Test Arden AJ 21
Stählender Strahl

Wer sich in den Bann der lichtgewaltigen Schweinwerferbatterie ziehen lässt, hat schon verloren: Der Arden AJ 21 funkelt nicht nur angriffslustig mit den Augen, sondern vermag kraft geballt-geladener V8-Power auch das Schwert zu zücken.
- Ben Arnold
Immer einen Schritt voraus: Bereits in den 80ern stellte Arden sein erstes Kompressorfahrzeug vor – einen sechszylindrigen XJS. Jaguar bietet die mechanische Aufladung erst seit 1994 an. 1998 präsentierte das Werk den V8 mit Roots-Gebläse. Der findet – in zwischenzeitlich modifizierter Form – auch im aktuellen XF 4.2 SV8 Verwendung. Arden mischt unverändert mit – und macht aus dessen 416 Serien-PS galoppierende 458 Pferdestärken.
Karosserie/Qualität
Der Tuner aus Krefeld agiert im vierten Jahrzehnt in der Tuningbranche. Das sieht man: Beim XF mixt er mit sicherer Hand klassische und progressive Elemente. Tiefbettfelgen, Heckflügel und die Fußgängerschutz-getestete Kühlerfigur verweisen auf die eigene, wechselvolle Geschichte. Mit den LED-Tagfahrleuchten gelingt dem Veredler der Brückenschlag Richtung Moderne.
Fahrfreude/Antrieb

Bild: Lena Barthelmeß
Fahrleistungen
Trotz seiner riesigen 21-Zöller vermag sich der Arden AJ 21 vom Serienfahrzeug zu lösen. 0 auf 100 km/h dauert 0,5 Sekunden weniger (5,5 statt 6,0 Sekunden). In der Disziplin "Zwischenspurt" erkämpft sich das Tuningauto jeweils drei Zehntel Vorsprung. Was die Höchstgeschwindigkeit anbelangt, muss sich der AJ 21 dem Werksdiktat beugen: Bei 255 km/h ist Schluss. Inzwischen bietet Arden eine Aufhebung der Abregelung an – damit sollen echte 280 km/h drin sein. Die bescheidenen Bremswerte haben wohl weniger mit der geringfügig modifizierten Serienbremse zu tun als mit den aufgezogenen Yokohama Advan — die weniger gut funktionieren als die serienmäßigen Pirelli-Pneus.
Fahrwerk/Komfort

Bild: Lena Barthelmeß
Preis/Kosten
Der Premiumanspruch kostet extra: Die Tuningpreise liegen auf gehobenem, bisweilen abgehobenem Niveau. Immerhin hält sich der Verbrauch mit 14,8 Liter Super Plus in Grenzen – für Kompressor-Verhältnisse.
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Ben Arnold
Rasse mit Klasse: Der AJ 21 punktet mit Charisma und warmen Klängen. Der moderaten Leistungssteigerung gelingt es durchaus, sich in Szene zu setzen. Schwachpunkt: die zu langen Bremswege. Note 2-.
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