Nicht nur für Privatkunden ist die THG-Prämie seit Anfang 2022 finanziell interessant. Gerade Flottenbetreiber können mit dem Verkauf der CO2-Zertifikate eine weitere Einnahmequelle schaffen und die Kosten des eigenen Fuhrparks senken – wenn er aus rein elektrischen Fahrzeugen besteht.
THG-Quoten-Prämie
THG-Quotenhandel mit Emobia

Einfach Geld verdienen mit dem E-Auto

Bei emobia können Sie bis zu 400 Euro pro Jahr mit dem eigenen Elektroauto einnehmen – einfach hier registrieren und Prämie kassieren!

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Denn auch die eigene E-Auto-Fahrzeugflotte kann über einen der Dienstleister wie Emobia angemeldet werden. So profitiert das Unternehmen von den finanziellen Vergünstigungen der Elektrofahrzeuge. Das Prozedere läuft ab wie bei einem Privatfahrzeug: Einfach jedes der entsprechenden Autos mit seinen Daten anmelden, auf die Überprüfung warten, die rund einen Monat dauern kann – und die jeweilige THG Prämie wird vom Servicedienstleister an die Firma überwiesen.

Zwei Erlösmodelle für Flottenbetreiber

Generell gibt es zwei Erlösmodelle für den Flottenbetreiber; entweder er rechnet mit dem sogenannten Bestpreis oder zu einem Festpreis ab. Beim Bestpreis-Verkauf werden CO2-Zertifikate auf den Echtzeithandel beim THG-Quotenmarkt gesetzt und zum bestmöglichen Tarif verkauft.
Der Preis für eine Tonne CO2 kann zwischen 150 und 580 Euro liegen. Abzüglich der Provision des Vermittlers kommen 240 bis 400 Euro Ausschüttung pro Auto und Jahr beim Halter des Elektroautos bzw. beim Flottenbetreiber an.
Neben der normalen Provision bieten gerade Anbieter wie Emobia, Mobility House, Juicify oder "Geld-für-eAuto.de" oftmals nicht nur die Provision in Höhe von 255 Euro (maximaler Steuerfreibetrag) oder mehr; einige bieten auch weitere 25 Euro Zusatzprovision für die Vermittlung eines weiteren Kunden. Das gilt jedoch nicht für jedes Auto des Flottenbetreibers, sondern nur für jeden externen neuen Kunden.

So wird die THG-Prämie versteuert

Wie bei einer Privatperson und ihrem Elektroauto ist der Maximalbetrag zu versteuern, denn es handelt sich steuerrechtlich um eine "sonstige Einnahme". Wer gemäß §22 III EStG im Kalenderjahr allerdings unterhalb der Freigrenze von 256 Euro bleibt, muss hierfür keine Steuern bezahlen. Das haben sich THG-Anbieter wie Emobia zunutze gemacht: Sie bieten eine reduzierte THG-Prämie von maximal 255 Euro an.
Interessant: Wer den restlichen THG-Betrag in Höhe von bis zu 95 Euro (bei fiktiver Prämienhöhe von 350 Euro) nicht ungenutzt lassen will, kann diesen auch als Firmenkunde mit der eigenen Flotte einem guten Zweck zukommen lassen und die THG-Prämie spenden.

Wie viel verdient man bei emobia?

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Die Plattform emobia richtet sich ausdrücklich an private Elektroauto-Besitzer. Es gibt zwei Tarifmodelle: Der Flex-Tarif ist an die schwankende Treibhausgasminderungsquote angepasst, aktuell liegt er bei 355 Euro. Er könnte aber auch nur 150 oder bis zu 580 Euro betragen. Der Fix-Tarif ist zwar niedriger, bleibt aber stabil: Damit werden dem Eigentümer jährlich 268 Euro ausgezahlt. In Wahrheit sind die Erlöse jeweils höher, aber emobia kassiert 20 Prozent als Provision (ähnlich wie die Mitbewerber). Es spielt keine Rolle, wie hoch die jährliche Laufleistung ist. Man scannt den Fahrzeugschein, lädt ihn hoch und gibt die Bankverbindung an. Nach spätestens zwei Wochen ist die Prüfung abgeschlossen.

