Der Renault Kangoo kommt ziemlich leicht ins Schwanken, hat der ADAC festgestellt. Bei einem Vergleichstest zwischen kleinen Vans wurden die Testkandidaten $(LC512905:VW Caddy Life 1.6)$, $(LC516943:Citroën Berlingo 1.6 16V)$ und Renault Kangoo 1.6 16 V hart rangenommen: Beim Ausweichtest des ADAC untersuchen die Tester, wie die Fahrzeuge beim Ausweichmanöver vor plötzlich auftauchenden Kindern auf der Straße reagieren. Am Ergebnis war nicht zu wackeln: Trotz seines elektronischen Stabilitäts-Programms (ESP), das bei Schleudergefahr automatisch eines oder mehrere Räder abbremst, kam der Kangoo nach dem Hakenschlagen nicht wieder in die Spur, sondern hob mit den beiden rechten Rädern von der Fahrbahn ab. Nur durch energisches Gegenlenken konnte der Fahrer verhindern, dass die beliebte Familienkutsche auf der Seite landete. Ohne ESP wäre das Kippeln sicher noch stärker gewesen, folgert der ADAC – für weniger erfahrene Chauffeure kaum noch beherrschbar. Eine zusätzliche Dachlast – Renault empfiehlt als Obergrenze 100 Kilogramm – hätte sich wohl fatal auf die ohnehin besorgniserregende Kippneigung ausgewirkt.
Mit dem Testergebnis konfrontiert, gelobte Renault sofort Besserung: Die Abstimmung des ESP soll verfeinert werden. Alle Kunden, die ab Verkaufsstart 2007 einen neuen Kangoo mit ESP gekauft haben, erhalten in Kürze ein Software-Update. Kangoo-Fahrer werden voraussichtlich bei einer der nächsten Inspektionen automatisch mit der Verbesserung ausgestattet. Bis dahin hilft nur abwarten und besonders umsichtig fahren. Renault hat 2007 die neue Generation des Kangoo auf den Markt gebracht, die 18 Zentimeter länger ist. Wer das Modell inklusive ESP bestellt, zahlt 300 Euro Aufpreis. Brisante Randnotiz: Bereits 2006 hat AUTO BILD den Renault Kangoo – damals noch der Vorgänger ohne ESP – zum Wackeln gebracht und eine Überarbeitung des Kastenwagens gefordert.