Reflektorkleidung kann Notbremssysteme stören: Studie
So werden Fußgänger unsichtbar für einige Autos

Bild: IIHS
Kleidung mit reflektierenden Elementen hilft dabei, um als Fußgänger im Dunkeln von Autofahrern besser gesehen zu werden. Einige automatische Notbremssysteme scheinen jedoch Probleme mit den Reflektoren zu haben, wie eine aktuelle Studie des Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) zeigt. Fußgänger wurden bei Tests geradezu unsichtbar.
Die US-amerikanische Non-Profit-Organisation hat für die Studie drei Autos getestet. Dabei waren ein Honda CR-V, ein Mazda CX-5 und ein Subaru Forester, alle aus dem Jahr 2023. Als Fußgänger diente ein Dummy. So positioniert, als würde er gerade die Straße überqueren. Die IIHS-Mitarbeiter zogen ihm in verschiedenen Durchläufen Kleidung mit horizontalen Reflektorstreifen oder eine Jacke aus reflektierendem Material an.
Zwei SUV hatten arge Probleme
In unterschiedlichen Beleuchtungssituationen fuhren die SUV mit 25 Meilen pro Stunde (etwa 40 km/h) auf den Dummy zu. Das Ergebnis irritiert: Trug der Dummy die reflektierende Kleidung, bremsten die Systeme des Honda und des Mazda teils gar nicht. Kurioserweise funktionierte die automatische Notbremse teilweise besser, wenn der Dummy komplett schwarz gekleidet war. Beim Subaru hingegen griff das System fast immer ein.
Warum die Sensoren und Kameras einiger Autos Probleme mit reflektierender Kleidung haben, sei noch unklar. Auch, wie viele Systeme anderer Hersteller betroffen seien. Ein Sprecher der IIHS nennt das Test-Ergebnis jedenfalls "besorgniserregend".
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