhin drei verschiedene Antriebsvarianten verfügbar: LPG, Benzin und Hybrid. Doch dank des Facelifts ist der Van – ebenso wie der Sandero – mit mehr Leistung unterwegs. Konkret bedeutet das, dass es den Benziner mit 110 PS und mit sechs manuellen Gängen gibt. Eine weitere Variante ist der LPG-Antrieb mit 120 PS. Der LPG-Tank fasst beim Jogger 48,8 Liter und damit 0,8 Liter weniger als beim Sandero. Das Topmodell ist die Hybridvariante – die ist nun mit einer Systemleistung von 155 PS und nicht mehr mit 141 PS unterwegs.
Das Cockpit wurde auch bei diesem Facelift fast unverändert vom Sandero übernommen, anders sind nur die etwas großzügigeren Platzverhältnisse. Praktisch sind die vielen Ablagen sowie das in Höhe und Länge verstellbare Lenkrad.
In Sachen Ausstattung sind serienmäßig Bordcomputer, Tempomat und sechs Airbags an Bord sowie neuerdings auch elektrisch anklappbare Außenspiegel und eine Fernlichtautomatik. Optional gibt es unter anderem Sitzheizung, Klimaautomatik, Keyless-go, Regensensor, PDC mit Rückfahrkamera und eine elektrische Parkbremse.
Der Fahrerbildschirm misst sieben Zoll. Allerdings nicht in der Basis, die kommt mit 3,5 Zoll.
Bild: Dacia
Im Rahmen des Facelifts soll jedoch die Konnektivität verbessert worden sein und wurde an Bigster und Duster angelehnt. Beispiele dafür sind ein neues Navigationssystem und eine drahtlose Smartphone-Verbindung.
Interessant sind außerdem die drei Infotainment-Lösungen. In der Basis gibt es eine Halterung fürs Smartphone, das mit der kostenfrei verfügbaren Dacia-App zum Infotainmentsystem wird. Anwendungen lassen sich nach Belieben laden und anordnen. Gesteuert wird das System wahlweise über die Lenkradtasten oder die Smartphone-eigene Bedienung. Optional gibt es zwei Infotainmentvarianten mit Achtzoll-Touchscreen, wobei die höchste Stufe ein Navigationssystem und kabellose Smartphone-Anbindung mitbringt.
Der Platz in Reihe drei überrascht. Selbst Erwachsene sitzen kommod. Extras: Ausstellfenster und Becherhalter.
Bild: ANGELIKA EMMERLING
Viel Platz in Reihe zwei und drei
In der zweiten Reihe sitzt es sich bequem. Bis auf die optionalen Klapptische und eine 12-Volt-Steckdose geht es zwar recht karg zu, Raumgefühl und Platzangebot sind aber hervorragend. Das gilt erstaunlicherweise auch für Reihe drei. Selbst Erwachsene bis 1,85 Meter Körpergröße haben genügend Kopffreiheit und stoßen mit den Knien nicht an die vorderen Sitzlehnen. Auch der Zustieg gestaltet sich dank problemloser Klappmechanismen der Sitze einfach.
Das Zusammenspiel aus Vierzylinder, E-Motor und Multi-Mode-Getriebe verfolgt ein klares Ziel: Effizienz statt Effekthascherei. Der Jogger Hybrid 155 will nicht stürmen, sondern sparen. Besonders im Stadtverkehr und beim entspannten Gleiten über Land spielt der Antrieb seine Vorteile aus. Hier wirkt das komplexe Technikpaket harmonisch, die Übergänge geschehen meist unaufgeregt, der Verbrauch bleibt im Zaum.
Ganz geräuschlos bleibt das Miteinander der Komponenten allerdings nicht. Unter Last meldet sich der Verbrenner mit vernehmbarem Brummen, beim Anfahren oder im Schritttempo pfeift der Elektromotor leise sein eigenes Lied. Hinzu kommt ein zeitweiliges Rasseln aus dem Motorraum, das verschwindet, sobald Leistung abgerufen wird – akustisch eigenwillig, aber kein Dauerbegleiter.
Am besten fährt der Dacia Jogger Hybrid 155 im Geschwindigkeitsbereich zwischen 80 und 140 km/h. Hier spielen die Antriebsarten nahezu unspürbar zusammen.
Bild: Dacia
Rein elektrisch rollt der Jogger nur über kurze Distanzen, dafür setzt er seine 155 PS Systemleistung bei Bedarf durchaus engagiert um. Die 100 km/h fallen nach 9,0 Sekunden, und die maximal 180 km/h reichen für ein souveränes Mitschwimmen auf der Autobahn. Der Wohlfühlbereich liegt zwischen 80 und 140 km/h – dort läuft der Antrieb ruhig, ohne spürbare Hektik beim Wechsel der Betriebsarten. So empfiehlt sich der Jogger als entspannter Reisepartner.
Mit seinen maximal 155 PS Systemleistung ist der Dacia Jogger Hybrid 155 gut unterwegs.
