Standheizung: So funktioniert sie
Gut fürs Klima

Nie mehr die Scheiben frei kratzen, nie mehr im Auto frieren – eine Standheizung macht es möglich. Und ganz nebenbei schont sie auch noch die Umwelt, denn sie reduziert den Schadstoffausstoß.
Bild: Hans-Joachim Mau
Es gibt Dinge, die muss man erleben, um sie zu schätzen. Eine Standheizung zum Beispiel. Mit ihr gehört das Frieren nach dem morgendlichen Start der Vergangenheit an. Eis kratzen – auch das ist Geschichte. Dabei sind die Wohlfühltemperatur im Innenraum und freie Scheiben nicht die einzigen Vorteile. Auch Umwelt und Motor profitieren. Denn die Standheizung ist an den Wasserkreislauf des Fahrzeugs angeschlossen. Deshalb kommt der Motor viel schneller auf Betriebstemperatur. Die schädliche Kaltstartphase wird verkürzt, Schadstoffausstoß und Verschleiß sinken deutlich. Verbrauch und Kosten: Eine preisgünstige Standheizung kostet inklusive Einbau ab 1000 Euro. Der Kraftstoffverbrauch beim Heizen liegt zwischen 0,4 bis 0,6 Liter pro Stunde.
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Bild: Werk
So verändern sich Abgase und Verbrauch
Mit minus sieben Grad Celsius ist es in der Klimakammer des ADAC bitterkalt. Eine Nacht steht unser Golf jetzt schon bei dieser tiefen Temperatur in der Halle, um richtig durchzukühlen. Denn wir wollen wissen: Wie verändern sich Verbrauch und Schadstoffausstoß bei einem mit einer Standheizung vorgewärmten Auto im direkten Vergleich zu den Werten bei einem kalten Motor? Zwei Durchgänge später sind wir klüger: Selbst wenn man den 20-minütigen Standheizungsbetrieb mitrechnet, senken sich die meisten Schadstoffe deutlich. Gerade die Kohlenwasserstoffe und der Kohlenmonoxidausstoß werden reduziert. Beim Benziner sogar um mehr als 50 Prozent. Einen Verbrauchsvorteil gibt es allerdings nicht. Die Werte lesen Sie in der Tabelle unten.
Fazit
Hätten Sie's gewusst? Viele Dieselfahrer besitzen eine Standheizung, ohne es zu ahnen. Zuheizer heißt der kleine wärmende Helfer. Grund für den versteckten Einbau: Moderne Selbstzünder besitzen einen so guten Wirkungsgrad, dass gerade im Winter kaum genügend Abwärme übrig bleibt, um auch den Innenraum auf Wohlfühl-Temperatur zu bringen. Zwei Ausführungen gibt es, eine elektrische Variante und eine mit Kraftstoff befeuerte. Leider hat der Autofahrer keinen Einfluss drauf, wann sie für zusätzliche Wärme sorgen und wann nicht. Sie laufen nur, wenn auch der Motor läuft. Die gute Nachricht: Zumindest die Diesel verbrennenden Zuheizer lassen sich häufig mit überschaubarem Aufwand zur vollwertigen Standheizung aufrüsten. Eberspächer und Webasto geben Auskunft, bei welchen Modellen dies möglich ist. Preise: Zwischen 300 und 550 Euro plus Einbau kostet die nachgerüstete Extra-Regelung.
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