Im ersten Teil unserer Serie "Diesel gegen Benziner" eroberte der Audi A6 TDI mit seinen 13,3 Liter Diesel bei Tempo 200 die Krone. Die rote Laterne bekam mit sage und schreibe 21,2 Liter Super sein Bruder, der 300 PS starke A6 TFSI. Das sollte mit den kleineren und leichteren Opel Astra GTC und den Gölfen GTD und GTI günstiger und verbrauchsarmer gehen. Schaut man in deren Datenblätter, kommt die Frage auf: Bedeuten 200 km/h für die vier Autos annähernd Vollgas? Schaffen es die Tempomaten überhaupt, die Geschwindigkeit zu halten? Bei Top-Speeds von durchschnittlich 220 km/h sind diese Fragen durchaus berechtigt. Doch keine Sorge, alle vier haben diese außergewöhnliche Verbrauchsrunde geschafft und überstanden. Die Astra GTC mit etwas mehr Mühe, die Gölfe dagegen mit überraschenden Ergebnissen.
VW Golf GTI Opel Astra GTC 1.6 Turbo
Welcher Kompakte muss bei 200 km/h schneller an die Zapfsäule?
Zusätzlich zeigen wir die ECE-Normverbräuche sowie den Testverbrauch auf der klassischen Verbrauchsrunde mit Stadt-, Land- und Vollgasanteil auf der Autobahn. Dazu haben wir die Kosten in Cent pro Kilometer ermittelt. Hierbei handelt es sich um Maximalwerte, die bei Tempo 200 entstehen. Die Fahrten fanden auf einem 31 Kilometer langen Autobahnabschnitt ohne Tempolimit statt. Die Strecke hat nur leichte Gefälle- und Steigungspassagen. Tempo 200 wurde per Tempomat konstant gehalten. Zur Verbrauchsermittlung haben wir vor und nach der Messung akribisch vollgetankt sowie zum Vergleich die Bordrechner genullt. Welcher der vier Kandidaten wo steht, erfahren sie oben in der Bildergalerie.

Fazit

Die Diesel liegen auch nach Teil zwei von "Diesel gegen Benziner" vorn. Obwohl Opel mit dem Astra GTC die jüngsten Modelle im Vergleich stellt, sind beide Coupés keine echte Empfehlung. Der Benziner ist zu schwach und zu durstig: Mit 20,6 Liter bei Tempo 200 liegt er auf dem Niveau von Audi A6 und BMW 5er. Der teurere Diesel ist somit fast zwangsläufig Sieger – auch wenn der CDTI nicht auf dem Niveau eines TDI liegt. Beim VW-Duell ist der Ausgang am Ende überraschend. Der GTI braucht bei Tempo 200 "nur" 3,6 Liter mehr als der GTD, kostet ähnlich viel pro Kilometer, ist günstiger und macht viel mehr Spaß als der GTD. Gratulation an den siegreichen Benziner-Golf.