Tesla Supercharger: Ladeleistung erhöht auf 250 kW
Wie schnell lädt man an Teslas Superchargern, was kostet es?
Fahrbericht Tesla Model Y
Bild: AUTO BILD
Inhaltsverzeichnis
- Welche Preismodelle gibt es am Supercharger
- So viel kostet Strom am Tesla-Supercharger
- Wie viel zahlen Fremdmarken am Supercharger?
- Preisvergleich zu anderen Schnellladern
- Welchen Vorteil bringt das Supercharger-Abo?
- Gilt die Supercharging-Mitgliedschaft europaweit?
- Wie erfahre ich die Supercharger-Strompreise?
- Gibt es Supercharger für zu Hause?
Tesla hat sein Supercharger-Netzwerk modernisiert: Weltweit lädt man jetzt sein E-Auto – egal, ob Tesla oder eine Fremdmarke – mit mindestens 250 kW. Mittelfristig soll an den Ladesäulen der neuesten Generation 350 kW möglich sein. Tesla spricht sogar von bald 500 kW Ladeleistung. Wann das möglich sein wird, ist allerdings nicht bekannt.
Überdies ist die Preispolitik des Netzbetreibers ein gutes Stück transparenter geworden: Seit Kurzem publiziert Tesla die Preise an jedem Supercharger zentral im Internet und über die App. Aktuell betreibt Tesla mehr als 3600 Supercharger-Ladepunkte an rund 200 Supercharger-Standorten in Deutschland. In Europa sind es mehr als 14.000 Ladepunkte, das Netz soll weiter wachsen. Inzwischen sind fast alle (mehr als 99 Prozent laut Tesla) auch von Elektroautos anderer Marken nutzbar.
Lade-Apps der Autohersteller 2025
100-80 Punkte = sehr gut; 79-70 Punkte = gut; 69-60 Punkte = befriedigend; 59-50 Punkte: ausreichend; 49-0 Punkte = mangelhaft
Dabei unterscheidet Tesla drei unterschiedliche Preismodelle:
1. An Standorten mit geringer Auslastung gibt es einen Einheitstarif, der durchgehend gilt. Er wird als "Base Rate" bezeichnet.
2. An Supercharger-Standorten mit höherer Nachfrage teilt Tesla die Tarife in die eher teure "On Peak Rate" (Hohe-Nachfrage-Tarif) ein.
3. Dazu kommt eine günstigere "Off Peak Rate" (Tarif bei niedriger Nachfrage).
Die Tarifzeiten sind nicht einheitlich! Grundsätzlich ist es tagsüber teurer als abends, nachts und am frühen Morgen.
Unterschieden wird außerdem zwischen Teslafahrern und Fremdmarken. Die zahlen an den Superchargern jeweils zwischen 15 und 20 Cent pro Kilowattstunde mehr.
1. An Standorten mit geringer Auslastung gibt es einen Einheitstarif, der durchgehend gilt. Er wird als "Base Rate" bezeichnet.
2. An Supercharger-Standorten mit höherer Nachfrage teilt Tesla die Tarife in die eher teure "On Peak Rate" (Hohe-Nachfrage-Tarif) ein.
3. Dazu kommt eine günstigere "Off Peak Rate" (Tarif bei niedriger Nachfrage).
Die Tarifzeiten sind nicht einheitlich! Grundsätzlich ist es tagsüber teurer als abends, nachts und am frühen Morgen.
Unterschieden wird außerdem zwischen Teslafahrern und Fremdmarken. Die zahlen an den Superchargern jeweils zwischen 15 und 20 Cent pro Kilowattstunde mehr.
Die Strompreise bei Tesla-Superchargern steigen und fallen nach internem Plan. Zuletzt sind sie gesunken. Der Preis fürs Tesla-Laden liegt aktuell (Stand: 24. Juli 2025) oberhalb des durchschnittlichen Stromtarifs für Haushaltsstrom – und leicht unter dem Niveau anderer Schnelllade-Netzwerke. In Stichproben liegt der günstige Grundtarif (Off Peak Rate) für Fremdmarken etwa zwischen 0,48 und 0,61 Euro pro Kilowattstunde.
In Zeiten hoher Nachfrage steigen die Tarife. Zumeist gilt zwischen 8 und 0 Uhr die teurere On Peak Rate. Allerdings variieren die Preise und auch die Zeitspannen je nach Standort. Wer ein Abo ("Supercharging-Mitgliedschaft") abschließt, lädt innerhalb einer Tarifspanne von 0,34 bis 0,42 Euro pro kWh. Dieser Tarif gilt auch für Tesla-Fahrer.
Typ-2-Ladekabel im Vergleich
Typ-2-Ladekabel im Vergleich
Die Preise am Supercharger sind regional unterschiedlich, sodass man Tarifunterschiede von über zehn Prozent beobachten kann. Ohne Mitgliedschaft zahlen Fahrer von Fremdmarken in Berlin-Gleisdreieck derzeit ab 0,58 Euro pro Kilowattstunde. In Hannover kostet es ab 0,48 Euro.
| Aktuelle Angebote | |
|---|---|
In Brunntahl bei München zahlt man dann mit Fremdmarke 58 Cent pro Kilowattstunde, mit Tesla oder als Supercharger-Mitglied kostet es 42 Cent. In der restlichen Zeit (0-8 Uhr) kostet es 42 Cent für Fremdmarken, 30 Cent für Tesla und Abo. In Berlin-Gleisdreieck kostet Laden für Fremdmarken einheitlich 58 Cent (Base Rate) pro kWh.
Mit der jüngsten Tarifänderung liegt Tesla leicht unter vielen großen europäischen Ladenetz-Anbietern wie Shell Recharge, Allego und EnBW. Zum Vergleich: Beim Anbieter Allego kostet Ad-hoc-Laden rund um die Uhr ab 0,63 Euro, bei Ionity sind es ohne Kundenrabatt 0,75 Euro, bei Shell Recharge zahlt man mit dynamischem Tarif ab etwa 0,56 Euro (jeweils pro kWh).
Damit ist Laden am Supercharger im Vergleich aktuell um einige Cent pro Kilowattstunde günstiger. Es kann sich also lohnen, auf Fern- oder Urlaubsreisen im E-Auto einen Tesla-Schnelllader anzusteuern.
Aktuell können alle E-Autos aller Marken mit CCS-Anschluss an fast allen Tesla-Standorten in Deutschland laden. Die Schnelllader sind meistens verkehrsgünstig direkt an einer Autobahn oder einem Autobahnkreuz gelegen, weshalb das Tesla-Supercharger-Netz 2024 die Auszeichnung "Autobahn-Champion" bekam.
Wie auch andere Netzbetreiber (z. B. Ionity und EnBW), will Tesla Kunden durch ein Abomodell binden, was mit vergünstigten Ladepreisen belohnt wird. Mit der "Supercharger-Mitgliedschaft" erhalten Nutzer von Fremdmarken den – günstigeren – Tesla-Tarif. Das Abo kostet 9,99 Euro im Monat, lässt sich monatlich kündigen. Außerdem gibt es eine Jahresmitgliedschaft für 100 Euro mit einer mindestens einjährigen Laufzeit, das entspricht 8,33 Euro pro Monat.