Bild: Dacia
Sportliche Ambitionen bleiben außen vor. Die Gang- und Antriebswechsel gehen schon mal mit einem spürbaren Ruck einher, die Lenkung wirkt bei forcierter Gangart leichtgängig und etwas gefühllos. Auch das straffe Fahrwerk unterstreicht den pragmatischen Charakter: Der Jogger liegt ordentlich auf der Straße, reicht Unebenheiten jedoch deutlich an die Insassen weiter. Nur harte Querfugen stören wirklich. Die Sitze bieten ordentliche Konturen, könnten aber etwas mehr Seitenhalt vertragen. Unterm Strich fährt sich der Jogger Hybrid 155 so, wie man es von ihm erwartet: sachlich, effizient und langstreckentauglich – weniger emotional als funktional.
Fazit von Holger Preiss: Der Jogger Hybrid 155 fährt nicht fürs Herz, sondern für den Verstand. Sparsam, ausreichend flott und angenehm gelassen im Alltag – ein ehrliches Familienauto mit Hybridbonus, aber ohne sportliche Allüren.
Fahren (Vorfacelift): Der Siebensitzer fühlt sich kompakt an
Bei der ersten Fahrt mit dem 110-PS-Benziner macht der Dacia Jogger als Siebensitzer einen angenehmen Eindruck, der Dreizylinder ist einigermaßen gut gedämmt und schiebt nach einer kurzen Gedenksekunde gemächlich an. Auch wenn die Schaltung etwas zäh ist, trifft man sicher die sechs Gänge des Rumänen.
200 Nm Drehmoment reichen im Dacia Jogger aus. Zumindest unbeladen.
Bild: Renault Group
Die Federung ist meist bekömmlich, hat aber spröde Momente. Und trotz der indirekten Lenkung fühlt sich der Jogger kompakt an, sodass man fast vergessen könnte, einen Siebensitzer zu pilotieren. Lediglich die geringe Leistung macht den Jogger im beladenen Zustand etwas träge, hier fehlt AUTO BILD ein kräftigerer Diesel.
Fazit von Stefan Novitski: Vielseitig, geräumig, multimedial einigermaßen auf der Höhe und dazu verdammt günstig. So drängt sich der Jogger Familien förmlich auf. Dazu hat Dacia seinen Neuen auch noch ansehnlich verpackt.
Der Hybrid ist ein Raum- und Sparwunder (Vorfacelift)
Der Hybridantrieb gefiel uns bei der ersten Fahrt gut. Der Übergang zwischen den Antriebsarten geschieht fast unmerklich. Das Multi-Mode-Automatikgetriebe verteilt unterdessen sehr feinfühlig die Gänge. Würde der Verbrenner bei Leistungsabruf nicht immer so angestrengt brüllen, weil die Elektronik die Drehzahlen über Sekunden am Anschlag hält, wäre die Fahrt für Preisklasse und Segment nahezu perfekt.
Nicht spontan, aber beflissen im Antritt
Auf etwas zu weichen Sitzen erlebt das fahrende Publikum, wie der Hybrid im Verkehr gelassen mitschwimmt. Auf Wunsch – zwar nicht spontan, aber beflissen – antritt, um den Lkw hinter sich zu lassen oder den Anstieg etwas ambitionierter zu überwinden.
Die Rekuperation funktioniert gut, lässt sich bis zum One-Pedal-Drive verstärken.
Bild: Renault Group
Positiv überraschten auch Fahrwerk und Lenkung. Ohne großes Abtauchen lässt sich der Jogger mit passablen Reaktionen auf Lenkbefehle flott um die Kurven führen. Und auch über schlechte Straßen schaukelt der Jogger gelassen.
Fazit von Holger Preiss: Dacia konnte seine Fans bis dato vor allem über den Preis locken. Beim Dacia Jogger Hybrid könnte das schwieriger werden. Wenn man aber das Gesamtpaket betrachtet, ist der angemessen. Denn der Hybrid zeigt sich im ersten Test als gut zu fahrendes Raum- und Sparwunder ohne jede Sport-Allüren.
Tests des Jogger Vorfacelifts
Ein echtes Universalauto: Jogger Hybrid 140
AUTO BILD hat den Dacia Jogger mit Hybridantrieb getestet. Dort präsentierte er sich als echtes Universalauto und dank des Antriebs auch als sparsamer Langläufer. In Zahlen: Der Testverbrauch lag bei 5,5 Litern auf 100 Kilometern. Aber für einen Dacia ist der Hybrid-Jogger ungewöhnlich teuer (Testwagenpreis: 26.500 Euro). Ja, Dacia hat einiges getan, um den Preis auch bei Anmutung und Materialien zu rechtfertigen. Doch wer genau hinschaut, der findet hier Kritikpunkte, die den Preis am Ende doch sehr üppig erscheinen lassen.
