Seat Leon ST FR 2.0 TDI/Skoda Octavia Combi RS 2.0 TDI: Vergleich
Zwei starke Diesel-Kombis
Bisher ist günstige Familienbespaßung Hoheitsgebiet des Octavia RS. Nun will Seat mit Leon ST FR in die Domäne des Tschechen vorrücken. Und die Chancen des Spaniers stehen gar nicht so schlecht.
Bild: Lena Barthelmeß
Stefan Helmreich
Machen wir uns nichts vor – der folgende Vergleichstest wird kein emotionaler Gipfel. Doch auch wenn einem dieser Zweikampf wie eine Reality-Soap zwischen Action-Blockbustern vorkommen mag, ist er für so einige vielleicht nicht ganz unspannend. Warum? Weil beide mit sozialen Einstiegspreisen, großzügigen Laderäumen und spritzigem TDI eine breitere Zielgruppe bedienen als die meisten anderen hier. Privilegierten, die ihr Haushaltsgeld statt für Babyschalen gerade für irgendwelche Huracáns zusammenkratzen, verzeihen wir hiermit das Weiterblättern. Für den ottonormalen Rest treten nun Octavia Combi RS und Leon ST FR gegeneinander an, die vielleicht nur zwei von vielen Möglichkeiten sind, Golf zu fahren, aber mit Sicherheit die vielseitigsten.
Dank Performance-Bremse kurvt sich der Octavia schmissiger als sein Konkurrent.
Bild: Lena Barthelmeß
Skoda Octavia Combi RS 2.0 TDI Vielleicht ist die Fragestellung hier aber gar nicht nur, welcher der beiden Diesel der sportlichere ist, sondern auch, ob der Diesel überhaupt sportlich ist. Nicht falsch verstehen, das niedertourige Voranwalzen hat durchaus seinen Reiz, zumal der Common-Rail-TDI am hinteren Horizont seines Kraftplateaus längst nicht mehr so jäh versauert wie einst die Pumpe-Düsen. Dennoch fehlen unterm Strich Drehfreude und der letzte Biss beim Umsetzen von Gasbefehlen, die ebenso zu einer halbwegs dynamischen Leistungsentfaltung gehören wie ein anständiger Klang. Der Octavia kennt sich in der Rolle des Familiensportlers bestens aus. Zum dritten Mal bekommt er die Sportinsignie nun schon ans Heck gepappt und bedient damit weiterhin all jene, denen das klassische GTI-Format mit den Jahren zu eng geworden ist.
Das schnörkellose Design steht der schnittigen ST-Version des Seat Leon tadellos.
Bild: Lena Barthelmeß
Seat Leon ST FR 2.0 TDI Alles wie gehabt also, bekäme er nun nicht vom Leon Konkurrenz, der sein Heck erstmals zum Kombi buckelt und sich als FR mit demselben 184-PS-Diesel motorisieren lässt. Bitter daran: Ausgerechnet beim Preis, der ja so was wie das Durchschlagargument des Skoda ist, bekommt er von Seat eine vor den Latz geknallt. 28.490 Euro kostet der einstweilen stärkste Leon ST, womit er den Octavia um 2260 Euro düpiert. Wie sich die Kehrtwende in der Preispolitik erklärt? Vielleicht dadurch, dass die Konzernstrategen ihre kränkelnden Spanier ein wenig aufpäppeln wollen.
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Seat Leon/Skoda Octavia: Vergleich
Fazit
von Stefan Helmreich
Als Mitglieder der Golf-VII-Generation gehören beide zu den besten Kompaktkombis derzeit. Der Seat spielt seine zierlichere Anatomie längsdynamisch aus, Skoda kontert mit richtig dynamischem Kurvenverhalten und – als Konsequenz daraus – dem größeren Spaßfaktor an Bord. Den höheren Preis wetzt der Octavia mit sportlichen Ausstattungsdetails wie der GTI-Bremse aus, den Alltag meistern beide perfekt.
Seat Leon/Skoda Octavia: Vergleich
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Zwei günstige Diesel die Spaß machen, treten gegeneinander an: Der ...
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... Skoda Octavia Combi (30.750 Euro) misst sich mit ...
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... dem Seat Leon ST FR (28.490 Euro). Der kurvt etwas unenergisch – trotz der antörnenden Progressivlenkung, die sich auch durch das Jonglieren mit ihren Übersetzungen nicht ...
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... zu sehr verkünstelt, spult er Landstraßen etwas oberflächlicher unter sich hindurch. Er spurt satt und straff, schubbert bei ...
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... plötzlichen Richtungswechseln aber früher über die Vorderräder als der – im Rahmen des zwangsaktiven ESP – minimal mitlenkende Octavia.
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Die 18-Zöller kosten Aufpreis, schlagen dank der ebenfalls optionalen Adaptivdämpfer aber nicht negativ auf den Komfort durch.
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Das schnörkellose Design steht der schnittigen ST-Version des Seat Leon tadellos.
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Normalerweise interessieren uns ein üppigerer Beinraum im Fond und 270 Liter zusätzliches Ladevolumen einen feuchten Sie-wissen-schon, im konkreten Fall jedoch sind es genau diese Kleinigkeiten, die inmitten lauter Gleichteilen den Unterschied machen. Dennoch: Der ...
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... vermeintliche Einheitsbrei bleibt. Denn obwohl der Zwoliter seine 380 Newtonmeter gleichförmig entfaltet, sich die ...
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... schneidigen Sechsgangschaltungen identisch übersetzen und beide in den Genuss der neuentwickelten Mehrlenker-Hinterachse kommen, grenzen sie sich voneinander ab.
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Der Spanier spurt satt und straff, schubbert bei plötzlichen Richtungswechseln aber früher über die Vorderräder als der – im Rahmen des zwangsaktiven ESP – minimal mitlenkende Octavia.
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Der Skoda muss auf Weichmacher verzichten, rastet mit seinen statischen Sportdämpfern entsprechend definiert in Bodenwellen, federt aber ...
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... gar nicht mal ungemütlich. Wer die ...
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... Kilometer nicht gerade fressen muss, sollte sich aber über die Benziner Gedanken machen. Beim Octavia RS steht der 2.0 TSI bereits als – 500 Euro günstigere – Alternative im Katalog,
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Dank der konditionsstarken Performance-Bremse, den gut konturierten Stoffsportsitzen und der querstabilen Fahrwerksauslegung kurvt ...
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... sich der Octavia schmissiger. Innen wirkt er luftiger.
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Aufgrund des schwieligen Lenkrads und des ...
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... klobigen Schaltknaufs fühlt er sich zwar etwas korpulenter an als der durchweg grazile Leon, keilt mit seiner steifen Kinematik aber athletischer ins Eck.
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Fazit von Stefan Helmreich: Als Mitglieder der Golf-VII-Generation gehören beide zu den besten Kompaktkombis derzeit. Der Seat spielt seine zierlichere Anatomie längsdynamisch aus, Skoda kontert mit richtig dynamischem Kurvenverhalten und – als Konsequenz daraus – dem ...
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... größeren Spaßfaktor an Bord. Den höheren Preis wetzt der Octavia mit sportlichen Ausstattungsdetails wie der GTI-Bremse aus, den Alltag meistern beide perfekt.