Was macht Maingau-Energie anders?

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Der Energieversorger Maingau-Energie hat ebenfalls ein Angebot für den privaten Emissionshandel mit Elektroauto-Zertifikaten. Es gibt nur einen Tarif: Eine Pauschale in Höhe von 260 Euro, die jährlich fest ausgezahlt wird. Die Auszahlung erfolgt etwa drei Wochen nach Antragstellung, verspricht der Stromversorger.

Welchen Haken hat das Angebot von Geld-für-eAuto.de?

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Die ZusammenStrom GmbH in Hamburg bietet unter dem Namen "Geld-für-eAuto.de" 300 Euro jährlich an, abhängig von der Fahrzeugklasse kann es auch mehr sein. Für Pkw mit Elektroantrieb ist das Angebot gedeckelt. Das ist das Risiko für Teilnehmer: Wenn der Markt sich weiterentwickelt, und damit ist aufgrund der gesetzlich verankerten Steigerung der THG-Quote zu rechnen, könnte der Erlös für den Anbieter steigen. Dann schöpft die Plattform den überschüssigen Gewinn ab. Eigentümer müssen das beobachten und rechtzeitig kündigen.

Welchen Zusatz-Rabatt bietet Mobilityhouse an?

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Das Unternehmen Mobilityhouse vermarktet unter anderem Wallboxen. Da liegt es nahe, für Wallbox-Käufer auch gleich noch die THG-Quote zu verkaufen. 250 Euro jährlich bietet die Plattform dafür. Mobilityhouse macht Besitzern von Elektroautos den Deal schmackhaft, indem das Unternehmen einen Rabatt in Höhe von 50 Euro für den Kauf einer Wallbox auslobt.

Wie rundet Fainergy sein Angebot ab?

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Tue Gutes und rede darüber: Fairnergy möchte sich von Mitbewerbern abheben, indem die Plattform einen Teil der Provision aus dem THG-Verkauf für gemeinnützige Zwecke einsetzt. Pro Elektrofahrzeug sechs Prozent der aktuellen Quote – das entspricht derzeit 26,64 Euro – will das Unternehmen aufwenden, um Solaranlagen für Privathäuser in Bangladesch zu bauen. User können den Spendenanteil aber auch beliebig erhöhen. Der Verdienst für den Kunden beträgt mindestens 275 Euro, verspricht Fairnergy.

Mit welcher Garantie wirbt eAuto Cash?

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Die Firma eAuto Cash aus Darmstadt macht nichts anderes als die oben genannten Konkurrenten. Allerdings versucht sie E-Auto-Fahrer mit bis zu 410 Euro Verdienst durch die THG-Quote zu ködern. Eine Einschränkung findet sich im Kleingedruckten: Garantiert wird eine Mindestauszahlung von 360 Euro, die Differenz ist abhängig von der tatsächlichen Quote, schreibt eAuto Cash. Das Unternehmen reklamiert für sich: "Höchste Ausschüttungsquote auf dem Markt." Und: "Finden Sie einen seriösen Anbieter, der prozentual eine höhere Ausschüttung anbietet, so gehen wir dessen Angebote selbstverständlich mit!"

Welche Kunden hat Wirkaufendeinzertifikat im Blick?

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Wer einen Fuhrpark aus Elektroautos betreibt, wird sich eventuell für das Angebote von Wirkaufendeinzertifikat interessieren: Das Start-up aus Zossen bei Berlin bietet für Flottenbetreiber individuelle Betreuung an. Auch der ausgelobte Verdienst für die THG-Quote ist relativ hoch: Bis zu 400 Euro stellt Wirkaufendeinzertifikat in diesem Jahr in Aussicht. Es gibt drei Auszahlungsmodelle: Bis zu 400 Euro erhalten E-Auto-Fahrer im "Flextarif" nach zwölf Wochen oder 200 Euro sofort innerhalb von 24 Stunden.

