Renault Niagara: neuer Pick-up
Warum dieser Pick-up auch bei uns gut ankommen würde

Renault bringt mit dem Niagara ein neues Pick-up-Modell auf den Markt – mit ordentlich Ausstattung und viel Platz. Die Sache hat nur einen Haken!
Bild: Renault
Ein Pick-up von Renault? In Europa klingt das fast exotisch. In Südamerika ist so ein Auto dagegen ein ernstes Geschäft. Genau für diese Klientel hat Renault jetzt ein neues Pferd im Stall: den Niagara – ein kompaktes Pick-up-Modell mit großem Nutzwert und vielen digitalen Features.
Die Mission ist klar: Der Niagara soll nicht einfach ein braver Freizeitlaster werden, sondern ein kompakter, robuster und vor allem auffälliger Pick-up. Zahlreiche Details zieren bereits die Frontschürze des Niagara. Dazu kommt ein neu gestalteter Kühlergrill mit markantem Muster, das an Reifenspuren erinnert.
17-Zoll-Räder und Offroad-Reifen
Die grobstolligen Reifen sind für Einsätze von leichtem bis anspruchsvollem Gelände ausgelegt. Dazu gibt es mit 17 Zoll nur eine mögliche Felgengröße. Die Zuladung liegt bei bis zu 645 Kilogramm. Zudem darf der Niagara bis zu 710 Kilogramm gebremste Anhängelast ziehen.

Die Ladefläche lässt sich verschließen, dazu kommen Bügel zum Fixieren der Ladung und eine Reling, die den Dachkantenspoiler schützt.
Bild: Renault
Ungewöhnlich ist auch die Bauweise des Niagra: Anders als typische Pick-up-Modelle, die auf einer Leiterrahmen-Struktur aufbauen, hat der Niagara eine selbsttragende Karosserie.

Die hinteren Türgriffe sind in die C-Säule gewandert, um dem Pick-up noch mehr optische Länge zu verleihen.
Bild: Renault
Im Innenraum präsentiert sich der Niagara mit einer Kombination aus Komfort und Robustheit. Komfortable Sitze und gut aufgeschäumte Armauflagen treffen auf jede Menge Hartplastik.
Infotainment: gelungene Mischung aus Tasten und Displays
Trotz aller Robustheit darf das digitale Erlebnis nicht zu kurz kommen, so bekommt der Niagara neben zahlreichen haptischen Knöpfen auch das Renault-typische OpenR-Link-System mit zwei zehn-Zoll-Displays spendiert. Dazu gibt's eine kabellose Smartphone-Integration und eine Ambientebeleuchtung mit 48 Farben.

Die Ladeklappe ist stabil genug, um darauf zu sitzen. Dazu kommen Becherhalter in der Innenverkleidung.
Bild: Renault
Unter der Haube arbeitet ein 1,3 Liter-Turbomotor mit Direkteinspritzung und 156 bis 160 PS. Wahlweise wird der Niagara mit Front- oder Allradantrieb ausgeliefert.
Für die notwendige Fahrsicherheit sorgen eine Reihe verschiedener Assistenten, darunter Totwinkel-Warner, Spurhalte-Assistent und Verkehrszeichenerkennung.

Neben den beiden 10-Zoll-Bildschirmen gibt's noch zahlreiche haptische Knöpfe. Eine Sprachsteuerung hat der Niagara auch an Bord.
Bild: Renault
Wer sich gerne den Niagara vor die Tür stellen möchte, wird jedoch enttäuscht: Renault entwickelt den Niagara nicht für den Verkauf in Europa, sondern vorrangig für Lateinamerika. Dort sind kompakte Pick-ups gefragt. Passend dazu wird das Auto im Werk Córdoba in Argentinien vom Band laufen.
Niagara ist ein Modell der "FutuReady"-Offensive
Und damit noch nicht genug: Der Niagara ist nämlich nur ein Modell von Renaults großer, internationaler Produktoffensive namens "FutuReady". Bis 2030 sollen insgesamt 14 neue Modelle starten – alle für spezifische Märkte außerhalb Europas.
Renault zeigt damit, dass der Konzern nicht nur Europa im Blick hat, sondern gezielt Fahrzeuge für die Bedürfnisse anderer Märkte entwickelt. Nach Kardian und Boreal ist der Pick-up der nächste Baustein.
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