Der reine Benziner überzeugt im Test mit viel Platz, Sparsamkeit im Verbrauch und familienfreundlichen Kosten. Der Dreizylinder präsentiert sich genügsam, die Kraftentfaltung ist jedoch inhomogen. Die Bremsen arbeiten effektiv, das ESP zieht klare Grenzen. Dass man mit dem Jogger beim Komfort zurückstecken muss, ist für den Preis in Ordnung. Nur bei den Assistenzsystemen und dem Infotainment sieht der Dacia alt aus.
Vergleichstest: Bei Preis-Leistung schlägt der Dacia den Caddy
Im Vergleich stellen wir dem Jogger (Vorfacelift) das Urgestein für alle, die viel mitnehmen müssen, vor: den VW Caddy. Der Kastenwagen aus Wolfsburg kann einen deutlichen Punktesieg einstreichen, denn der Dacia ist kleiner und präsentiert sich weniger geschliffen. Aber die Preis-Leistungswertung kann der Jogger für sich verbuchen. Er ist ganze 40 Prozent günstiger als der Caddy! Auch beim Verbrauch liegt der Dacia vorn.
Der Dacia Jogger wird dem Crossover-Konzept mehr als gerecht. Viel Platz, etwas höhergelegt, solides Pkw-Cockpit – alles da. Richtig beeindruckend ist der Platz in Reihe drei. Spannend wird auch der Hybridantrieb. Schade: Der ein oder andere Kunde hätte wohl Allrad gerne gesehen.
Diese Reise wurde unterstützt von Dacia. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
Dacia Jogger
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Mit dem Jogger hat Dacia die beiden Baureihen Lodgy und Logan MCV in einem Modell vereint. Mit bis zu sieben Sitzen soll er das Platzangebot eines Vans mit der Vielseitigkeit eines Kombis und der Schlechtwegetauglichkeit eines SUV verbinden. Im Herbst 2025 erhielt der Jogger bereits sein zweites Facelift, das auf den ersten Blick jedoch recht minimalistisch ausfällt. Das Hauptaugenmerk galt vor allem dem überarbeiteten Infotainmentsystem.
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Das Frontdesign des Dacia Jogger bietet nach dem Facelift kaum Überraschungen. Der gesamte Vorderwagen ist weiterhin vom Sandero bekannt.
Bild: Renault Group
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Verändert haben sich lediglich die Leuchtengrafik und die Schürzen vorne.
Bild: Renault Group
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Während die Schürzen am Heck unangetastet bleiben, findet sich die neue Leuchtengrafik auch in den Rückleuchten des Jogger wieder.
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Auf dem Dach sitzt je nach Ausstattung eine variable Dachreling mit 80 Kilo Traglast. Die Streben sind herausnehmbar und können als Dachträger quer montiert werden.
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Das kastige Heck erinnert mit seinen vertikalen Leuchten an eine Mischung aus Volvo und VW Caddy.
Bild: Dacia
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Die Ladekante des Kofferraums ist mit 66,1 Zentimeter angenehm niedrig. Im Stauraum gibt es Haken, Verzurrösen und -gurte, um die Ladung zu sichern.
Bild: Renault Group
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Das Cockpit wurde auch bei diesem Facelift fast unverändert vom Sandero übernommen, anders sind nur die etwas großzügigeren Platzverhältnisse. Praktisch sind die vielen Ablagen sowie das in Höhe und Länge verstellbare Lenkrad.
Bild: Renault Group
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In Sachen Ausstattung sind serienmäßig Bordcomputer, Tempomat und sechs Airbags an Bord sowie neuerdings auch elektrisch anklappbare Außenspiegel und eine Fernlichtautomatik. Optional gibt es unter anderem Sitzheizung, Klimaautomatik, Keynes-Go, Regensensor, PDC mit Rückfahrkamera und eine elektrische Parkbremse.
Bild: Dacia
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Im Rahmen des Facelifts soll jedoch die Konnektivität verbessert worden sein und wurde an Bigster und Duster angelehnt. Beispiele dafür sind ein neues Navigationssystem und eine drahtlose Smartphone-Verbindung. Interessant sind außerdem die drei Infotainment-Lösungen.
Bild: Dacia
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In der Basis gibt es eine Halterung fürs Smartphone, das mit der kostenfrei verfügbaren Dacia-App zum Infotainmentsystem wird. Optional gibt es zwei Infotainmentvarianten mit Achtzoll-Touchscreen, wobei die höchste Stufe ein Navigationssystem und kabellose Smartphone-Anbindung mitbringt.
Bild: Dacia
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In der zweiten Reihe sitzt es sich bequem. Bis auf die optionalen Klapptische und eine 12-Volt-Steckdose geht es zwar recht karg zu, Raumgefühl und Platzangebot sind aber hervorragend.
Bild: Renault Group
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Das gilt erstaunlicherweise auch für Reihe drei. Selbst Erwachsene bis 1,85 Meter Körpergröße haben genügend Kopffreiheit und stoßen mit den Knien nicht an die vorderen Sitzlehnen. Auch der Zustieg gestaltet sich dank problemloser Klappmechanismen der Sitze einfach.