VDA zu Risiko von Hackerangriffen
VDA hat Hacker auf dem Schirm

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Nach einem aufsehenerregenden Auto-Hackerangriff in den USA hat der VDA die Brisanz des Themas betont. Man müsse den Angreifern "zwei Schritte voraus" sein.
Bild: dpa
(dpa) Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat nach einem spektakulären Hackerangriff auf ein fahrendes Auto in den USA betont, dass die Branche auf die digitale Sicherheit der Fahrzeuge achte. "Das Thema nehmen wir seit Jahren sehr ernst", sagte ein Verbandssprecher am Donnerstag (23. Juli 2015) der dpa. Zuvor war es zwei Sicherheitsexperten in einem Experiment gelungen, einen fahrenden Chrysler Jeep fernzusteuern. Sie hatten sich über eine Sicherheitslücke in dem internetverbundenen Unterhaltungssystem an Bord bis zur Steuerungstechnik vorgearbeitet. So konnten sie das Auto abbremsen, die Scheibenwischer anschalten und das Radio bedienen.
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Autos enthalten immer mehr internetbasierte Dienste wie Navigation oder Musik-Streaming. Der VDA erklärte, Autofahrer müssten solche Dienste nutzen können, das sei ein klarer Trend – aber ohne dabei Abstriche bei der Sicherheit in Kauf nehmen zu müssen. "Das Ziel ist es immer, einem möglichen Missbrauch mindestens zwei Schritte voraus zu sein. Ausruhen darf man sich hier nie", sagte der VDA-Sprecher.Ein Mantra von Sicherheitsfachleuten ist, die Unterhaltungssysteme strikt von der Steuerung der Fahrzeuge zu trennen. Der ADAC hatte Autobauer aufgefordert, stärker auf die digitale Sicherheit zu achten. "Sicherheit muss der technischen Entwicklung standhalten", sagte ein Sprecher. Er forderte eine unabhängige Überprüfung der digitalen Systeme: "Wenn Autos fahrende Computer sind, muss man auch Sicherheitschecks einführen."
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