Wer als Kind Auto-Quartett mit Supersportwagen gespielt hat, könnte vielleicht kurz in einen Schock verfallen. Denn in einem von Skoda organisierten Drag Race tritt der neue Elroq RS gegen gleich mehrere Ikonen der 1980er-Jahre an – und gewinnt überraschend deutlich. Mit von der Partie: Ferrari Testarossa, Lamborghini Countach und Porsche 944 Turbo.

Moderne Technik schlägt alte Helden

Auf den ersten Blick mag das Resultat für Petrol-Heads absurd sein. Ein vergleichsweise unscheinbares Elektro-SUV zieht legendären Sportwagen locker davon. Doch technisch betrachtet ist das wenig überraschend. Der Elroq RS bringt seine Leistung von 340 PS dank Elektro- und Allradantrieb nahezu verlustfrei auf die Straße. Kein Kupplungsspiel, keine Schaltvorgänge, kein verdammtes Turboloch. Und genau das spielt bei einem klassischen Sprint eine enorme Rolle.

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Hinzu kommt, dass die Leistungsdaten moderner Autos in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter hochgeklettert sind. Was früher exklusiven Supersportwagen vorbehalten war, findet sich heute selbst in Familien-SUV oder Elektro-Crossovern und ist heute fast Standard. Der Skoda profitiert von einer Technik, die auf maximale Beschleunigung aus dem Stand ausgelegt ist.

Äpfel gegen Birnen?

Trotzdem sorgt das Video etwa auf Instagram für Diskussionen, denn genau genommen erzählt ein Drag Race nur einen sehr kleinen Teil der Geschichte. Schließlich definiert sich die Faszination eines Ferrari Testarossa oder Lamborghini Countach nicht bloß über die Zeit auf den ersten 100 Metern. Es geht um Design, Sound, Emotionen, Fahrgefühl und die besondere Aura dieser Fahrzeuge. Ein Countach ist nicht deshalb zur Legende geworden, weil er an der Ampel jeden Konkurrenten stehen ließ.

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Und: Der Elroq RS schießt dank Elektroantrieb zwar beeindruckend schnell aus dem Stand von 0 auf 100 km/h, doch bei dauerhaft hohem Tempo oder auf langen Vollgasetappen verschieben sich die Kräfteverhältnisse. Während der Skoda bei 180 km/h abgeregelt wird, läuft ein Porsche 944 Turbo bis 245 km/h.
Der Vergleich ist daher nicht ganz fair – ähnlich wie beim Vergleich zwischen Fußball-Wunderkind Lamine Yamal und Legende Günter Netzer. Natürlich wäre der moderne Profi in vielen objektiv messbaren Disziplinen überlegen. Das bedeutet aber nicht, dass die Leistungen der früheren Generation plötzlich weniger beeindruckend sind.

Fazit

Ja, moderne Elektroautos sind beim Sprint aus dem Stand oft schneller als viele historische Supersportwagen. Doch wer daraus ableitet, ein Elektro-SUV sei automatisch das bessere Auto, greift zu kurz. Ein Ferrari Testarossa oder Lamborghini Countach wird Menschen vermutlich für immer begeistern. Ob ein Elroq irgendwann auch zur Ikone wird, bleibt eher fraglich.