Fahrbericht Toyota GR Yaris

Fahrbericht Toyota GR Yaris

Toyota GR Yaris: Test, Fahrbericht, Motor, Preis

Mit dem Toyota GR Yaris im Schnee – da kommen echte Glücksgefühle auf

Ende 2019 sind wir Toyotas GR Yaris erstmals gefahren, dann haben wir ewig auf das Serienauto gewartet. Jetzt ist es da – und es schneit. Herrlich!
Es ist Ende 2019, Estoril, Portugal. Auf der Ex-Grand-Prix-Strecke hat Toyota zum Tanz gebeten. Im Gepäck haben sie die abgeklebten Testträger eines Performance-Kleinwagens. In der Box extra historische Rallye-Boliden und ein Schnittmodell des aufwendigen Allradsystems aufgebaut. 
Rund ein Jahr später dürfen wir dann endlich das Serienauto des GR Yaris fahren – ach wo: vor der Kurve anstellen, raus mit dem Hintern, quer ums Eck. Wir spielen mit ihm, erklären ihn spontan zum "Highlight des Yaris". Sein eigentliches Metier blieb ihm jedoch verwehrt – bislang. Schnee, die weiße Pracht. Da kommen echte Glücksgefühle auf. Wir befinden uns zwischen Peiting und Oberammergau – irgendwo im Wald. Nicht selten in dieser Gegend. Rallye-Ass Niki Schelle hat uns hierhergelotst: Die alte Sonderprüfung "Wildsteig", Rallye Oberland – da ist immer Schnee und selten geräumt. Genau das, was wir brauchen: kleine Sträßchen, enge Kurven, Schneewall an der Seite. Hier fühlt sich der GR Yaris mit seinem Permanentallrad wohl. Toyotas Eigenentwicklung wird über ein Aluminium-Verteilergetriebe gesteuert und zeichnet sich durch seine leichte Konstruktion und den robusten Charakter aus. Schließlich ist der GR Yaris das Homologationsmodell für die Rallye-WM, muss also einiges abkönnen. Wer das 4490 Euro teure High-Performance-Paket (HPP) dazuordert, bekommt obendrauf zwei Torsen-Differenzialsperren, die das Antriebsmoment optimal zwischen Vorder-und Hinterachse verteilen.

Im Schnee ist der hochgezüchtete Yaris in seinem Element

Toyota GR Yaris (2020): Test - Driften - Sportwagen - Info

Mit dem neuen Toyota Yaris GR auf der Rennstrecke

Ums Eck geht es auf weißem Grund wahlweise angependelt oder schlicht per Gasstellung und Leistungsübersteuern, denn mittels Drehschalter vor der Sechsgang-Handschaltung lässt sich die Kraftverteilung von 60:40 ("Normal") über 50:50 ("Track") bis hin zu 30:70 ("Sport") regeln. Während auf der Rundstrecke Track perfekt ist, braucht es im Schnee zwingend den spaßigen Sport-Modus. So lässt sich eine rutschende Vorderachse im Handumdrehen in einen sehenswerten Drift verwandeln. Die montierten Conti-Winterreifen machen die Lenkung schön gefühlsecht, ganz zur Not hilft die mechanische Handbremse nach, denn Toyota verbaut bewusst keine moderne E-Parkbremse. Wir sitzen ja schließlich in einem Rallyeauto. Dazu passt auch der Sechsgang-Handschalter, dessen Schaltknüppel rallyeesk höher sitzt als in einem gewöhnlichen Sportwagen – analog zur Sitzposition, die vor allem in Rechtskurven für einiges an Kopfzerbrechen sorgt.
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So bleibt zwischen Innenspiegel und Zentraldisplay nur noch ein schmaler Spalt, um den Kurvenscheitel anzupeilen. Großgewachsene sehen gar nur Spiegel. Was die Testfahrer Jari-Matti Latvala und Kris Meeke da geritten hat, kein Veto einzulegen, wüssten wir wirklich gern. Das bleibt aber nahezu der einzige Negativpunkt am sonst famosen Schneegestöber.

Der Kleinwagen-Fahrspaß hat natürlich seinen Preis

Spaßiger Kraftzwerg: Auf Schnee lässt es sich mit dem GR herrlich driften. Nur die Aussicht passt nicht immer.

©Lena Willgalis / AUTO BILD

Dass der GR Yaris schon bei 230 km/h elektronisch begrenzt wird, stört uns bei diesen Bedingungen nicht, wobei bei der gebotenen Leistung sicherlich mehr drin wäre. Apropos: 261 PS holt Toyota triebwerksseitig heraus – aus einem Dreizylinder! Das ergibt eine Literleistung von fast 162 PS, die zudem erstaunlich fahrbar und harmonisch abrufbar ist. Bei trockenen Bedingungen und mit den Michelin-Sommerreifen des High-Performance-Pakets geht es in 5,5 Sekunden auf Tempo 100. Letzteres bietet dem Sportfahrer neben den bereits erwähnten Sperren und dem griffigeren Reifensatz übrigens noch eine verstärkte Bremsanlage und geschmiedete 18-Zoll-Leichtmetallräder. Preislich ruft Toyota 33.200 Euro für die Normalversion und 37.690 Euro mit HPP auf – und verdient mutmaßlich nicht mal Geld damit. Ist das teuer? Ja. Ist es das wert? Auf jeden Fall! (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich)
Technische Daten Toyota Yaris GR • Motor: Dreizylinder, Turbo, vorn quer • Hubraum: 1618 cm³ • Leistung: 192 kW (261 PS) bei 6500/min • max. Drehmoment: 360 Nm bei 3000-4600/min • Antrieb: Sechsgang manuell, Allrad • Länge/Breite/Höhe: 3995/1805/1455 mm • Leergewicht: 1271 kg (Messwert) • 0-100 km/h: 5,0 s (Messwert) • Vmax: 230 km/h (abgeregelt) • Testverbrauch 9,1 l/100 km (Super plus) • Preis: ab 33.200 Euro.

Fahrbericht Toyota GR Yaris

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*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

Fotos: Lena Willgalis / AUTO BILD

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