Bis Ende 2016 gewährte Tesla allen Neuwagen (Typ S und X) lebenslanges Gratis-Laden am Supercharger – Taxis ausgenommen.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Die "Supercharging-Mitgliedschaft" lässt sich über die Tesla-App abschließen. So lädt man als Fremdmarkenfahrer zum identischen Strompreis wie Tesla-Fahrer. Das wären aktuell zum Beispiel in Karlsruhe mindestens 0,29 Euro, während der Lade-Hochpreisphase zwischen 18 und 22 Uhr derzeit 0,42 Euro pro kWh. In Berlin-Gleisdreieck zahlt man aktuell im Abomodell am Supercharger ab 0,42 Cent (Base Rate).
Wann lohnt sich die Supercharging-Mitgliedschaft?
Die Mitgliedschaft lohnt sich – je nach Verbrauch und Standort bzw. jeweiligem Supercharger-Strompreis – erst ab etwa 60 Kilowattstunden im Monat, die man am Supercharger zapfen muss. Rechenbeispiel: Diese Strommenge kostet bei einem geschätzten Durchschnittspreis von 0,42 Euro für den Stammkundentarif 25,20 Euro. Ohne die 9,99 Euro Monatsgebühr dagegen würde man für 60 kWh schon 34,80 Euro (entsprechend 0,58 Euro/kWh) zahlen.

Inzwischen sind nahezu alle 250 Ladestationen von Tesla in Deutschland für Fremdmarken geöffnet. Sie zahlen allerdings höhere Preise.
Bild: Bernd von JutrczenkaDPA
Der VW ID.3 verbraucht laut AUTO BILD-Dauertest im Alltag etwa 21,3 kWh auf 100 km. Somit wäre erst ab einem monatlichen Pensum von mehr als 300 km die Supercharger-Mitgliedschaft erstrebenswert.
Die Supercharger-Mitgliedschaft gilt grenzüberschreitend. Somit können Elektroautofahrer, die über einen CCS-Anschluss verfügen und die Tesla-App nutzen, Supercharger in West- und Mitteleuropa nutzen. Natürlich theoretisch auch in anderen Erdteilen.

