Tops vom Caravan Salon Düsseldorf 2024
Unsere persönlichen Camper-Highlights der Messe
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Wer sich für Outdoor, Reisen und Vanlife interessiert, der kommt um den Caravan Salon Düsseldorf nicht herum. Von Jahr zu Jahr wird die Messe größer – und damit auch das Angebot. Hier werden schon lange nicht mehr nur Wohnwagen und Reisemobile gezeigt, sondern es präsentiert sich die ganze Vielfalt des Campings.
Malibu Genius Performance 4x4 – eine neue Art von Sprinter!
Querbetten sind gar nicht mein Fall – und damit würde der Sprinter in der 6-Meter-Variante für mich nicht infrage kommen. Jetzt kommt Malibu aber mit dem Genius um die Ecke und zeigt einen Van auf 6,41 Meter mit Längseinzelbetten-Grundriss. Möglich macht's ein GFK-Heck, das dem Sprinter 40 cm mehr Länge verpasst. Die Heckklappe öffnet nun nach oben, und auch der Stauraum profitiert natürlich vom zusätzlichen Volumen.

Die hochbeinige 4x4-Version vom Sprinter sieht schon bullig aus, und dazu kommt noch das längere Heck – der Genius ist schon ein echter Hingucker!
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Im Innenraum sehen wir die typischen Malibu-Interieur-Farben, und durch die durchgängige indirekte Beleuchtung über den Oberschränken entsteht ein gemütliches Flair. Das Bad ist clever konzipiert und vereint Elemente aus Vorgängermodellen, wie zum Beispiel das klappbare Waschbecken oder auch die schwenkbare Toilette. Die lässt sich nun deutlich einfacher bedienen, als noch in unserem Ducato-Testfahrzeug. Und auch der Stauraum ist Malibu-typisch üppig. Überall Fächer und Schubladen – hier geht so einiges rein.
Kleiner Wermutstropfen: Bei allem Drumherum kommt man mit 3,5 Tonnen nicht mehr hin. Also entweder den größeren Führerschein machen oder weiter auf die EU-Führerschein-Reform (mit dem Führerschein Klasse B darf man dann Fahrzeuge bis 4,1 Tonnen fahren) hoffen. Leider hat es auch der Preis in sich: Das Allrad-Fahrzeug kostet mindestens 148.310 Euro.
Werz Wohnmobile – Bulli mit Hochdach
Bulli mit Aufstelldach? Gibt es Tausende! Bulli mit festem Hochdach? Gibt es nicht so häufig! Und deswegen ist mein Highlight das Modell Magnum 5.3 von Werz Wohnmobile. Denn ein festes Hochdach hat viele Vorteile. So ist man zum Beispiel wetterunabhängig unterwegs. Regen, Sturm, Hagel – alles ganz egal. Denn nass oder klamm wird hier nichts. Auch rappeln oder flattern gehört mit einem festen Hochdach der Vergangenheit an. Wer also ganzjährig mit dem Bulli verreisen möchte und auch Regionen mit häufig schlechterem Wetter nicht scheut, könnte bei Werz fündig werden.
Gutes Raumgefühl: Ein festes Hochdach ist eine tolle Alternative zu den Aufstelldächern mit Zeltstoff.
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Außerdem bietet das Hochdach Stehhöhe im Bulli – und das sogar jederzeit. Bei der Bulli-Manufaktur aus Baden-Württemberg ist das Dach darüber hinaus gedämmt und mit weichen Stoffen verkleidet. So wird die ideale Umgebung für das Bett geschaffen, das mit Maßen von 1,40 mal 2 Meter sehr komfortabel daherkommt. Für ordentliche Belüftung sorgen drei Dachluken. Verbaut werden die Hochdächer von SCA und Polyroof. Ausgebaut wird der VW T6.1 mit langem Radstand, optional mit Allrad- oder Frontantrieb. Preislich liegt das Messefahrzeug mit mehr als 120.000 Euro allerdings im hochpreisigen Segment. Text: Jan-Philipp Chluba.
Smartfloor Revolution – es muss nicht immer ein Fahrzeug sein!
Highlights auf dem Caravan Salon gibt es viele. Da muss es gar nicht immer ein Fahrzeug sein. So überzeugte mich zum Beispiel die Bodenplatte von AMF-Bruns Freizeitmobile. Als "leichtesten Systemboden der Welt" preisen die Norddeutschen ihre Entwicklung an. Was das konkret bedeutet? Bei einem größeren Kastenwagen, wie zum Beispiel einem Sprinter, ist die Hartschaumplatte mit Aluminium-Schienensystem bis zu 75 Kilogramm leichter als vergleichbare Böden. Da kann mitunter ein weiterer Sitz für zugelassen werden!
Gewicht ist beim Campen ein großes Thema. Dieser Hartschaumboden von AMF-Bruns Freizeitmobile spart bei einem Kastenwagen bis zu 75 Kilogramm Gewicht.
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Hinzu kommt, dass der Boden für alle Fahrzeuge angepasst werden kann. Die Bodenplatte ist außerdem akustisch und thermisch beständig. Bedeutet: Lärm wird gedämmt und Hitze beziehungsweise Kälte werden bekämpft. Die Bodenplatte wird fachmännisch eingebaut, dank des Schienensystems können dann Möbel und weitere Campingmodule (zum Beispiel auch von AMF-Bruns) schnell und einfach ein- und wieder ausgebaut werden. Flexibilität, die honoriert werden muss. Text: Jan-Philipp Chluba
Camp Werk Dark Barracks – eine echte Dachzelt-Neuheit
Wer schon mal im Dachzelt übernachtet hat, kennt vielleicht das Problem: Bei starkem Wind flattern die Seitenteile und können einem schon mal den Schlaf rauben. Campwerk will im wahrsten Sinne des Wortes dagegenhalten – mit einem Hardside-Dachzelt.
Ein Dachzelt mit festen Wänden – das haben wir vorher so noch nie gesehen. Aufbaubar in 60 Sekunden und komplett wetterfest. Eine tolle Nachrüstlösung für Vans und Co.
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Die Seitenteile und die Schale bestehen dabei aus Aluminium und sind dadurch wetterbeständiger. Zudem gibt es eine abschließbare Tür, was das Dachzelt sicherer macht. Das "Dark Barracks" gibt es in zwei Größen. Das hier gezeigte "Grand 2.0 Pro" bietet Platz für bis zu 3 Personen und hat eine Liegefläche von 230 x 150 cm. Das Dachzelt bringt 120 Kilogramm auf die Waage und liegt preislich bei 8690 Euro. Wahrlich kein Schnäppchen, aber auf jeden Fall etwas Besonderes unter den Dachzelten.
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