Bei der Tuning Trophy Germany geht es um nichts weniger als um den Titel "Bestes Tuning-Auto Deutschlands". Ab dem 27. September müssen sich Sidney Hoffmann und seine Co-Juroren zwischen Fahrzeugen verschiedenster Tuning-Styles entscheiden. Beim Kampf um die Krone ist auch Thomas Rodewohl mit seinem 1986er Trabant 601 dabei. Nach vier Jahren Umbauzeit und 25.000 investierten Euros wird der Trabi seinem Spitznamen "Rennpappe" durchaus gerecht.

Umfassend gecleante Karosserie

Trabant 601
Der Trabi tritt clean und tief auf – aber subtil. Nur Kennern fallen die Karosserie-Tuningmaßnahmen sofort auf.

Auf den ersten Blick ist das Tuning noch ziemlich subtil. Alles in allem ist der Auftritt im Vergleich mit dem Serien-Trabi jedoch deutlich anders – aber eben erst bei genauerem Hinsehen. Am augenscheinlichsten sind die Tieferlegung und die PLS-Hockenheim-Felgen in 7 und 7,5x13 Zoll mit heftigem Negativ-Sturz. Nach und nach fallen dann auch die cleane Karosserie, lackierte Teile und die Nachrüst-Leuchten auf.

Getunter Motor vom Wartburg 353

Trabant 601
Um den getunten Motor in angenehmen Temperaturfenstern zu halten, wurde ein Kühler nachgerüstet.

Besonders stolz ist der 37-jährige Besitzer aber auf das, was unter der Karosserie steckt. Die Technik wurde nämlich einmal komplett auf links gedreht. Unter der Motorhaube steckt statt des 26-PS-Trabi-Motors jetzt ein Einliter-Dreizylinder vom Wartburg 353. Dessen Leistung wurde mittels Dreifach-Vergaser, geänderter Steuerzeiten, Zusatzkühler und neuem Auspuff von 50 auf rund 80 PS gesteigert. Mit einem selbst entwickelten Adapter wurde der längs eingebaute Motor ans Getriebe angeflanscht. Die Radnaben und Bremsen stammen vom VW Golf 1 GTI. Tank und Batterie wanderten zwecks besserer Gewichtsverteilung in den Kofferraum. Zusammen mit den versteckten Leitungen kommt der Motorraum jetzt enorm clean daher.

Käfig für mehr Steifigkeit

Trabant 601
Den Boden ziert ein Schachbrettmuster, das Armaturenbrett wurde mit Leder überzogen.

Bei dieser signifikanten Leistungssteigerung musste die Karosserie versteift werden. Das geschah mittels einer kompletten Zelle von Pleie. Um das Zusatzgewicht zu kompensieren, flog alles raus, was nicht fürs Fahren gebraucht wird. So ist der Trabi jetzt ein reiner Zweisitzer. Vorhanden sind im Prinzip nur noch ein Raid-Sportlenkrad und zwei Schalensitze samt Hosenträgergurten. Bei der Tuning Trophy tritt der Trabi dann gegen VW Polo und Opel Cascada an – zu sehen ab dem 27. September auf DMAX!