VW ID.Polo GTI kaum teurer als der normale ID.Polo
Ob das gut geht? Das bietet der erste Elektro-GTI
VW ID.Polo GTI
50 Jahre nach dem Golf 1 GTI wird der ID.Polo der erste elektrische VW, der das GTI-Kürzel tragen darf. AUTO BILD hat alle Infos und saß schon drin!
Bild: Volkswagen Group
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Als 1975 der Golf GTI präsentiert wurde, ahnte niemand, dass die drei Buchstaben Jahrzehnte später der Inbegriff für Kompaktsportler sein werden.
Doch Anfang 2027 gibt es im GTI-Universum eine kleine Revolution: Dann wird der ID.Polo zum ersten elektrischen GTI!
Das GTX-Kürzel, das ehrlicherweise sowieso kaum jemand verstanden hat, wird peu à peu aus dem Programm genommen. Zukünftig dürfen auch die elektrischen Topmodelle die legendären drei Buchstaben tragen – sofern die Fahrzeugklasse passt. Einen ID.Buzz GTI werden wir wohl eher nicht sehen.
Der nur 4,10 Meter kurze ID.Polo GTI ist hingegen ein klassischer Hot Hatch – nur eben elektrisch. Die ab Werk eher zurückhaltende Optik des ID.Polo wird mit typischen GTI-Zutaten wie dem roten Zierstreifen an der Front, ausladenden Seitenschwellern und einem wuchtigen Diffusor aufgepeppt.

Durch die roten Akzente und die neue Schürze wirkt die Front des ID.Polo GTI bullig.
Bild: Volkswagen Group
Und falls Sie sich wundern: Die zwei roten Elemente in der Frontschürze sehen zwar aus wie Abschlepphaken, sind aber nur Show.
Serienmäßig gibt es für das Topmodell Matrix-LED-Scheinwerfer und 19-Zoll-Räder. Insgesamt stehen sechs Farben zur Wahl.

Im Detail wurde die Materialauswahl für den GTI noch mal verfeinert. Die Sportsitze hinterlassen einen bequemen ersten Eindruck.
Bild: Volkswagen Group
Auch der Innenraum wurde nachgeschärft. Die Sportsitze mit neu interpretiertem Karomuster ("Superclark") sehen nicht nur gut aus, sie sind auch sehr bequem. Das Zweispeichen-Lenkrad ist ebenfalls neu und verfügt über eine 12-Uhr-Markierung, rote Nähte und ein kleines GTI-Logo unterhalb des Pralltopfs. Per Druck auf das Logo wird der zusätzliche Fahrmodus "Sport+" aktiviert.

Der größte Unterschied zum normalen ID.Polo ist das neue Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung, GTI-Taste und Wippen für die Rekuperation.
Bild: Volkswagen Group
Dafür kann der GTI die ohnehin schon hervorragende Materialauswahl des ID.Polo noch mal toppen. Egal ob es das perforierte Lenkrad oder die mit Mikrofaser bezogenen Türtafeln sind: Der Innenraum des ID.Polo wirkt richtig hochwertig, auch im Detail.
Sportliche Optik und ein hochwertiger Innenraum sind schön und gut, aber wie sieht es in puncto Leistung aus? Mit 226 PS hat der erste elektrische GTI zwar mehr als doppelt so viel Power wie ein Golf 1 GTI. Gleichzeitig ist er aber kaum stärker als der normale ID.Polo, den es mit bis zu 211 PS gibt. Die maximale Reichweite des 1540 Kilo schweren GTI geben die Wolfsburger mit 424 Kilometern an, nachgeladen wird mit maximal 105 kW.

Serienmäßig rollt der GTI auf 19-Zöllern ("Cape Town"). Die hier gezeigten Räder heißen "Wörthersee" und kosten extra.
Bild: Volkswagen Group
Für sportliches Fahrverhalten sollen eine elektronische Vorderachssperre und das DCC-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern sorgen.
So weit die harten Fakten. Was noch fehlt, sind Preis und Marktstart: Der Vorverkauf des elektrischen GTI beginnt im Oktober, die ersten Kundenfahrzeuge sollen Anfang 2027 ausgeliefert werden. Was die Preise angeht, hält sich VW noch zurück und verrät nur so viel: Der ID.Polo GTI soll unter 40.000 Euro starten.
Bevor wir es vergessen: Die Höchstgeschwindigkeit des Elektro-GTI ist auf 175 km/h begrenzt, der erste Golf GTI hat vor 50 Jahren 182 km/h geschafft – zurück zu den Wurzeln eben.
Fazit
50 Jahre GTI – und jetzt wird die Ikone elektrisch. Was nach einem logischen Schritt klingt, ist sicherlich auch ein Wagnis für VW. Optik und Innenraum des ID.Polo GTI gefallen mir. In puncto Fahrleistungen hebt sich das Topmodell nicht zu stark vom ID.Polo ab – zumindest auf dem Papier. Gleiches gilt auch für den Preis.
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