Dieses Auto ist ein Crossover im Wortsinne. Toyota zeigt den bZ4X Touring – ein Kombi-SUV mit Elektroantrieb und ganz nebenbei das stärkste elektrische Modell der Marke.

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Toyota bZ4X

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Länger, höher und mit mehr Platz

Doch starten wir mit den praktischen Tugenden des neuen Autos. Der Kombi-Bruder des Elektro-SUV bZ4X bietet mehr Kofferraum: 600 Liter passen hinter die Rückbank, 148 Liter mehr als beim Nicht-Kombi (der fasst 452 Liter). Damit liegt das Ladevolumen fast auf dem Niveau des Skoda Octavia Combi (640 Liter) – und es toppt den BMW 5er Touring (540 Liter). Einen Wert für das Volumen mit umgeklappter Rückbank bleibt Toyota uns noch schuldig.
Doch damit nicht genug, auch für die Insassen in Reihe zwei ist mehr Platz vorhanden. Die höhere Dachlinie sorgt vor allem für ein Plus an Kopffreiheit. Man nimmt auf bequemen Sitzen Platz, dank ausgestellter Seitenpolster ist zumindest in der ersten Reihe auch ein guter Seitenhalt gegeben.
Das Mehr an Platz geht selbstverständlich mit veränderten Abmessungen einher. Im Vergleich zum bekannten bZ4X ist der Touring 144 Millimeter länger, macht insgesamt 4830 Millimeter. Mit einer Höhe von 1670 Millimetern überragt der Kombi seinen Bruder um dezente 20 Millimeter.

Der stärkste Elektro-Toyota

Ein großer Kofferraum bei einem Auto, das das Wort Touring im Namen trägt – das war zu erwarten. Überraschend ist aber, dass Toyota der Kombiversion des bZ4X mehr Leistung spendiert. Jedenfalls in der Allradversion. Noch ist das Auto nicht homologiert, aber Toyota peilt 380 PS an. Damit ist der Touring nicht nur deutlich stärker als das normale SUV (343 PS), sondern sogar der stärkste Toyota mit E-Antrieb!
Toyota bZ4X Touring
Elektroauto-typisch ist die maximale Anhängelast nicht besonders hoch. Bis zu 1,5 Tonnen zieht der bZ4X Touring.
Bild: Toyota Deutschland GmbH

Mehr Reichweite als das normale SUV

Beim Frontantrieb hingegen bleibt es bei den bekannten 224 PS. Hier will Toyota aber bei der Reichweite noch eine gute Schippe drauflegen. Bis zu 560 Kilometer soll eine Akkuladung reichen. Der normale bZ4X schafft 513 Kilometer (WLTP).
Beide Versionen kommen mit einem 74,7 kWh großen Akku. Die Reichweite des Allradmodells kommuniziert der Hersteller noch nicht. Ebenso die Ladezeit am Schnelllader mit bis zu 150 KW. Wahrscheinlich dauert es wie beim normalen SUV rund 30 Minuten, die Batterie von 10 auf 80 Prozent aufzuladen. Dank Vorkonditionierung soll das Laden aber unabhängiger von der Temperatur werden.
Das Einstiegsmodell mit kleinerem Akku und 167 PS wird es für den Touring nicht geben.
Toyota bZ4X Touring
Geladen wird mit bis zu 150 kW. Wahrscheinlich dauert es wie beim normalen SUV rund 30 Minuten, die Batterie von zehn auf 80 Prozent aufzuladen.
Bild: Toyota Deutschland GmbH

Eigenständiges Heck für den Touring

Optisch macht der bZ4X Touring auf Gelände-Kombi. Dazu tragen die Dachreling und die auf robust getrimmten Stoßstangen und Schweller bei.
Am Heck wartet aber eine Überraschung: Das Kombi-SUV ist nicht einfach ein verlängerter bZ4x – stattdessen ist das Design der Rückseite eigenständig. Es wirkt konservativer als beim normalen SUV. Die Rücklichter sind nicht so ausladend, sondern seitlich kompakt unter dem durchgehenden LED-Band zu finden. Dominiert wird das Gesamtbild von einem auffälligen Element in mattem Silber auf der Schürze. Das erinnert optisch stark an einen Unterfahrschutz.
Innen gibt es keine großen Änderungen. Das Facelift-Interieur des bZ4X zieht auch in den Touring ein. Die Materialqualität ist gewohnt solide, das Infotainment bietet ein 14-Zoll-Zentraldisplay und ein 12,3-Zoll-Kombiinstrument. Nach unserer Einstellung der Sitzposition und Lenkradhöhe verdeckt der Lenkradkranz leider die Sicht auf das Cockpitdisplay, ähnlich wie bei vielen Peugeot-Modellen.
Toyota bZ4X Touring
Den Innenraum mit 14 Zoll großem Display für das Infotainment kennen wir bereits aus dem bZ4X Facelift.
Bild: Toyota Deutschland GmbH

Preisaufschlag für den Touring denkbar

Der Marktstart steht bereits fest: Anfang 2026 will Toyota den bZ4X Touring anbieten. Zum Preis gibt es bislang keine Infos. Aktuell steht das normale SUV als Vorfacelift ab 42.900 Euro bei den Händlern. Schon hier dürfte es teurer werden, wenn die geliftete Version in Kürze kommt. Für den Touring rechnet AUTO BILD darum mit einem Einstiegspreis um 45.000 Euro.
Toyota hält sein Versprechen und stockt die Elektropalette auf. Dass dabei ein Kombi-SUV rausspringt, kam unerwartet. Auf dem Papier hat der bZ4X jetzt schon einen guten Nutzwert und ordentlich Power. Wie er sich in der Praxis schlägt, wird AUTO BILD im ersten Test berichten.