Sparversion des VW ID.3 kommt
VW launcht Budget-Version des ID.3, allerdings nicht in Deutschland

– VW fehlt bis heute ein günstiges E-Auto im Portfolio. Um der Konkurrenz aus Fernost die Stirn zu bieten, bringt der Konzern jetzt eine günstigere Version des ID.3 in den Handel – hierzulande allerdings wohl nicht.
Bild: VW
Praktisch alle großen deutschen Autobauer haben es versäumt, Elektroautos zu entwickeln, die sich ein Otto Normalverbraucher leisten kann. Anstelle erschwinglicher Kleinwagen konzentrierten sich die Platzhirsche der hiesigen Industrie jahrelang auf protzige SUV und edle Luxus-Limousinen.
Das rächt sich jetzt: Nicht nur bricht die Nachfrage nach Elektroautos hierzulande massiv ein, auch verlieren die Unternehmen den Anschluss, weil chinesische Hersteller den Markt zunehmend mit günstigen E-Flitzern überschwemmen. Nun wagt der Volkswagen-Konzern einen Vorstoß, um sich aus der misslichen Lage zu befreien.
VW ID.3 mit günstigerem Lithium-Eisenphosphat-Akku
Wie die Website "Electrek" berichtet, bringt VW sein aktuelles Elektro-Einstiegsmodell ID.3 in einer Variante mit günstigerem Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP-Akku) auf den Markt. Das gehe aus Unterlagen des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie hervor.
Ein Grund zum Jubeln ist das allerdings wohl nur für chinesische VW-Fans. Die Quelle der Information legt es bereits nahe: Die Sparmaßnahme betrifft dem Anschein nach nur den Markt in China. Hintergrund sei laut Electrek der massive Konkurrenzdruck, dem VW dort durch einheimische Hersteller ausgesetzt ist.
BYD & Co bieten in China mehr E-Auto für weniger Geld
Firmen wie BYD und CATL laufen dem deutschen Traditionshersteller mit günstigeren und technisch fortschrittlicheren Fahrzeugmodellen in China den Rang ab. Das bewegte VW bereits im Sommer 2024 dazu, den Preis des ID.3 von – im Vergleich zum hiesigen Markt ohnehin schon günstigen – 23.000 Euro auf 16.100 Euro zu senken.
Das jüngste Modell kostet laut Bericht umgerechnet sogar nur 14.150 Euro. Die Maßnahmen zeigten demnach Wirkung, der Absatz des Wagens sei allein im September 2024 um 27 Prozent gestiegen.
Durch den Einsatz des Lithium-Eisenphosphat-Akkus soll der Kostenpunkt des ID.3 in China nun noch weiter fallen. Tatsächlich ist das bitter nötig, denn Hersteller BYD hat mit dem Modell Seagull ein Konkurrenzprodukt im Programm, das schon ab 10.000 US-Dollar (ca. 9200 Euro) zu haben ist.
Auch im Tesla Model Y steckt ein LFP-Akku
Ob Volkswagen die neue Version des ID.3 mit Lithium-Eisenphosphat-Akku auch in Deutschland an den Start bringt, ist nicht bekannt. Konkurrenten wie Tesla setzen die sogenannten LFP-Akkus hierzulande bereits ein, um die Preise zu senken. So fährt die deutsche Variante des Tesla Model Y etwa mit einem solchen Stromspeicher.
Eine Preissenkung des ID.3 gab es in jüngerer Vergangenheit übrigens auch bei uns: Seit Oktober 2024 ist die Baureihe dank einer temporären Kaufprämie vorübergehend ab 29.760 Euro erhältlich.
Service-Links