So geht es bei VW weiter!

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VW Zukunft (2018): Autonomes Fahren

So geht es bei VW weiter!

VW schaut in die Zukunft: mit der I.D.-Familie, diversen Ansätzen zum autonomen Fahren, Augmented Reality, Shared Mobility, Künstliche Intelligenz und mehr. AUTO BILD hat den Überblick.
Gerade erst hat VW mit dem vollelektrischen Rennwagen I.D. R den Pikes Peak-Rekord geknackt, da konzentrieren sich die Wolfsburger schon auf die nächsten Projekte. Im Blick der VW-Forschungsabteilung ist das autonome Fahren – aber nicht nur. Hier kommt die AUTO BILD-Übersicht.
Künstliche Intelligenz: Wie sollen autonom fahrende Autos Situationen einschätzen? Beispielsweise muss die Software beurteilen können, ob das Kind am Zebrastreifen möglicherweise wieder zurückläuft oder einfach auf die Straße tritt. Dafür versucht VW, die Sensoren so zu vernetzen, dass sich das Auto ein ganzheitliches Bild von der Lage machen kann.

Dieser VW Tiguan wurde an Front und Seite mit Bildschirmen ausgestattet und soll als Mensch-Maschine-Schnittstelle fungieren.

Kommunikation zwischen autonomem Auto und Mensch: Wie soll ein Fußgänger wissen, ob das Auto ihn wahrgenommen hat und anhält? VW experimentiert in diesem Bereich mit Bildschirmen und akustischen Signalen. Ein umgebauter Tiguan zeigt, wie das aussehen könnte: An Front und Heck zeigen Symbole (wie zum Beispiel ein Fußgänger, der von links nach rechts läuft) sowie Lichtstreifen und große Anzeigen an den Seiten alle wichtigen Informationen. Lautsprecher, die den Schall direkt an den Fußgänger richten, könnten ihn auch mit Worten dazu auffordern, dass er nun über die Straße gehen kann.

Reise-Übelkeit: Ein Buch während der Fahrt lesen oder aufs Handy schauen? Für viele Menschen heute schon schwierig. Wenn man die Kontrolle komplett ans Auto abgibt, könnte das noch schlimmer werden. VW forscht deshalb intensiv an diesem Thema, derzeit gibt es noch Versuche mit Probanden. Eines der ersten Ergebnisse: Schon die Position eines Displays kann entscheidend sein. Besser geradeaus auf einen Bildschirm gucken als nach unten.

Beim "Guardian Angel" handelt es sich um ein neues Assistenzsystem, das ein individuelles Fahrerprofil innerhalb weniger Minuten erstellt.

Der "Schutzengel": Schon bevor komplett autonome Autos ohne Fahrereingriff auf den Markt kommen, wollen die Ingenieure schon bestehende Sicherheitssysteme verbessert. Sensoren analysieren den Fahrstil und helfen nur dann, wenn es wirklich nötig ist. Wenn der Fahrer zu schnell in eine Kurve fährt, warnt das System und bremst notfalls ab. Auch in kniffeligen Rechts-vor-links-Situationen kann der Schutzengel warnen, ebenso bei riskanten Überholmanövern – und das Auto notfalls wieder zurück auf die Spur zurückführen, bevor es brenzlig wird.

Erweiterung von "Augmented Reality": Mit riesigen Head-up-Displays könnten Autos Informationen wie Navi-Hinweise direkt in die Umgebung einspiegeln. Mercedes tut so etwas in ähnlicher Form schon in der A-Klasse: Die Pfeile zeigen die genaue Spur an, Gefahrenstellen werden markiert.
Antriebe: Wie können Batteriezellen von E-Autos sicherer gemacht werden, was beeinflusst den Alterungsprozess von Lithium-Ionen-Akkus und wie kann die Effizienz von Antrieben noch gesteigert werden? Auch dazu forschen die Ingenieure. Ein erstes Ergebnis für herkömmliche Verbrenner: Die Nutzung von Abwärme von Abgasen kann sowohl bei Pkw als auch Lkw verbessert werden. Die warmen Abgase fließen in einen Dampfkreislauf, in dem Ethanol erhitzt wird. Dieser Dampf wiederum treibt eine Expansionsmaschine an, die Energie erzeugt. VW verspricht: Einsparungen von bis zu 4,5 Prozent sind möglich, bei einem schweren Lkw wären das bis zu 1500 Liter Diesel im Jahr. Serienreif ist das System allerdings noch nicht.
 
• Komfort: Ein weiteres Forschungsfeld liegt beim Komfort. Audi erforscht beispielsweise, wie sich Licht im Innenraum auf die Stimmung auswirkt. Im Winter beispielsweise wurden die Probanden im Auto Licht ausgesetzt, das speziell auf die Stimmung angepasst war und dafür sorgen könnte, dass Passagiere im Auto wacher werden. In einem weiteren Projekt wird erforscht, wie sich die Luftqualität integrierte Komfort-Sensoren auf das Wohlbefinden auswirken.
 
• Shared Mobility: Mit Moia hat VW das Feld der sogenannten "Ride Sharing"-Dienste in Hannover und Hamburg betreten – mithilfe von Computermodellen kann man nun ausrechnen, wie sich solche Sharing-Angebote auf den Verkehrsfluss in ausgewählten Städten auswirken. Ergebnis: 11 bis 17 Prozent geringere Verspätungen am Zielort.
 
• Lieferverkehr: Kleine autonome Roboterfahrzeuge könnten nach Ideen der Forscher bald beispielsweise durch Barcelona rollen und Lieferungen von Paketen übernehmen: Erst fahren sie frühmorgens wie in einer Polonäse aneinander gekoppelt los, teilen sich dann auf, und fahren an ihre Zielorte. Dort docken sie sich an spezielle Lieferklappen an den Rolltoren der lokalen Geschäfte an und geben die Pakete am Zielort ab. Tagsüber könnten sie als Paketstation, aber auch als WLAN-Hotspot oder Touristen-Information dienen. Im Sommer soll ein erstes Modell gebaut werden.

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