Tesla Model 3: Rechtsstreit
Tesla Model 3 mit Rissen: Leasing-Kunden sollen 12.800 Euro zahlen
Bild: Tesla
- Jan-Menno Gebhardt
- Bianca Garloff
Das Thema schwelt schon seit Sommer 2022: Immer wieder machen Qualitätsprobleme machen dem US-Autobauer Tesla zu schaffen. Fall eins, der damals sogar vors Landgericht München gebracht wurde: Beim Reifenwechsel an einem Tesla Model 3 wurden Risse im Unterboden entdeckt. Nach Medienberichten wollte Tesla sie mit einer Neulackierung beseitigen – ohne Erfolg.
Das Landgericht München beauftragte einen Gutachter mit der Prüfung. Die Einschätzung des Experten: Bei der nächsten Hauptuntersuchung bekäme sein gebrauchtes Model 3 mit diesem Schaden keine Plakette mehr! (Elektroautos beim TÜV: Das sind die häufigsten Schwachstellen!)
Zwei Fälle sind inzwischen bekannt
Doch damit nicht genug: Ein anderer Tesla-Model-3-Halter entdeckte damals ebenfalls verkratzte, verformte und eingerissene Wagenheberaufnahmen sowie unterschiedliche Farbtöne bei der Lackierung an seinem neuen Fahrzeug. Tesla sprach von Fehlern "kosmetischer Natur".
Ein Gutachter bescheinigte eine beschädigte Bodengruppe. Auch hier wäre die Zuteilung einer neuen TÜV-Plakette fraglich.
Droht Tesla eine Klagewelle?
Mittlerweile bekommen die Leasingnehmer, die ein Tesla Model 3 mit diesen Beschädigungen zurückgeben, die Rechnung präsentiert. Denn, so ließ uns ein Betroffener per Leserbrief wissen: Laut dem Gutachter TÜV Süd sind die Risse so gravierend, dass das Akku-Pack komplett getauscht werden muss.
Die Kosten belaufen sich laut Gutachten auf 12.800 EUR zzgl. MwSt. Die "Zeche", so schreibt der Tesla-fahrende Leser, sollen jetzt die Leasingnehmer tragen.
Bislang haben sich demnach drei Betroffene zusammengetan, um gerichtlich dagegen vorzugehen. Sollte das Gericht den Klägern recht geben, könnte dem Autobauer eine umfangreiche Klagewelle ins Haus stehen.
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