Wird es einen Golf 9 geben? VW sieht in Verbrennern mittelfristig keine günstige Alternative zur Elektromobilität. Auch durch die neue Abgasnorm Euro 7 sind steigende Preise zu erwarten. Daher stellt Volkswagen die Zukunft des Golf infrage – ob es vom aktuellen Golf 8 einen Nachfolger geben wird, ist ungewiss.
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VW-Konzernchef Thomas Schäfer erwartet deutlich ansteigende Preise durch die neue EU-Abgasnorm Euro 7. Aufwendigere Abgasreinigung bei Verbrennerfahrzeugen würde zu einem Preisanstieg um jeweils 3000 bis 5000 Euro führen, wie er im Interview mit der Welt am Sonntag sagt. Bei kleinen Autos seien diese Mehrkosten kaum aufzufangen, die Einstiegsmobilität werde deutlich teurer.

Die Weichen stehen auf Elektromobilität

Ab 2025 sollen elektrische Kleinwagen auf den Markt kommen, neben dem ID.2 werde es noch weitere Modelle von VW, Skoda, Seat und Cupra geben. Mit Einstiegspreisen unter 25.000 Euro soll die Elektromobilität attraktiver werden. Die Reichweiten der Fahrzeuge würden mindestens 350 bis 400 Kilometer betragen. "Das ist momentan die psychologische Verkaufsschwelle", sagt Schäfer.
Ob es also vom Golf, dem meistverkauften Auto Europas, einen Nachfolger geben wird, ließ er dabei noch offen. Die politischen Weichen stehen auf Elektromobilität und die Nachfrage danach steigt, man müsse sich anschauen, "ob es sich lohnt, ein Fahrzeug zu entwickeln, das nicht mehr die vollen sieben oder acht Jahre Laufzeit erreicht.".
Derzeit arbeiten die Wolfsburger an einer Aufwertung des aktuellen Golf 8. Ob der Name Golf uns in Zukunft noch oft begegnet, sei noch offen: "In zwölf Monaten wissen wir mehr", so Schäfer.

Von

Sebastian Friemel