Mit diesem Kasten soll es klappen. Stellantis hat einen neuen Kastenwagen vorgestellt, der den VW Caddy in seinem Segment vom Thron stoßen soll.
Wie im Konzern üblich wird das Grundkonzept des leichten Nutzfahrzeugs für die vier Marken Citroën, Fiat, Opel und Peugeot jeweils leicht optisch angepasst. Allen gemein ist jedoch, dass das Auto vor allem mit Robustheit, cleveren Innenraumlösungen und einem günstigen Preis punkten soll.

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Die Hochdachkombis Citroën Berlingo, Fiat Doblò, Opel Combo und Peugeot Partner werden durch das neue Modell nicht ersetzt. Stattdessen bekommen sie mit dem neuen Lieferwagen einen Ableger, der sich per Namenszusatz von den bekannten Modellen unterscheidet.
Künftig stehen zusätzlich Citroën Berlingo Van First, Fiat Doblò EasyPro, Opel Combo Start und Peugeot Partner Active im Konfigurator.

Klappsitz schafft Stauraum

Allen gemein ist eine clevere Neuheit im Innenraum: der serienmäßig klappbare Beifahrersitz. Klingt zunächst unspektakulär, doch durch das Hochklappen der Sitzfläche entsteht ein halber Kubikmeter mehr Stauraum – etwa für einen Werkzeugkoffer. Optional gibt es eine Tischplatte, die zwischen Armaturenbrett und Sitzlehne eingehakt wird und so für eine ebene Arbeitsfläche im Auto sorgt.
Rohre reichen vom Laderaum bis auf den umgeklappten Beifahrersitz.
Dank Öffnung in der Trennwand und klappbarem Beifahrersitz können Gegenstände mit einer Länge von bis zu 4,30 Metern transportiert werden.
Bild: Stellantis
Ebenfalls praktisch: Die Sitzlehne lässt sich nach vorn klappen. Durch eine Öffnung in der Trennwand zum Laderaum lassen sich dann Gegenstände mit einer Länge von bis zu 4,30 Metern transportieren.

Beifahrersitz oft ungenutzt

Auf die Sitz-Idee kam Stellantis durch das Bestellverhalten der Kunden. Denn nur 40 Prozent der Käufer orderten einen Kastenwagen mit Dreier-Sitzbank. Zudem gaben viele Befragte an, meistens allein im Auto unterwegs zu sein.
Wer vorne noch mehr Platz benötigt, kann einfach die Mittelkonsole ausbauen. Und für alles, was schnell griffbereit sein muss, gibt es zwei neue, schließbare Fächer auf dem Armaturenbrett – inklusive Getränkehalter. Notebooks und Tablets können in einer Schublade unter dem Sitz verborgen werden.
Citroen Berlingo Van First auf einem Hof
Die unlackierte Front (hier der Berlingo Van First) unterscheidet das günstigere Modell von den anderen Kastenwagen.
Bild: Stellantis

Elektro, Diesel und Benziner

Bei den Antrieben dürfte für jeden etwas dabei sein. Geplant ist eine Elektroversion mit 42-kWh-Akku und bis zu 270 Kilometern Reichweite. Geladen wird mit bis zu 100 kW. Die Leistung haben bislang nur Citroën und Peugeot verraten: 136 PS – und die dürften markenübergreifend gelten. Das gilt auch für die Verbrenner im Angebot. Hier stehen zwei Diesel mit 100 und 130 PS sowie ein 110-PS-Benziner bereit. Und Nachschub ist schon unterwegs: 2027 soll ein Mild-Hybrid folgen.

Günstiger als die bekannten Geschwister

Der Preis für die neuen Modelle ist noch ein Geheimnis. Klar ist nur: Er soll niedriger ausfallen als bei den bestehenden Kastenwagen-Modellen. Die starten, je nach Marke, bei rund 25.000 Euro. Gewissheit gibt es spätestens zum Bestellstart im September 2026. Die ersten Auslieferungen sind schon zwei Monate später geplant.