Volkswagen zeigt endlich auch die Basisversion des neuen VW Golf 8. Generation acht der Wolfsburger Kompaktklasse startet künftig bei 19.995 Euro und erfüllt damit gerade so das Versprechen, den Golf unter 20.000 Euro anbieten zu wollen. (Ersparnis bei carwow.de bis zu 6663 Euro.) Aber wie viel Golf bekommt man für den günstigsten Basispreis überhaupt? AUTO BILD hat sich durch den Konfigurator gearbeitet und zeigt, was der günstigste Golf 8 zu bieten hat – und was es kostet, ihn mit Extras aufzupeppen!Für knapp unter 20.000 Euro bietet Volkswagen sein beliebtestes Modell nun also an. Als Fünftürer, wohlgemerkt, denn das ist ein Novum – bislang hatte der Basis-Golf grundsätzlich drei Türen, was das erste Kreuz in der Aufpreisliste für viele schon unumgänglich machte.

Basis-Golf leistet 90 PS

So viel Golf gibts für unter 20.000
Im Cockpit überwiegt die Farbe Schwarz. Das Digital-Cockpit ist immer Serie.

Unter der Haube der nicht genauer betitelten Basisversion 1.0 TSI arbeitet ein Dreizylinder mit 90 PS. Geschaltet wird per Hand über ein Fünfgang-Getriebe. Lackiert ist der Golf in der einzigen aufpreisfreien Farbe "Uranograu". Der Golf 8 steht in seiner Basisversion auf 15 Zoll großen Stahlfelgen mit Radkappen. Beim Blick in den Innenraum wirkt der günstigste Golf mit seinen beiden Displays keineswegs einfach ausgestattet: Bereits in der Grundausstattung ist der Tacho digital, das Radio wird über einen großen Touchscreen bedient. Allerdings ist der digitale Funktionsumfang in der günstigsten Ausstattung etwas mager.

Diese Extras sind sinnvoll

So viel Golf gibts für unter 20.000
In der Golf-Basis kosten Einparkhilfen extra. Selbst am Heck sind PDC-Sensoren kein Standard.
Wer etwas mehr Komfort haben möchte, der wird wohl nicht um ein gewisses Maß an Zusatzausstattung herumkommen. Neben dem Basislack kostet der günstigste Uni-Lack (Farbton Weiß) 230 Euro Aufpreis, mit Metallic-Effekt geht's bei 610 Euro Aufpreis los. Wer auf Alufelgen nicht verzichten kann, darf ganze 980 Euro extra einrechnen. Dann wächst auch der Durchmesser der Räder auf 16 Zoll. Was die Komfort-Features angeht, kommt der Golf in der Basis gänzlich ohne Einparkhilfen. Dieser Missstand kann für 580 Euro korrigiert werden – dann piepst das PDC-System sogar nicht nur hinten, sondern auch vorne. Ein Tempomat kostet laut VW-Preisliste 220 Euro extra. Wer in der kalten Jahreszeit einen warmen Hintern haben möchte, der gibt 625 Euro für das Winterpaket mit beheizten Vordersitzen und einem Lederlenkrad aus. Damit das Display in der Mitte mehr Features bekommt, ist die "App-Connect"-Option für 225 Euro sinnvoll. Mit ihr ziehen Apple Carplay und Android Auto in den Golf ein und ersetzen somit ein teures Onboard-Navigationssystem. Alle genannten Extras kosten zusammen 2860 Euro (gerechnet mit dem Uni-Lack). Unterm Strich macht das 22.855 Euro für einen Basis-Golf mit sinnvoller Zusatzausstattung.

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VW Golf
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VW Golf 8 im Test

"Life"-Ausstattung nur unwesentlich teurer

So viel Golf gibts für unter 20.000
Basis-Käufer müssen sich mit Stahlfelgen und Radkappen begnügen (Bild). Alus kosten 980 Euro.
In unserer Konfiguration nähert sich der Golf schon der Ausstattungslinie "Life": Der neue VW Golf Life kostet in der Basis 24.945 Euro (2090 Euro mehr als die Basis mit unserer Extra-Ausstattung) – und steht bereits serienmäßig auf Alufelgen. Wichtigster Punkt ist aber der stärkere Motor. Auch hier arbeitet ein Einliter-Dreizylinder unter der Haube, allerdings mit 110 statt nur 90 PS. Außerdem bekommt der Golf Life einen sechsten Gang fürs nach wie vor manuelle Getriebe spendiert. Das hilft beim Spritsparen.

Fazit

VW zeigt mit dem Golf 8, dass man auch knapp unter 20.000 Euro ein Basismodell anbieten kann, das nicht nur Puristen getrost kaufen können. Auch in der Basis bietet der Golf bereits alles Nötige, um von A nach B zu kommen. Wer auf ein Mindestmaß an Komfort-Extras Wert legt, der sollte sich aber überlegen, ob der Golf "Life" mit mehr Motorleistung und einer besseren Serienausstattung nicht die klügere Wahl ist.