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Polestar 2 vs. Tesla Model 3

Tesla Supercharger: E-Ladestation, Schnelllader, Schnellladen

Was Sie über die Supercharger von E-Auto-Pionier Tesla wissen sollten

Die Supercharger-Schnellladestationen sind einer der Gründe für den Tesla-Erfolg. Was man über sie wissen sollte und wer schnell laden kann, fasst AUTO BILD zusammen.
Elektroauto-Pionier Tesla bietet neben innovativen E-Autos ein ausgedehntes Netz an Schnellladestationen. Die sogenannten Supercharger der Kalifornier laden schnell, ermöglichen genug Reichweite bis zum nächsten Ladestandort und die Bezahlung erfolgt für Tesla-Eigner automatisch. Kein Wunder, dass diese Schnelllader für Teslas Erfolg wichtig sind.

Was kann ein Tesla Supercharger?

Die Entwicklung hauseigener, leistungsfähiger Ladestationen begann bei Tesla bereits 2012. Lader, die das Model S mit 135 kW versorgen können, gab es zur Markteinführung des elektrischen US-Cars nämlich noch nicht. Zuerst errichtete die Firma ein proprietäres Gleichstromladesystem entlang der West- und der Ostküste der USA. Dann wurden beide Küsten miteinander verbunden, parallel begann der Aufbau von Supercharger-Netzen in Asien, in Australien und in Europa. Die Ladezeit hat sich seit 2012 stark verbessert. Die ersten 90-kW-Supercharger konnten das Model S mit 60 kWh Akkukapazität in 20 Minuten zur Hälfte und in 75 Minuten vollständig laden. Seit 2019 kommen Supercharger V3 mit 250 kW Spitzenleistung zum Einsatz, an denen ein Model 3 in fünf Minuten 120 Kilometer Reichweite nachladen kann. Model S und Model X können den V3-Charger erst nach einem Software-Update nutzen.

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Auch in Bezug auf die Kosten hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert. Bis Januar 2017 kauften Eigner eines Tesla Model S oder Model X lebenslang kostenloses Laden mit. Das wurde Schritt für Schritt zurückgefahren, zum Teil begleitet von heftigen Protesten der Eigner. Seit 2019 gilt die kostenfreie Nutzung der Supercharger bei neu gekauften Tesla Model S und Model X wieder. Lange Zeit rechnete Tesla im Unterschied zu anderen Ländern in Deutschland ausschließlich nach Ladezeit statt nach gelieferter Strommenge ab. Seit April 2019 wird an vielen Ladestellen nach Strommenge abgerechnet. Eine kWh kostet durchschnittlich rund 33 Cent. Die Nutzungsgebühren können laut Tesla je nach Standort variieren. Bei Rechnungsstellung nach Minuten gibt es zwei Phasen (bis 60 kW/über 60 kW). Bestimmte Stationen haben unterschiedliche Tarife für Spitzen- und Nebenzeiten.

Supercharger: Welche technischen Spezifikationen?

Tesla-Modelle fahren die Ladegeschwindigkeit ab einem bestimmten Akkustand automatisch runter.

©Jens Wolf

An einem Ladepunkt mit Superchargern stehen oft zwei Ladesäulen nah beieinander. Sie sind an die gleiche Drehstrom- zu Gleichspannungswandlereinheit angeschlossen. Die parallel geschalteten Ladegeräte geben eine Spitzenleistung von 145 kW (bei 480 Volt Spannung) ab. Das Tesla Model 3 wird dort mit maximal 125 kW versorgt, jedoch nur bei einem niedrigen Akkustand. Mit steigender Ladung reduziert das Fahrzeug automatisch die Ladeleistung. So können zwei Autos zur selben Zeit geladen werden. Fährt das erste Auto seinen Strombedarf herunter, stellt die Station dem anderen Schritt für Schritt mehr Ladekapazität zur Verfügung. Die seit 2019 eingesetzten V3-Supercharger funktionieren anders. Sie versorgen beide Autos mit der vollen Leistung. Ihr zentrales Merkmal sind geänderte, flüssigkeitsgekühlte Kabel. Dazu kommt ein neuer Schaltschrank mit bis zu 1 MW Ladeleistung.

Kann man einen Supercharger zu Hause einrichten?

