Die beiden kleinsten SUVs von VW sind ein Paradebeispiel für modernes Modell-Kuddelmuddel. T-Roc und T-Cross weisen zwar eindeutig unterschiedliche Außenlängen und Radstände auf, unten drunter steckt jedoch die nahezu identische Bodengruppe. Modularer Querbaukasten heißt das bei VW und bedeutet: Motoren, Fahrwerk, Getriebe und so ziemlich alles an Fahr- und Regelelektronik ließe sich untereinander austauschen. Entsprechend fühlen sich beide SUVs beim Fahren an: nahezu identisch erwachsen, agil und komfortabel gleichermaßen.

Beim Fahren macht der T-Cross mehr Freude

VW T-Cross
Der kleinere T-Cross zeigt sich etwas agiler, hängt den großen Bruder zudem bei den Fahrleistungen ab.
Okay, in der Stadt lässt sich der schmalere und kürzere T-Cross eleganter durch das Verkehrsgeschehen bugsieren. Die Motoren arbeiten passabel gedämmt. Jeweils ein 115 PS starker Dreizylinder mit 1,0 Liter Hubraum bringt die Autos flüssig in Fahrt. Bei der Spitze muss sich das üppigere Auto geschlagen geben – der breitere T-Roc wird vom Fahrtwind bereits bei 187 km/h ausgebremst, der kleinere Bruder schafft mit identischer PS-Angabe 193 Sachen. Für den T-Cross sprechen zudem die geringfügig höhere Sitzposition (plus 15 mm) und der minimal voluminösere Kofferraum bei hoch gestellter Rückbank. Außerdem schimmert nirgendwo ein ärmlicher Kleinwagen durch. Selbst für das kleinste SUV im Programm stellt VW Assistenzsysteme und die neueste Multimediaausstattung bereit – sogar das digitale Cockpit lässt sich (übrigens 100 Euro günstiger als beim großen Bruder) bestellen.

Die Kosten bringen den T-Roc nach vorne

VW T-Roc
In der Anschaffung ist der T-Roc günstiger, fährt so pro Kilometer drei Cent günstiger als der T-Cross.
Es gibt aber auch Minuspunkte beim kleinen SUV. Vor allem in Reihe zwei steht den Passagieren deutlich weniger Platz zur Verfügung. Der T-Cross muss außerdem mit der geringeren Anhängelast auskommen und etwas Gepäck zu Hause lassen. Ihm gesteht VW nämlich zehn Kilogramm weniger Zuladung zu. Viel bedeutsamer ist in diesem Abgleich der Kostenfaktor. Der größere T-Roc ist bei der Anschaffung gut 600 Euro günstiger und trotz minimal mehr Durst auch im Fahrbetrieb das Sonderangebot. Drei Cent pro Kilometer weniger haben wir insgesamt errechnet. Das ist nicht die Welt. Doch man bekommt eben das bessere Auto zu günstigeren Bedingungen – da bleibt kein Grund, das kleinere Auto zu fahren. Das Fazit: "Das bessere Auto ist das größere Modell – keine Überraschung. Der insgesamt günstigere Typ ist der T-Roc ebenfalls. Also: kaufen!"

Bildergalerie

VW T-Cross VW T-Roc
VW T-Cross
VW T-Cross
Kamera
VW T-Cross vs. T-Roc