WEC: Honda steigt in IMSA ein
Daytona-Prototypen statt LMP1?

Honda steigt als vierter Hersteller in die amerikanische Sportwagenmeisterschaft ein. Und zwei weitere Konzerne klopfen bereits an der Tür.
Bild: Getty Images
- Michael Zeitler
Spektakuläre Prototypen, packendes Racing und der für Hersteller so wichtige amerikanische Markt: Die Daytona-Prototypen-Klasse boomt. De facto handelt es sich dabei um LMP2-Rennwagen aus der Sportwagen-Weltmeisterschaft, die aber in Amerika durch Hersteller etwas modifiziert werden dürfen. Drei sind schon an Bord, mit Honda-Tochtermarke Acura hat ein vierter Autobauer seinen Einstieg für 2018 verkündet.

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Die technischen Details des neuen Acura stehen noch nicht fest. Die Basis werden wohl die LMP2-Chassis von Oreca werden, die in der WEC dominieren. Als Einsatzteam fungiert das IndyCar-Topteam Penske, die in der amerikanischen Sportwagenszene auch schon als Porsche-Kundenteam engagiert war.
Es klopfen zudem zwei weitere Konzerne an. Das GT-Werksprogramm von Ford soll Ende 2018 nach drei Jahren eingestellt werden. Chip Ganassi, der das Projekt leitet, will Ford davon überzeugen, als nächstes einen Daytona-Prototyp zu entwickeln. Auch Lamborghini soll Interesse an einem möglichen DPI-Projekt haben.
Was Hersteller zusätzlich anlocken könnte: Weil die LMP1-Klasse in der Sportwagen-WM derzeit stark wackelt, gelten die Daytona-Prototypen bereits als mögliche neue Spitzenklasse auch für den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Derzeit sind sie von Le Mans noch ganz ausgeschlossen. Der Le-Mans-Veranstalter ACO sieht die amerikanische Sportwagenmeisterschaft als Konkurrenz.
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