Supercharger sind nicht für den Gebrauch zu Hause gedacht, eine private Anschaffung ist nicht möglich. Das erklärt sich allein aus der Tatsache, dass Tesla selbst das Netz unterhält und den fürs Laden benötigten Strom einkauft, in Europa nach eigenen Angaben aus umweltfreundlichen Quellen. Europäische Tesla-Modelle können problemlos am Supercharger, an einer Typ-2-Ladesäule und am Hausanschluss geladen werden. Für selbst importierte US-Modelle gilt das jedoch nicht. Für den Hausgebrauch bietet Tesla seinen Kunden 22-kW-Wandladestationen an. Wer seinen Tesla zu Hause möglichst komfortabel laden möchte, kann aber auch die Anschaffung einer Wallbox in Betracht ziehen.
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Wer kann einen Tesla Supercharger nutzen?

Grundsätzlich können nur Tesla-Modelle mit einem passenden Ladeanschluss und einer Freischaltung via Software die Supercharger nutzen. Doch Mitte Dezember 2020 wurde im Westerwald-Park (Rheinland-Pfalz) Teslas neues Schnelllade-Zentrum für Mitteleuropa eingeweiht. Je 20 Supercharger der Generationen V3 (bis 250 kW Ladeleistung, 120 Kilometer Reichweite in fünf Minuten) und V2 (bis 150 kW) stehen Besitzern von Tesla Model S, Model X oder Model 3 in Oberhonnefeld an der A3 zur Verfügung. Und vielleicht bald auch E-Autofahrern anderer Marken. Firmenchef Elon Musk antwortete am 21. Dezember 2020 bei Twitter auf die Frage des bekannten Youtubers Marques Brownlee, warum so wenige andere Autohersteller Teslas Angebot zur Nutzung der Schnelllader annähmen: "Sie tun es, wenn auch sehr zurückhaltend. Tesla Supercharger werden anderen Elektroautos zugänglich gemacht." Konkreter wurde der US-Milliardär auch auf Nachfragen hin nicht, was viel Spielraum für Spekulationen lässt. Schon in der Vergangenheit gab es laut des Internetportals ecomento.de Anfragen, unter anderem vom Start-up Aptera, Verhandlungen wurden  bisher nicht offiziell bestätigt.

Tesla-Gemeinde von Supercharger-Öffnung wenig begeistert

Einer der größten Schnellladeparks Deutschlands am Kreuz Hilden von Tesla und Fastned.

©Fastned

Technisch wäre eine Partnerschaft mit anderen Marken möglich, verwendet Tesla doch zum Laden in Deutschland in der V3-Generation den gängigen CCS-Ladestandard. Den Beweis lieferte im September 2020 ein Wochenende, an dem aus ungeklärten Gründen das Laden vorübergehend auch für fremde E-Autos möglich war. Problematischer wäre der Bezahlvorgang, der für Tesla-Fahrer automatisch abläuft. Vor allem aber scheint die Entscheidung zur Öffnung der Supercharger ein Spiel mit der Gunst der eigenen Kundschaft zu sein. Die empfindet das exklusive Schnellladen und das damit verbundene zügige Fortkommen als Privileg, das wegzufallen droht. Bei Twitter jedenfalls zeigten sich einige Tesla-Fans wenig begeistert. Der E-Auto-Pionier solle doch bitte schön erst mehr Schnellladepunkte errichten, schon jetzt seien viele von ihnen bei Ankunft bereits belegt.

An welchen Standorten stehen Tesla-Supercharger?

Die Supercharger stehen meist in der Nähe von Hauptverkehrsadern oder an Autobahnraststätten.  Tesla baut das Supercharger-Netz ständig aus. In Europa und im Nahen Osten gibt es insgesamt knapp 20.000 Anschlüsse an mehr als 2000 Orten. Die Aufteilung nach Regionen und Standorten variiert. In Deutschland waren es bis vor kurzem 81 fertige Standorte mit mehr als 750 Ladeplätzen. Drei weitere befanden sich zuletzt im Bau. Dazu kommen rund 25 in der Schweiz und knapp 20 Standorte in Österreich. Europaweit stehen rund 550 Ladestandorte zur Verfügung. Der deutschen Ladesäulenverordnung aus dem März 2016 hat Tesla so entsprochen, dass ältere Supercharger-Standorte nach und nach mit einem zweiten Kabel mit CCS-Stecker ausgestattet wurden. Der Supercharger V3 hat von vornherein einen CCS-Stecker.

*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

Fotos: DPA

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Ladesäule

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