VW Golf Cabrio 1.2 TSI BMT: Test
Der macht genug Wind

Der kleinste Motor im Golf Cabrio: Reichen die 105 PS des 1.2 TSI für das unbekümmerte Frischluft-Vergnügen aus? AUTO BILD macht die Probe aufs Exempel. Das Resultat überrascht.
- Joachim Staat
Mancher Autoname stellt unlösbare Rätsel, aber dieser erklärt sich sofort: Golf Cabrio. Da weiß man, was man hat, und seien es nur ein paar Bilder vor dem geistigen Auge. Deutschlands Bestseller, das Auto einer ganzen Generation, nur eben in offen. Und natürlich: das Erdbeerkörbchen von früher (hatte nicht Karin aus dem Tennisklub eins?). Der Neuling hat keinen Bügel mehr, und sein Stoffdach haben sie hinten platt gedrückt wie an einem Coupé. Ansonsten hält das Auto so wenige Überraschungen bereit wie sein Name. Halt, eine vielleicht. Beim ersten Einsteigen vermissen wir plötzlich das Kompakte, Übersichtliche des Alten. Bei diesem hohen Heck gehören die Parkpiepser zwingend auf die Einkaufsliste – aber zu der kommen wir später.
Überblick: News und Tests zu VW
VW Golf VI Cabrio (2011)
Henkel adé
Bild: Angelika Emmerling
Vergleich: VW Golf Cabrio/BMW 1er Cabrio/Peugeot 308 CC

Schneller, als das Werk verspricht: Der Testwagen sprintet in 11,4 Sekunden auf Tempo 100.
Bild: Toni Bader
Fazit
VW baut im alten Karmann-Werk wieder ein Auto, das sich in frühere Erfolgsmodelle aus Osnabrück einreiht: Wie der offene Käfer und das alte Henkel-Cabrio ist der Golf das solide, vielseitige Cabriolet für jedermann und alle Wetter. Sein Softtop macht Blechdächer überflüssig, geöffnet setzt er seine Insassen an die frische Luft. Dazu kommen typische Golf-Qualitäten: kompakter als die Hardtop-Konkurrenz, überlegenes Fahrwerk und souveräner Komfort, sparsamer Motor und moderne Technik. Dagegen stehen der hohe Preis und die magere Ausstattung – auch im Schlechten ist das Cabrio ein Golf. Gesamtwertung: vier von fünf möglichen Sternen.
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