Eine Dienstreise von Hamburg nach München und zurück im VW T-Cross. Na danke, was hab ich denn getan, frage ich mich grantelnd, während ich die kleine Orange entere – und sehe mich in allen Vorurteilen bestätigt. Hartplastik, schwierige Farben und eine kleine Nähmaschine unter der Haube. Ich schätze meine Ortskenntnisse, als das Navi erst nach fünf Minuten zum Dienst antritt. Zum Zeitvertreib klopfe ich Rhythmen auf den hohlen Verkleidungen, die nervösen Assistenten stimmen mit Warntönen ein. Ein paar Hundert Kilometer weiter wandelt sich das Bild. Der T-Cross summt jetzt angenehm ruhig, spurtreu und sparsam dahin. Am Ende sind wir fast Freunde. Nur fast, weil ich für über 30.000 Euro dann doch etwas mehr als Dreizylinder und Hartplastik erwarte.
Hinweis
VW T-Cross im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt
VW T-Cross
VW T-Cross 1.0 TSI: Hinter dem Lenkrad finden auch größere Fahrer ihre Position. (Unsere Bilder zeigen nicht das Dauertest-Fahrzeug, sondern ein identisches Modell.)

Der VW T-Vross 1.0 TSI im AUTO BILD-Dauertest

Dauertest-Start: 2. September 2020
Preis des Testwagens mit Extras: 32.607 Euro
Bisher gefahren: 48.861 km
Testverbrauch: 6,1 Liter Super/100 km
Top: Überzeugendes Raumkonzept, für seine Größe kräftiger Motor, gute Lenkung, brauchbarer Komfort.
Nicht so gut: Träges Navi, anstrengende Assistenten, kleiner Tank, billiges Hartplastik im Innenraum, hoher Preis.