Warum ist das E.ON-Angebot nicht attraktiv?

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Der deutsche Energie-Riese E.ON macht ebenfalls Elektroautofahrern ein Angebot, für sie die Vermarktung ihrer Emissionszertifikate zu übernehmen. Allerdings bietet das Unternehmen mit Sitz in Essen aktuell nur 300 Euro – die immerhin garantiert. Wichtig zu wissen: nur E.ON-Kunden können an diesem Programm teilnehmen. Diese müssen die E.ON-App auf ihrem Smartphone speichern, den Fahrzeugschein per App fotografieren und mitsamt ausgefülltem Antrag versenden.

Was macht das Lowago-Angebot interessant?

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Nicht alle Vermittler gehen beim Zertifikatehandel offen und transparent vor. Einige lassen die Auszahlungsgarantie weg, manche behalten sich sogar das Recht vor, die THG-Quote doch nicht zu verkaufen. Das kann problematisch sein, denn für E-Auto-Fahrer wäre es mindestens ärgerlich, wenn sie von dem nicht erfolgten Verkauf zu spät erfahren – denn rückwirkend zum Vorjahr ist der Anspruch nicht mehr möglich. Lowago dagegen macht alles richtig: Das Unternehmen aus Obertshausen bei Wiesbaden bietet garantiert 310 Euro.

Warum ist die prozentuale Beteiligung von Elektrovorteil.de attraktiv?

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Der Anbieter Elektrovorteil.de macht es geringfügig anders: Hervorgehoben wird von dem Vermittler der THG-Zertifikate zwischen Großkunden und E-Auto-Besitzern eine prozentuale Beteiligung. Mindestens 85 Prozent der THG-Prämie landen beim Kunden, 15 Prozent kassiert Elektrovorteil.de ein. Zugleich garantiert der Makler, dass mindestens 350 Euro Prämie ausgezahlt werden. Mit dieser Offerte bietet Elektrovorteil.de eine Win-win-Chance: Bei steigender THG-Quote wächst einerseits die Prämie, andererseits auch die Provision. Wer dieses Angebot nutzt, sollte aufmerksam die Preisentwicklung beobachten.

Was gibt es beim ADAC obendrauf?

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Auch der ADAC mischt inzwischen mit bei der Vermittlung der THG-Zertifikate. Europas größter Automobilclub garantiert für das Jahr 2022 allen Interessenten eine Prämie von 350 Euro. Mitgliedern winken 20 Euro mehr oder eine Gutschrift für ihr ADAC e-Charge Ladekarten-Konto in gleicher Höhe.

Was verspricht der THG-Service von Instadrive?

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100 Prozent Erlös dank automatisierter und optimierter Prozesse verspricht Instadrive: "Wir zahlen dir die höchste THG-Prämie und nehmen keine Erfolgsprovision." Bis zu 475 Euro sind bei einem Elektro-Pkw drin, bei leichten elektrische Nutzfahrzeugen sogar bis zu 700 Euro. Wer will, kann den gesamten Betrag in die eigene Tasche stecken. Allerdings werden Interessenten auf der Website sehr aktiv dazu animiert, zumindest einen Teil zu spenden, zum Beispiel ans Rote Kreuz, die Deutsche Umwelthilfe oder an die Tafel Deutschland.

Was bietet Renault den THG-Prämien-Interessenten?

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"Mobilize EV Bonus" nennt Renault ganz modern sein Angebot fürs Kassieren der THG-Prämie. Allerdings liegt es mit garantierten 250 Euro eher im unteren Bereich der Verdienstmöglichkeiten auf dem Markt. Und: Die Auszahlung durch Renault dauert drei bis fünf Monate. Immerhin ist der Bonus nicht nur auf Besitzer eines Mégane, Zoe oder Twingo E-Tech beschränkt, das Programm steht auch anderen Kunden offen.

Von

Patrick Solberg