Betrieben von Tesla und Fastned: Einer der größten Schnellladeparks Deutschlands befindet sich am Kreuz Hilden.
Bild: Fastned
Die Mitgliedschaft gilt bisher noch nicht auf Island und in Israel. Auch in Osteuropa (Baltikum, Polen, Tschechien, Ungarn, Balkan) wurde bisher noch kein Supercharger für Fremdmarken geöffnet. "Wann osteuropäische Märkte dazukommen, steht aktuell noch nicht fest", sagt ein Tesla-Sprecher auf Anfrage von AUTO BILD. Derzeit hat Tesla auf dem Kontinent mehr als 10.000 Ladestationen an rund 900 Standorten in Betrieb.
An welchen Standorten können Elektroautos anderer Marken laden?
Ab 2021 öffnete Tesla das Supercharger-Netz in den Niederlanden, ab 2022 auch in Deutschland. Aktuell sind europaweit Tausende weitere Standorte für Fremdmarken offen, darunter auch in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Norwegen, Österreich, Schweden, der Schweiz und Spanien. In Osteuropa und auf dem Balkan dagegen gibt es bisher wenige offene Supercharger.
Kann man den Stromtarif eines Tesla-Superchargers vor der Anfahrt prüfen, um Preise zu vergleichen? Der Ladepreis steht nicht an der Ladesäule. Aber "Kunden können die Preise der einzelnen Standorte in ihren Routenplanern in den Fahrzeugen direkt einsehen", teilt Tesla mit. Das gilt für die Tesla-Fahrer.
Wer ein Elektroauto einer anderen Marke nutzt, kommt über die Tesla-App oder per Desktop-Computer über die Tesla-Ladekarte an die aktuellen Preise: Über den Menüpunkt "Ladenetzwerk" wird eine Landkarte mit den Tesla-Superchargern sowie Destination Chargern gezeigt. Bei den Supercharger-Stationen ist das jeweilige Tarifmodell (Base Rate, "Stoßzeiten") mit dem aktuellen Preis abgebildet. Dazu wählt man einen beliebigen Kartenausschnitt und aktiviert mit einem Fingertipp die Umkreissuche ("In dieser Region suchen").

Alle neuen Tesla-Modelle haben inzwischen eine CCS-Ladedose. Sie können also auch an den DC-Schnellladern anderer Anbieter Strom tanken.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Tesla-Navi zeigt lokale Schnelllader
Auch umgekehrt öffnet sich Tesla dem Markt: Mittlerweile zeigt das Bordnavi von Tesla-Modellen auch kleine, markenfremde Schnellladestationen. Das heißt: Tesla-Fahrer haben zukünftig in Europa und Israel die breite Auswahl, ob sie am Supercharger oder an OPC-Ladern von lokalen Anbietern laden wollen.
Neu ist allerdings auch, dass ein Ladepunkt ebenso schnell wieder aus dem Tesla-Navi verschwinden kann: Lädt über mindestens vier Tage kein Tesla an einer Station oder sinkt die "Erfolgsquote" beim Laden unter 70 Prozent (werden also zu viele Ladevorgänge abgebrochen), fliegt die Schnellladestation raus.

Tesla-Modelle fahren die Ladegeschwindigkeit ab einem bestimmten Akkustand automatisch herunter.
Bild: Jens Wolf
Überdies sind die Fremdmarken nicht gleichberechtigt: Wer eine längere Reiseroute ins Bordnavi von Tesla eingibt, dem integriert die Elektronik zum Zwischenladen ausschließlich Supercharger.
Supercharger sind nicht für den Gebrauch an Privat-Immobilien gedacht, eine private Anschaffung ist nicht möglich. Europäische Tesla-Modelle können problemlos am Supercharger, an einer Typ-2-Ladesäule und über den Schuko-Adapter am Hausanschluss geladen werden. Für selbst importierte US-Modelle gilt das jedoch nicht.
Für den Hausgebrauch bietet Tesla seinen Kunden 22-kW-Wandladestationen an. Wer seinen Tesla zu Hause möglichst komfortabel laden möchte, der kann auch die Anschaffung einer handelsüblichen Wallbox in Betracht ziehen.
Service-Links

















































