Vorstellung Renault Koleos
Renault auf Abwegen

Renault hat sich Zeit gelassen mit seinem ersten SUV. In Genf darf endlich die Serienversion des Koleos Premiere feiern – mit smarter Crossover-Linie und intelligenter 4x4-Technik.
- Stephan Bähnisch
Pariser Autosalon, Herbst 2006: Eine Renault-Studie namens Koleos Concept zieht die Blicke auf sich. Der gefällige Crossover wird sicher schon sehr bald auf den SUV-Zug aufspringen, dachte jeder. Trotzdem hat es noch mal eineinhalb Jahre gedauert, bis der Koleos seine Preimiere auf dem 78. Genfer Salon (6. bis 16. März 2008) feiern darf. Mit 4,52 Meter Länge und 1,85 Meter Breite ist er nur geringfügig größer als der Kompaktvan Scénic und reiht sich gegen BMW X3, VW Tiguan und Mercedes GLK in die lange Reihe der SUV-Konkurrenz ein. Optisch unverkennbar ein Renault dank der großen Raute im Grill. Ein in die Frontschürze integrierter Unterfahrschutz stützt die These, dass hier nicht nur ein Vertreter für Großstadtschluchten kreiert wurde. An den Flanken setzen ausgeformte Radhäuser sowie Schutzelemente am Unterboden Akzente.
Für Geländefahrten gerüstet

Bild: Werk
Sicherheitspaket komplett
Ergänzt wird die Liste der Fahrdynamikregelungen mit ESP und ABS inklusive elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistent. Für eine gewisse Geländetauglichkeit sorgt auch die Bodenfreiheit von 20,6 Zentimetern bei der Variante mit Benzinmotor und 18,8 Zentimetern bei den beiden Diesel-Versionen. Dank der Böschungswinkel von 27 Grad vorn und 31 Grad hinten kann das Renault-SUV selbst deftige Steigungen erklimmen. Bei allen drei Motorisierungen überträgt ein manuelles Sechsang-Schaltgetriebe die Kraft auf die Räder. Für die 2.0 dCi-Varianten ist zudem eine Sechsstufen-Automatik erhältlich. Das Platzangebot rangiert auf Klassenniveau: Der Kofferraum bietet 450 Liter Stauvolumen bei Beladung bis zur Fensterkante. Wird die im Verhältnis 60:40 geteilte Rückbank umgeklappt, entsteht ein durchgängig ebener Laderaum mit 1380 Liter Fassungsvermögen. Der Koleos verfügt im Heckabteil über zwei Hebel zum Vorklappen der Rücksitze, der Beifahrersitz lässt sich zusammenfalten, sodass Frachtgut von bis zu 2,6 Meter Länge transportiert werden kann.
Die Heckklappe ist horizontal geteilt, das untere Segment lässt sich dank seiner Tragfähigkeit von 200 Kilogramm bei einem Ausflug von zwei Personen als Sitzgelegenheit nutzen.
Die Heckklappe ist horizontal geteilt, das untere Segment lässt sich dank seiner Tragfähigkeit von 200 Kilogramm bei einem Ausflug von zwei Personen als Sitzgelegenheit nutzen.
Luxus auf Wunsch
Für Komfort im Cockpit sollen unter anderem ein Zweizonen-Klimasystem, ein Audio-System von Bose oder das Panorama-Schiebedach mit 0,75 Quadratmeter Gesamtfläche sorgen. Das Panoramadach ist mit dem schlüssellosen Zugangs- und Startsystem verbunden. Sobald sich der Fahrer mit der Chipkarte vom Fahrzeug entfernt, schließt es sich automatisch. Als Option haben die Franzosen ein Multimedia-Navigationssystem mit Radio und Sechsfach-CD-Wechsler sowie die Telefonfunktion mit Bluetooth-Schnittstelle, eine Einparkhilfe, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit aktivem Kurvenlicht und eine automatische Parkbremse im Angebot. Immer an Bord sind sechs Airbags. Bleibt sie Frage nach dem Preis – Renault wird sie in Genf beantworten.
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