Toyota Prius mit Solarzellen

Toyota Prius Plug-in (2017): Fahrbericht

Toyota Prius Prototyp: selbstladendes E-Auto mit Solarzellen

Dieses E-Auto lädt sich selbst auf

Ein Elektroauto, das keine Steckdose braucht? Ein Traum, an dem Toyota bereits arbeitet – mit einem Prius voller Solarzellen. So soll es funktionieren!
"Ich hätte gerne ein E-Auto, aber wie soll ich es aufladen?" Diese Frage stellen sich nicht nur Mieter einer Etagenwohnung, denen ein kilometerlanges Kabel oder ein Parkplatz mit Ladesäule vor der Haustür fehlt. Die fehlende Ladeinfrastruktur ist – neben dem hohen Preis und der weiterhin überschaubaren Reichweite aktueller E-Autos – noch immer das Totschlagargument gegen die Elektromobilität in Deutschland. Aber wie wäre es, wenn aufs Laden per Stecker ganz verzichtet werden könnte? Wenn sich mein Auto selbst mit Energie versorgt? Bislang noch ein Traum, den Toyota nun verwirklichen will: mit einem E-Auto, dessen Batterie allein durch Sonnenenergie aufgeladen wird. (Hier geht es zum großen Solar-Ladegeräte-Vergleich 2019.)

Paneele großflächig auf dem Auto verteilt

Der Forschungs-Prius hat insgesamt 1100 Solarzellen auf seiner Karosserie verteilt. Nennleistung: 860 Watt.

Seit Juli 2019 und noch bis März 2020 testen die Japaner einen Prius-Prototyp mit 1100 hoch entwickelten Solarzellen an Bord, der gänzlich ohne Ladestation auskommen soll. Beteiligt am Projekt sind auch Batterieproduzent Sharp und die Forschungsorganisation NEDO (New Energy and Industrial Technology Development Organization). Das Geheimnis: Die Solarpanels sind mit einem Umwandlungs-Wirkungsgrad von 34 Prozent deutlich effizienter als herkömmliche Photovoltaik-Zellen, die nur 20 Prozent des Lichts in Strom umwandeln. Die Elastizität der nur 0,03 Millimeter dicken Paneele erlaubt es, dass sie nicht nur auf dem Dach, sondern auch auf der Fronthaube, der Heckklappe und an weiteren Stellen der Karosserie angebracht werden können. Die in der Batterie gespeicherte Nennleistung der gesamten Anlage beziffert Toyota auf 860 Watt – das 4,8-Fache im Vergleich zum herkömmlichen Prius Plug-in-Hybrid mit Solarladesystem (nur auf dem Dach und lediglich für einen Bruchteil der Ladeleistung zuständig). Und: Der Forschungswagen kann nicht nur in Parkposition, sondern auch beim Fahren aufladen.

Viermal 50 km pro Woche – ohne zu laden

Laden in Bewegung: Nicht nur im Stand, auch während der Fahrt können die Paneele Sonnenenergie umwandeln.

Die Forschung mit dem Solar-Prius passt zur neuen Gesamtstrategie des bisherigen Hybrid-Spezialisten Toyota, der mit Subaru aktuell eine eigene Plattform für reine Elektrofahrzeuge entwickelt. Bislang hilft die Energiezufuhr durch die Sonne allerdings maximal Pendlern in Teilzeitarbeit weiter: "Wenn das Auto an vier Tagen pro Woche maximal 50 Kilometer gefahren wird, muss es nicht extern mit Stecker geladen werden", sagt NEDO-Direktor Mitsuhiro Yamazaki laut einem Bericht von "Bloomberg". Takeshi Miyao, Autoanalyst der Consultingfirma Carnorama, sieht den großen Durchbruch "erst in ein paar Jahrzehnten".

Toyota Prius Plug-in (2017): Fahrbericht

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