Das mit dem "Vorsprung durch Technik" ist ja schön und gut – nur muss ein Autobauer diese Technik auch seinen Kunden zum Kauf anbieten. Bei Audi und seiner e-tron-Reihe findet das nicht statt. Audi stellt das Urban Concept vor – Renault verkauft den Twizy. Audi präsentiert den A3 e-tronBMW kommt mit dem i3 auf den Markt. Audi zeigt den R8 e-tron – aber anders als der Mercedes SLS E-Cell wird der E-Sportwagen mit den vier Ringen nicht in Serie gehen. Man konzentriere sich in Anbetracht der im kommenden Jahr noch heftigeren Krise in der Autoindustrie auf Modelle zum Geldverdienen, heißt es in Ingolstadt.
Audi A1 e-tron
Es wird getestet, aber dann? Auch den Audi A1 e-tron wird es in absehbarer Zukunft nicht zu kaufen geben.
Bild: Alfred Harder
Vieles, was der ehemalige Entwicklungschef Michael Dick anschob, wird nun einkassiert. Nachfolger Wolfgang Dürheimer und Dick sollen gänzlich unterschiedliche Vorstellungen gehabt haben, so ein Audi-Mitarbeiter. Und da VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ja gerade erst in AUTO BILD erklärte, dass er "nichts vom reinen E-Auto halte", setzt Audi jetzt auf Plug-in-Hybridmodelle. Allerdings nicht mit dem von Dick bevorzugten Wankelmotor (der wurde gestoppt). Sondern mit einem gewöhnlichen Dreizylinder. Die rein elektrische Reichweite eines A3- oder Q7-Plug-in wird aber wegen der teuren Akkus nicht über 50 Kilometer hinausreichen. Immerhin interessiert sich Audi dann doch so sehr für reine E-Autos, dass die Ingolstädter inkognito ein Tesla Model S orderten.

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