Toyota Auris: Kaufberatung
Gesucht: Der beste Toyota Auris

Toyota hat den Auris überarbeitet und ihm endlich einen konkurrenzfähigen Benziner gegönnt. Was sonst noch neu ist beim gelifteten Auris und was sich lohnt, klärt die Kaufberatung.
- Julia Winkler
Das wurde auch Zeit. Nicht, weil der Auris das Facelift optisch nötig hatte oder Toyota-Fahrer viel zu bemängeln haben – die Marke landet bei der Kundenzufriedenheit seit Jahren weit vorn –, es fehlte aber bisher an einem konkurrenzfähigen Benziner. Der kleine Sauger mit 99 PS wirkt mit dem mindestens 1,1 Tonnen schweren Kompakten überfordert, der 1.6er mit 132 PS kam damit zwar besser zurecht, konnte aber aufgrund seines dürren Drehmoments, das erst bei 4400 Touren anlag, in Tests nicht überzeugen. Deshalb stellen die Japaner ihrem Basismotörchen nun einen 1,2-Liter-Turbo zur Seite, der den Auris um Welten attraktiver macht. Den müden 1,6-Liter-Sauger schmeißt Toyota komplett aus dem Portfolio. Dabei hätte der 1.33 Dual-VVTi leistungstechnisch eher aufs Abstellgleis gehört, doch wäre dann auch der niedrige Einstiegspreis von 15.990 Euro dort gelandet, was der Hersteller tunlichst zu vermeiden wusste. So kostet der renovierte Auris in der einfachsten Ausführung exakt so viel wie das Vorfacelift, wird aber mit neuen Zutaten verfeinert.
Das Interieur wirkt nun deutlich wertiger

Aufgeräumtes Cockpit mit wenigen Schaltern: Blickfang ist der tabletartige Touchscreen.
Bild: Werk
Überblick: Alles News und Tests zum Toyota Auris
Zudem wird der Fahrer künftig optional von einem Notbremsassistenten unterstützt, der bis 80 km/h aktiv ist und das Tempo bei drohenden Kollisionen um bis zu 30 km/h reduziert. Das sogenannte Safety-Sense-Paket enthält für günstige 550 Euro obendrein einen Spurhalte- und Fernlichtassistenten sowie eine Verkehrszeichenerkennung. Etwas verwirrend jedoch: Tempoangaben, welche die Kamera der Schildererkennung erfasst und im Mitteldisplay anzeigt, stimmen nicht immer mit den vorprogrammierten Werten des Navigationssystems überein. Bei fehlenden Verkehrszeichen, etwa bei der Auffahrt zur Autobahn, zeigt das Mitteldisplay so beispielsweise 50 km/h an, während das Navi schon "Tempo unbegrenzt" vermeldet. So viel zu den versteckten Neuerungen.
Sportliche Optik mit durchtrainiertem Hintern

Längere Überhänge: Der Fünftürer legte um 5,5, der Kombi um 3,5 Zentimeter zu. Die Platzverhältnisse für die Passagiere sind fast unverändert.
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1200 Euro Aufpreis für den Kombi lohnen sich

Dank Fernentriegelung klappen die Rücksitze per Hebelzug im Laderaum nach vorn – serienmäßig beim Kombi.
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Die neuen Motoren machen den Auris konkurrenzfähiger

Das stufenlose Multidrive-S-Getriebe arbeitet wenig harmonisch und dämmt das Temperament des Auris ein. Deshalb raten wir zum Sechsgang-Handschalter.
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Weitere Infos zum Toyota Auris und seinen wichtigsten Konkurrenten finden Sie oben in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv:
Fazit
Mit dem Facelift ist der Auris für seine zweite Amtszeit bestens gewappnet. Der durchtrainierte Look gefällt, ebenso die gehobene Ausstattung, die Qualitätsanmutung und die einfache Bedienung. Wichtigster Fortschritt sind jedoch die beiden neuen Motoren, die Toyotas Kompakten zwar nicht zum Sportler adeln, aber ein gutes Stück spritziger machen. Weil der Touring Sports der praktischere Auris ist, empfehlen wir ihn. Dazu passt am besten der flotte 1.2 T oder der sparsame und kräftige 1.6er Diesel. Dazu wähle man die Comfort-Linie und investiere 1500 Euro in das umfangreiche Business-Paket. Fertig ist der Auris 2.0 – eine günstige Alternative zu Golf & Co.
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