Test Subaru Impreza 2.5 WRX STi

Dezent ist irgendwie anders

Zwar gibt es den Subaru Impreza 2.5 WRX STi außer in Leuchtblau auch einfarbig silber; zur dezenten Limousine macht aber auch das den Renner nicht.

Kleine Limousine oder Supersportwagen?

Die stra√üenzul√§ssige Rennversion des Subaru Impreza, der WRX STi, war bisher nur mit ausladendem Spoilerwerk, in leuchtendem Metallicblau und mit goldfarbenen Felgen zu haben. Das Sondermodell "Limited" tr√§gt mit einem kleineren Heckfl√ľgel, ohne Dachkantenspoiler und mit silbernen Felgen weniger dick auf und ist in Grau, Silber und Schwarz lieferbar. Dazu ist es mit Nebelscheinwerfern und vor allem der zus√§tzlichen Ger√§uschd√§mmung ein wenig alltagsorientierter.

Gegen√ľber dem 2005er Modell hat der aktuelle STi einen kleineren Lufteinlass in der Frontsch√ľrze, und die Hutze f√ľr den Ladeluftk√ľhler ist nun flacher, was die Sicht verbessert. Innen fallen die trotz gutem Seitenhalt nicht zu engen Sportsitze und der zentrale Drehzahlmesser ins Auge.

Wie der "normale" blaue WRX STi hat auch der optisch abfrisierte Limited den neuen 2,5-Liter-Boxer mit 280 PS unter der Haube. Dessen Leistungsentfaltung ist zwar nicht mehr ganz so spektakul√§r wie beim fr√ľheren Zweiliter mit 265 PS; dennoch pr√§gt das ab gut 3500 Touren brutal einsetzende Drehmoment das Fahrerlebnis nachhaltig. Trocken schaltet man durchs knochige Sechsganggetriebe; die direkte Lenkung reagiert nicht unangenehm nerv√∂s. Das STi- Allradsystem unterscheidet sich von anderen Subaru durch das hecklastig ausgelegte Zentraldifferential mit manuell verstellbarem Sperrgrad.

Fahrleistung, Kosten, Fazit

Auf der Autobahn st√∂√üt der Turbo-Boxer an die Drehzahlgrenze; aber um die auf 250 km/h beschr√§nkten Sportlimousinen abzuh√§ngen, reicht‚Äôs allemal. Beschleunigen und √úberholvorg√§nge geschehen wie im Zeitraffer. Elektronische Fahrhilfen wie ESP w√ľrden zu diesem Sportger√§t nicht passen. Daf√ľr kann man per Zentralsperrenverstellung den Kurven-Driftwinkel variieren.

Komfort ist kein zentrales Merkmal des Stra√üenrenners. Die Federung ist hart, die doppelte Schottwand d√§mpft das Boxer-Bollern auf ein w√ľtendes Fauchen bei Vollast. Kommen wir zum Preis: 41.600 Euro f√ľr eine kleine Limousine sind viel, 148 Euro pro PS aber nicht. Nur Kleingeister fragen bei solch einer Rennmaschine nach dem Verbrauch ‚Äď Bleifu√üfahrt treibt ihn auf √ľber 20 Liter.

Fazit F√ľr den Vernunftmenschen ist ein Stra√üen-Viersitzer mit zehn bis 15 Liter Verbrauch und ohne ESP ein Alptraum. Doch wer es schafft, den n√ľchternen Verstand vor√ľbergehend beiseite zu schieben, wird sich dem Spa√ü, den eine unauff√§llige kleine Limousine mit den Fahrleistungen eines Supersportwagens macht, nicht verschlie√üen k√∂nnen.

Autor: AS

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