Renault Koleos im Test

Renault Koleos Facelift: Test, Motor, Preis, Diesel

Der Koleos dieselt mit den Großen

Mit 190-PS-Diesel und Allradantrieb ist der aufgewertete Renault Koleos endlich standesgemäß motorisiert. AUTO BILD hat den Franzosen getestet.
Allianzen allerorten, auch und besonders bei den Autobauern. Da wissen wir manchmal kaum noch, welches Fahrzeug sich hinter dem jeweiligen Markenemblem verbirgt. Wie beim Koleos. Wo Renault draufsteht, steckt Nissan drunter. Genauer die Technikplattform von X-Trail und Qashqai. Und trotzdem haben die Franzosen dem Koleos ihren typischen Markenstempel aufgedrückt. Hinter dem großen und gar nicht grimmigen Kühlergrill wird dem Fahrer eine komfortbetonte, hochgelegte Reiselimousine geboten. Das sieht gut aus – und parkt nicht an jeder Straßenecke.

Fahrwerk und Getriebe laden zum Cruisen ein

Mit dem sanften Fahrwerk und der CVT-Automatik ist der Renault eher was für gelassene Fahrer.

Natürlich bietet der Koleos übliche SUV-Vorteile wie hohe Sitzposition und guten Überblick. Aber mit 4,67 Metern ist er über das Kompaktmaß hinausgewachsen, parkt zwischen Tiguan (4,49 Meter) und Tiguan Allspace (4,70 Meter). In der Kabine bietet der aktuelle Koleos etwas mehr Sitzkomfort als zuvor. Vorn gibt es jetzt ausziehbare Oberschenkelauflagen. Die Luxusvariante Initiale Paris verwöhnt sogar mit Massagesitzen. Fondpassagiere freuen sich über die Neigungsverstellung der Rückbanklehne. Trotz 190 PS und 380 Newtonmetern ab 1750 Umdrehungen ist hier kein flotter Franzose unterwegs. Das liegt zum einen am eher gemütlich abgestimmten Fahrwerk, zum anderen an der stufenlosen CVT-Automatik. Beides zusammen lädt vernünftige Fahrer ein, eher die Cruiser-Eigenschaften des Koleos zu genießen.

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Beim Verbrauch zeigt sich der Koleos sparsam

Spritknauser: Gaspedalstreichler schaffen im Diesel-Koleos beim Verbrauch eine Fünf vor dem Komma.

Wenn es sein muss, auch mit der ganzen Familie. Für Gepäck stehen mindestens 498 Liter Kofferraum zur Verfügung. Bei umgelegter Rückbank immerhin 1706 Liter – der Urlaub kann also kommen. In der vollfetten Ausstattung Initale Paris rollt man auf 19-Zöllern durch die Lande. Das sieht gut aus, bietet aber eher keinen Komfortgewinn. Für 4800 Euro weniger gibt es die Limited-Ausstattung mit 18-Zoll-Bereifung. Wer auf E-Sitze mit Massagefunktion, Bose-Sound, Nappaleder und Akustikglas verzichten kann, ist damit gut bedient. Unter der Haube werkelt ein Diesel, dieser Renault geht so als Umweltfreund durch. Bei über 1,8 Tonnen Leergewicht kommt der gemütliche Franzose mit 7,6 Litern von der AUTO BILD-Verbrauchsrunde zurück. Wer mit sanftem Gasfuß unterwegs ist, schafft sogar die Fünf vor dem Komma. Nur die ganz Eiligen werden mit deutlich über elf Litern auf 100 Kilometern an die Tankstellenkasse gebeten. Gewicht und Stirnfläche fordern dann ihren Vollgas-Tribut. Viel wichtiger: Renault hat bei der Abgasbehandlung nachgebessert. Der 190-PS-Diesel (ab 39.350 Euro) reinigt seine Abgase endlich zeitgemäß mit SCR-Kat und AdBlue. Eine gelungene Allianz. 
Das Fazit: Der Koleos ist erwachsen geworden. Motor und Fahrwerk passen gut zum Auto. Die CVT-Automatik dagegen ist nicht jedermanns Sache. Freunden der französischen Fahrkultur kann man diesen schicken SUV sehr empfehlen. AUTO BILD-Testnote: 2-

Renault Koleos im Test

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