Seien wir ehrlich, der letzte CLK war wahrlich kein Aufputschmittel. Schon eher das Gegenteil. Böse Zungen sagen, Mercedes hätte ihn serienmäßig mit einer Strickweste ausliefern sollen, am besten in Beige. Und im Handschuhfach eine Schachtel Knoblauchpillen. Aber sei's drum, CLK war gestern. Nun darf sich der Coupé-Freund auf die zweitürige E-Klasse freuen. Und die wirkt ungleich anregender – fahrend, in freier Wildbahn übrigens noch mehr als auf Bildern. Dabei gelang es den Mercedes-Designern, den derzeit beliebten Macho-Look wohldosiert einzusetzen und mit einer Prise Eleganz zu veredeln. Gut gemacht!

Technisch gesehen sind am Coupé nur rund 60 Prozent wirklich E-Klasse

Das neue Coupé hat Stil, wirkt nobel und verdreht Köpfe. Merkmale, die beim Vorgänger zu kurz kamen. So gesehen geht auch die gehobene Modellbezeichnung in Ordnung. Technisch gesehen ist am E-Klasse Coupé indessen nur etwas mehr als die Hälfte, rund 60 Prozent, wirklich E-Klasse. Der Rest entspringt der C-Klasse. Langt das, um dem stolzen Preis gerecht zu werden? Wir wollten es genau wissen und sind von der E 350 CGI Limousine direkt in das E 350 CGI Coupé umgestiegen. Wo gewinnt der Coupé-Käufer, und was gibt er auf? Antworten auf diese Fragen finden Sie in der Bildergalerie!

Fazit

von

Wolfgang König
Das "E" geht schon in Ordnung, schließlich geriet das neue Coupé deutlich attraktiver und wertvoller. Außerdem fährt es sich so, wie ich mir eine sportive E-Klasse für das Leben zu zweit vorstelle. Andererseits: Wenn Komfort und Raumwichtig sind, dann spricht alles für die Limousine– aber ohne das Sportfahrwerk bitte.

Von

Wolfgang König